28 April 2017

Alltagsgeschichten: 19 Monate Kleinkind




Unsere Devise

Unser alltime favourite: Sei frech, wild und wunderbar! UND: weniger ist mehr. Spielzeuge sind zwar nett und können unglaublich interessant, witzig und lehrreich sein, jedoch bitte nicht im Übermaß. So finde ich persönlich etwa, dass ein Überangebot an Spielzeug der Kreativität einen Riegel vorschiebt, und so mancher blinkende und zugleich lautstark ertönende und vielleicht auch noch zusätzlich vibrierende Nervenkiller zur Reizüberflutung bei Groß UND Klein wohlgemerkt, führen kann (auch wenn sich auch diese Art von Beschallung hier tummelt, und gerne bespielt wird). Wir denken, es ist um vieles bereichernder, sich etwas überhaupt erst mal zu erschaffen, um damit spielen zu können. Eine Kugel aus Erde, eine Figur aus Sand oder aus Knetmasse. Meist sind es ja diese einfachen in jedem Haushalt verfügbaren Materialien, die ein Spiel umso interessanter machen, und eine intensive Hingabe zu dem etwas "anderen" Material erlauben. Übrigens haben wir vor kurzem ein ganz tolles Rezept für duftende Knetmasse in allen möglichen Farben hergestellt, die bei beiden Kindern total gut ankam!

19 Monate...und was hat es mit Äpfeln auf sich? 

Also eigentlich stellte es in dem Moment die einzige Möglichkeit dar, den Buben in dem Sessel froher Natur für das Fotoshooting zu stimmen. Denn kein Spielzeug (und nein, auch keines seiner Fahrzeuge) konnte ihn im Sessel halten. Und Schoko gab es zu Ostern bereits schon zur Genüge. Der gute alte (Bio) Apfel geht immer, und wie wir alle wissen: One apple a day keeps the doctor away.




Nervenkiller Nummer1

Dieser Tick mit den Haaren. Begonnen hat es vor langer Zeit. Ich kann mich kaum daran zurückerinnern, wann genau dieses Dilemma mit dem Haareziehen genau ins Unerträgliche ausuferte, aber es dürfte laut meiner Theorie einen Zusammenhang mit dem Abstillen geben. Während das Fräulein im Kleinkindalter hurtig am Ohr ribbelte, bis sie einschlief (und ich diesen "Tick"  ehrlich gesagt ganz niedlich fand) hat der Goldjunge nun eine Methode entwickelt, die Haare eines leidgeplagten Elternteiles (im übrigen auch seiner Schwester) anfangs zu zwirbeln, um sie dann still un leise mit aller Vehemenz auszureißen. Autsch! Da dieser Tick mit Vorliebe des Nächtens Seite an Seite seinen Höhepunkt erreichte, sahen wir uns gezwungen, eine Gegenstrategie zu entwickeln. "Wir könnten es ja mit der Waldorfpuppe des Fräuleins austesten. Die hat auch viele Haare!" so mein erster Gedanke.  Mit Betonung auf probieren, sei an dieser Stelle lapidar angemerkt. Ehe ich mich ob der obergenialen Idee ins Fäustchen lachen konnte, wurden wir eines besseren belehrt. Der Goldjunge fand wohl die Puppe oder "Pappi", wie er sie liebevoll nennt, interessant, jedoch wurde sie, nachdem er auch ihr jede Menge rote Haare ausgerissen hatte, in weitem und hohen Bogen aus dem Bett befördert. Mission erfüllt. Zumindest aus seiner Sicht der Dinge. Lange Rede, kurzer Sinn: wir bleiben am Ball. Bis jetzt sind alle Versuche kläglich gescheitert. Also, allerliebste LeserInnen, solltet ihr den einen oder anderen Ratschlag in petto haben, ich bin ganz Ohr. 





Lieblingsbeschäftigung

Bücher mit Fahrzeugen durchblättern (nach wie vor DER Renner schlechthin) und Spielzeugfahrzeuge in allen nur erdenklichen Größen und Ausführungen. Auch sehr beliebt: Betrachten der vorbeifahrenden Fahrzeuge von der Terrasse aus. Inzwischen wieder aktuell: die gute alte Kegelbahn (da wäre nämlich auch ein Auto dabei). 

Das ist neu

Ich gebe zu, ich habe es weder nachrecherchiert, noch habe ich in letzter Zeit im Buch "Oje ich wachse" geblättert, aber eines ist gewiss: diese Phase ist anstrengend. Und zwar sehr sogar! Einerseits erinnert sie mich an die Prä-Krabbelzeit und die Schreiphasen aufgrund der Koliken, andererseits bin ich mir nicht ganz sicher, woher genau dieses aufwallende Unwohlsein und dieses damit verbundene Auufbrausendsein rührt. Ich verbringe dieses gesteigerte "zurück-zu-Mama " Verhalten vorwiegend in Verbindung mit dem Zahnen, und sicherlich gibt es da auch eine These aus entwicklungspsychologischer Seite, und ich glaube sogar, mich vage daran zu erinnern. Faktum ist jedenfalls, dass der Bube trotz seines manchmal überschwappenden Frohsinns seit einigen Wochen nicht mehr zu zetern und kreischen aufhört, sobald er aufgewacht ist. Und dieser Zustand -unabhängig ob er durch die Gegend läuft, im Hochsessel, auf dem Bobbycar oder auch auf meinem Schoss sitzt - schon mal den gesamten Vormittag andauern kann, und einem so einiges an starken Nerven abverlangt. Die Lösung für alles: ab in die Rückentrage und zum Alltag überschreiten.





Neueste Anschaffung

Ein weiteres Fahrzeug im Hause erfreut sich großer Beliebtheit beim Goldjungen: ein Bobbycar samt Anhänger. Der Osterhase hat eine günstige gebrauchte Version davon ergattert, bei dem zwar die Hupe fehlt, und das kräftige Rot eher einem Rosarot ähnelt, aber es eignet sich perfekt für die Terrasse!



Das machen wir regelmäßig

Wir sind nach wie vor begeisterte Spielraum-Teilnehmer. Jetzt, wo es die Temperaturen schön langsam zulassen, verbringen wir viele Sonnenstunden in unserem grünen Wohnzimmer, der Terrasse. Wir sind sehr viel in der Natur unterwegs, und vor allem ist auch die Gartenarbeit endlich wieder interessant, auch wenn sie teilweise aufgrund des steilen Hanges in der Rückentrage erfolgen muss. 




So viel zu unserem Kleinkindalltag in aller Kürze! Die vorherigen Posts zum Kleinkindalltag findet ihr übrigens alle hier.

Schön, dass ihr mir bis hierher gefolgt seid!

Eure Tina 





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20 April 2017

DIY Seedbombs - titantinas Gartenecke



Kinder lieben es, sich mit Erde und Matsch zu spielen. Aus einer matschigen Masse etwas zu erschaffen und zu formen, der Phantasie freien Lauf zu lassen, hat etwas Fesselndes an sich. Für Groß UND für Klein. Als ich mit 18 Jahren im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres in einer Mal- und Keramikwerkstätte die Liebe zum Gestalten mit Ton entdeckte, war das der Anfang einer neu entfachten Liebe zur Kreativität. Der anfangs unförmigen Masse ein neues Leben einzuhauchen, zu kneten und zu gestalten hat einen speziellen Reiz für sich. Sehr kopflastige Menschen schwören darauf, dass genau diese Art von kreativer Beschäftigung sie "erdet", sie zurück auf den Boden der Realität bringt, und sie dadurch zur Ruhe kommen. Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Art des kreativen Schaffens mit weichem, formgebenden Material Stress reduziert und den Kopf frei werden lässt, indem der Fokus rein auf den kreativen Prozess gelenkt wird. Umso besser, wenn das Endresultat noch nicht feststeht. Auch für Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten ist es ein besonderes Erlebnis, sich ausschließlich einer Sache zu widmen und etwas zu erschaffen, ohne Druck und ohne beurteilt zu werden.




Da ich als Mutter eines Kleinkindes immer wieder auf der Suche bin nach sinngebenden und dennoch einfachen Spielmaterialien bin, die möglichst ohne Chemie und Zusatzstoffe auskommen, bin ich passend zur Gartensaison auf Idee gekommen, aus einer bereits existierenden Blütensamenmischung gemeinsam mit den Kindern Seedbombs oder zu deutsch "Samenbomben" zu basteln.
In nur wenigen Schritten werden aus der Zutatenliste Kugeln geformt, welche bei der Aussaat leicht in die Erde gedrückt und gegossen werden. Mit dieser Technik kommen sogar schlecht zu bewässernde Untergründe zurecht, ein besonderer Pluspunkt für unseren felsigen Hanggarten.

Warum ausgerechnet Seedballs?

Seedballs optimieren die Aufwuchs-und Keimbedingungen von Samen. Durch die Umschließung der Samen mit Humus und Ton werden die Keimbedingungen auf traditionell japanische Weise optimiert. Speziell bei ausgelaugten Böden kommt diese besondere Technik zum Einsatz, da eine nährstoffreiche Basis geschaffen wird, die eine landwirtschaftliche Nutzbarmachung von Gegenden mit besonderen Ansprüchen wie Wüstengegenden wieder interessant und somit konventionell nutzbar macht. Der japanische Landwirt Fukuoka hatte, inspiriert durch den besonderen Keimprozess einer speziellen Rettich-Art, diese Form des Anbaus aufgegriffen. Der größte Vorteil gegenüber des herkömmlichen Saatprozesses ist die Speicherung von Feuchtigkeit durch die runde Formgebung. So wird einer frühzeitigen Keimung entgegengewirkt, indem die Keimung erst dann erfolgt, wenn diese nach dem Regen bis ins Innerste des Seedballs vorgedrungen ist.



Material

Tonerde (hier: Löss aus der hiesigen Weingegend)
Blumenerde
ca. 150g Blumensamen 
 (Mischung aus Sommerblumen und selbst geerntete Samen vom Vorjahr wie blaue Wicke, Calendula und Kapuzinerkresse)
Wasser


TIPP: sollten eigene verschiedene Samen verwendet werden, dann unbedingt darauf achten, dass sich die Standortbedingungen ähneln, sprich sonnenliebende/schattenliebende Pflanzen zu ihresgleichen!


So habe ich es gemacht:

Löss fein reiben. Mit der Blumenerde etwa im Verhältnis 2:1 vermischen. Samen dazugeben. Während des Vermischens nach und nach kleinweise Wasser dazugeben, bis eine nicht zu breiige Masse entsteht, die sich noch gut formen lässt.
Zu Bällchen formen und etwa 2 Tage auf der Fensterbank oder im Freien trocknen lassen, bis sie hart sind.


Der Aussaat steht somit passend zum bevorstehenden Mai nichts mehr im Wege! Bleibt nur zu hoffen, dass der aktuelle Wintereinbruch mit nächtlichen Minusgraden, Wind und Schneefall möglichst bald frühlingshafteren Temperaturen weicht!


Eure Tina






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17 April 2017

Power Mom. Mein Interwiew für Auszeit4Mama




Kinder, Haushalt, viele Projekte und nicht zu vergessen: die eigenen Bedürfnisse! Denn wenn es Mama gut geht, dann geht es auch den Kindern gut! Der Wunsch, alles unter einen Hut zu bringen ist eine besondere Herausforderung im Alltag jeder Mutter.


Zum Thema Auszeit gibt es auf dem Blog Auszeit4Mama 


ganz persönliche Einblicke von mir nachzulesen. Sabrinas Blog ist übrigens eine absolut lesenswerte Neuentdeckung in der heimischen Bloggerlandschaft. Unter der Rubrik Mamageflüster findet ihr Themen von und für Mamas, sei es, um die Seele in einer ruhigen Minute baumeln zu lassen oder Einblick in das bunte Leben anderer Mamas zu gewinnen.




                                               Hier geht's lang zum Interview!

Ich hoffe ihr hattet ein paar wunderschöne entspannte Osterfeiertage!

Eure Tina
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15 April 2017

Frohe Ostern!



Ich wünsche Euch, liebe LeserInnen, ein wunderschönes friedliches Osterfest und den Mamas viel Freude mit euren Kindern beim Osternestersuchen mit funkelnden Kinderaugen!



Die Narzissen, Tulpen und der Zierapfel. Sie alle stehen momentan in unserem Garten in voller Blüte, und wir freuen uns auf die traditionelle Suche auf unseren steilen Hängen zwischen Feuerstelle, Frühlingsboten und Blütenduft.


Diese Fotostrecke stammt bereits aus dem letzten Jahr, als sich das Fräulein noch in die stolze Liga der ErstklässlerInnen einreihte. Der Goldjunge war mit seinen 6 Monaten bereits drauf und dran, die Welt auf seinen 4 Beinen zu erkundschaften. Inzwischen ist er schon sehr flott auf 2 Beinen unterwegs,  und klettert ohne Schwierigkeiten und vollen Mutes und sehr waghalsig über jedes Hindernis, das sich ihm in den Weg stellt, und nimmt die vielen Stufen wie ein Großer.



In Kürze gibt es dann mehr zum Thema Alltag mit Kleinkind, dieses Mal sind wir schon beim 19. Lebensmonat angelangt!



Eure Tina
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13 April 2017

Upcycling: Karten aus alten Zeitschriften und Blüten



Post zu erhalten, die nicht auf dem elektronischen Wege aufgegeben wurde, sondern ganz auf altmodische Art und Weise im Briefkasten landet, ist heutzutage eine Rarität. Eine selbstgemachte Karte ist nicht nur ein sehr persönliche Geste der Aufmerksamkeit, sondern sie hat eine ganz individuelle Handschrift, die im wahrsten Sinne des Wortes greifbar ist. Und genau das ist es, was in unserer heutigen Welt mit steigender Tendenz zum Versenden von elektronischem Briefverkehr mit Fokus auf Schnelligkeit und Kurzlebigkeit zu kurz kommt. Die persönliche Note steht für mich in direkter Verbindung mit dem kreativen Prozess, der hinter einer selbstgemachten Karte steckt. Liebe fürs Detail, die Freude am Gestalten und Kombinieren von witzigen Details und das Herumschnippeln in alten Zeitschriften und Magazinen ist eine Freude für Groß und Klein. Kinder lieben es, sich kreativ mit Schere und Kleber zu betätigen und Zeitschriften nach ansprechenden Motiven zu durchsuchen.



Wie ich ganz einfach Karten aus alten Zeitschriften und Blüten Karten gebastelt habe, zeige ich euch heute!




Zeitschriften wie die Flow werden hier gehortet wie Bücher im Bücherregal. Ich finde sie viel zu schade zum Wegwerfen und nach längerer Zeit krame ich sie gerne wieder hervor, um den einen oder anderen Artikel erneut zu lesen. Natürlich könnt ihr auch jede andere Zeitschrift dafür verwenden, wenn euch ein Print/Bild zusagt.
Um die Blüten zu pressen benötigt ihr lediglich ein dickes Buch, und legt die Blüte für mindestens eine Woche zwischen 2 Seiten, und stapelt am besten noch mehrere Bücher darauf. Um ein Abfärben zu vermeiden legt ihr die Blume einfach in ein mittig gefaltetes dünnes Papier.

Material

Zeitschriften (hier: Flow)
Uhu Stick
gepreßte Blüten
Blütenpapier 
Naturpapier/festeres Papier 
optional: Seiten aus einem alten Terminplaner/leere Postkarte


Ähnlich wie eine Collage schneidet ihr euch ein Bild aus und kombiniert dieses mit Sprüchen/Zitaten aus der Zeitschrift. Was auch gut aussieht ist das Zusammensetzen von Wörtern aus einzelnen Buchstaben verschiedener Schriftarten.
Als Basis für die Karte dient Naturpapier oder etwas dünnerer Karton. Ich habe auch alte Terminplanerseiten verwendet, die ich in der Mitte gefaltet habe. Durch die gelöcherten Seiten läßt sich dann auch super ein Bast mit Schlaufe durchfädeln und die Karte kann so auch als Etikett verwendet werden.



Die Bilder aus den Zeitschriften werden am besten mit einem Klebe-Stick (wellt nicht wie ein flüssiger Kleber  und am besten für Blüten geeignet) an die Karte geklebt. Blütenpapier eignet sich hervorragend, wenn ihr die Ränder einreißen wollt. Zusätzlich könnt ihr die Ränder mit der Nähmaschine mittels Zickzack oder Geradstich (ab Stichlänge 2 da es sonst perforieren kann) annähen.




Und weil nicht nur Genähtes unter Upcycling fällt, bin ich auch dieses Mal wieder mit dabei bei facile et beau und der Upcycling Linkparty!

Eure Tina



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11 April 2017

Gewinnerin Giveaway




Liebe Leute, die Gewinnerin des Giveaways steht fest!

Über ein Exemplar der sturen Raupe Rieke darf sich die liebe Sophie, die via Instagram am Gewinnspiel teilgenommen hat, freuen! Ich wünsche ihr und ihren süßen Kids ganz viel Freude mit dem Buch!

Einen schönen Frühlingstag wünscht Euch

Tina



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