05 Dezember 2018

#Fünf Fragen am Fünften - Dezember Edition No 12




Wer steht eigentlich hinter einem Blog, wer ist der Mensch dahinter, und wie sieht es abseits der digitalen Welt aus, die sie dem Leser präsentiert? Ich mag es und ich finde es spannend, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, und so lese ich immer wieder gerne #randomfactsaboutmeandyou , von den Menschen, die mein Interesse geweckt haben. Heute sind es Fragen, die wir BloggerInnen uns bei #Fünf Fragen am Fünften selbst stellen, die Einblick geben in unsere Ansichten, Ideen und unsere Lebenswelt, immer in Begleitung von einem Funken Selbstironie, versteht sich! Angespornt von Luzia Pimpinellas "Fünf Fragen am Fünften" bin ich erstmals mit an Bord bei ihrer monatlich erscheinenden Rubrik, die auch für euch Ansporn sein kann, mitzumachen. Oder ihr lehnt euch einfach zurück, und habt teil an meinem Alltagsgeschwafel, es ist ganz euch überlassen! Nics Blog war übrigens der allererste, der mich von Anbeginn des Bloggens an 2009 begleitet hat (und da waren es noch ihre selbst designeten Webbänder, die hier für Aufruhr gesorgt hatten und meine Nähfreude entfacht hatten), und der über die vielen Jahre hinweg weder an Kreativität noch an Witz eingebüßt hat, im Gegenteil!

Also, ran an die Tasten, und rein ins Alltagsgeschwafel mit den heutigen 5 Fragen am Fünften.


1. Was ist das Spießigste, das du besitzt? 


Was würde ich als "spießig bezeichnen? Wenn es um Utensilien und Gebrauchsgegenstände geht, denen ein abwertender Charakter zu Teil kommt, dann reihe ich mich gerne und mit einem Schmunzeln auf den Lippen unter die "Spießer" ein. Wer sagt, dass man diesen Dingen, die etwas Antiquiiertes nicht auch etwas Positives abgewinnen kann. 


Ich bin nämlich allem Geschichtsträchtigen und "Old School" sehr verhaftet und war es schon immer. Ich war auch eine der gefühlt letzten Bloggerinnen, die sich vehement gegen den Einsatz eines Smartphones wehrten, welches übrigens inzwischen zu meinem alltäglichen sehr geschätzten und essentiellen aber  gelegentlich auch sehr verhassten Zeiträuber entpuppt hat. Nun gut, zurück zum eigentlichen Thema! Ich hatte noch nie einen digitalen Kalender längerfristig in Verwendung und schwöre auf das gute alte Papier und alles was da Schreibwaren dazugehört. Schreibblock, Terminplaner und Kalender. Lose Zettel genauso wie kleine Post-its, die sich in meiner dafür vorgesehenen Lade je nach Kriterien (Blogplanung, DIY-Ideen, Privates) häufen. Nicht selten organisatorisch klug abgelegt in entsprechenden Ordnungssystemen, aber daran arbeite ich noch.






2. Worin bist du so richtig schlecht und das ist vollkommen okay?


Man hört immer wieder: dort wo Kreativität wohnt, herrsche pures Chaos. Obwohl das eine das andere nicht ausschließt, trifft es im Hause titantina mitunter zu, dass dort, wo gerade Birkenstämme für das Adventgesteck gesägt werden, die Kinder sich- versammelt auf dem Boden- auf ihre Weise der Kreativität widmen. Dazwischen werden die Mails gecheckt oder Bilder bearbeitet, während sich im Laufe des Tages ein Überangebot an Materialien und Ideen ansammelt, welches Überhand zu nehmen droht, und ich mich selbst am "Riemen reißen muss", wenn es -nach eigenen mahnenden Worten an die Kinder- darum geht: "Räume bitte gleich weg, was du hergeräumt hast, ehe du ein anderes Spiel beginnst." Ach ja, habe ich nicht schon mal erwähnt, dass Kinder uns einen Spiegel vorhalten und uns imitieren, indem was wir tun? Ich erkenne es mit einem Lächeln auf den Lippen an und gebe mein Bestes. Nein, wir geben unser Bestes.



3. Füllst du gern Tests aus?



Kennt ihr die Seite mit den persönlichen Tests aus der Sonntagsbeilage der größten österreichischen Zeitung? Für mich gehörte es über die Kinderjahre hinweg zum sonntäglichen Ritual bei Oma & Opa, diesen- sagen wir mal unprätentiösen- Test auszufüllen, um zu erfahren, ob ich entweder a) ein Organisationstalent bin oder b) einfach irgendwo mittendrin oder c) in Punkto Organisation kläglich versagte. Diese Art von Tests haben für mich im Laufe der Jahre an Interesse verloren, jedoch mag ich die kreativen Versionen, wie sie auch gelegentlich in der Zeitschrift Flow auftauchen, davon ganz gerne, um mich in einer ruhigen Minute wieder neben dem 3-Kind-Alltag auf mich selbst zu konzentrieren, oder einfach dem Alltag zu entfliehen.


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4. Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören?
Ein positives Feedback zu bekommen ist unbestritten Balsam für die Seele. Ehrliche Worten von lieben  uns vertrauten Menschen sind mir viel Wert, unabhängig ihres Wortlautes, denn ich finde unverhoffte und zumeist total ungeplante Momente am Bewegendsten, und sie treten oft meist dann in unser Leben, wenn wir gar nicht damit rechnen würden. Ich bin ganz klar für Spontanität, Ehrlichkeit und ich glaube, dass wir mit positiven Worten, einen netten, ernstgemeinten Kommentar sehr viel mehr erreichen oder eigentlich "bereichern" als uns eigentlich bewusst ist. 
An dieser Stelle wirft sich die Frage auf, wie es um Worte steht, die ich im Gegensatz dazu nicht hören möchte, und die ich womöglich "in den falschen Hals" bekommen habe, oder schlichtweg anders deute, als die oder der Verfasser der Worte eigentlich gemeint hat. Sie docken womöglich an einem sensiblen Punkt an und haben eine Wirkung, die uns einerseits stresst, und die ganz schön am Selbstwertgefühl nagen können. Mit konstruktiver Kritik umzugehen und sie als Chance zu sehen, eigene Gedanken zu überdenken und zu reflektieren, ist für mich ein herausfordernder Zugang, dem ich jedoch sehr offen gegenüberstehe. 




5. Was ist für dich an Weihnachten wichtig?

Bereits vor vielen Jahren machte sich eine Gegenbewegung zu Hektik und Kaufrausch in der Adventzeit breit, der ich sehr viel abgewinnen konnte und wollte. Kinder fungieren ganz unbewusst als ein Spiegel, und wenn sie in einem überfüllten, lauten Einkaufszentrum unterwegs sind, dann zeigt das meist in Kürze seine Früchte (zumindest bei meinen Kindern ist das so!), und unsere Unruhe, unser Stress überträgt sich, ob man will oder nicht, auf unsere Jüngsten. Ein Teufelskreis, oder? Wer war zuerst da, unser Stress, den wir mitbringen, da wir noch dies und jenes zu besorgen haben, oder die Reizüberflutung der Kinder? Oder gar beides, was wiederum eine Stimmung zu Folge hat, die so gar nicht zu unserer Idee von harmonischer und besinnlicher Adventidylle passt.  Aus diesen Gründen habe ich beschlossen:

Weihnachten soll so entspannt wie möglich ablaufen. Familienzeit in kleinem Kreise, in friedvoller und besinnlicher Atmosphäre. Mit Musizieren, Singen, mit dem Flackern der Kerzen, dem Geruch nach frischem Tannengehölz und strahlenden Kinderaugen.




Habt noch einen wundervollen 5. Dezember, und ich hoffe, ihr seid im neuen Jahr wieder mit dabei!

Eure Tina



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01 Dezember 2018

Real life: Babys Schlaf - 8 Monate Update *Werbung/Stokke



Um Babys Schlafgewohnheiten gibt es bereits Unmengen an Glaubenssätzen, die unterschiedlicher nicht sein können. Sei es in Punkto Familienbett, alles rund um die Einschlafproblematik oder das nächtliche Aufwachen. Tipps und "Tricks" sind aus einer Verzweiflung heraus oft (aber nicht immer) willkommen, werden ausprobiert, entweder für gut befunden oder wieder verworfen. Alles ist in Bewegung, und wir selbst können es einfach nicht erwarten, eine Lösung für uns und unsere Liebsten zu finden, die das Kind "besser" schlafen lässt. Schwierig, denn was der einen Familie ruhigere Nächte beschert, muss nicht zwangsweise für eine andere gelten. Die Suche nach dem für uns passenden, individuellen Weg ist keine einfache, und wird begleitet von Frustration und ein niedriges Energiedepot aufgrund des Schlafdefizits, welches uns an manchen Tagen noch den allerletzten Nerv raubt, und wir in herausfordernden Situationen wünschten, geduldiger, verständnisvoller und einfach nur relaxter zu sein.

 Manchmal weichen die persönlichen Vorlieben von uns Eltern stark voneinander ab, und nicht selten endet das Thema in einem emotional aufgeladenen Diskurs, der mit Solidarität und Empathie so gar nichts mehr zu tun hat. Schade eigentlich, denn eines haben wir Eltern alle gemeinsam: wir versuchen alle das Beste zu geben, was für uns möglich ist. Und wie es so schön heißt: es gibt viele (unterschiedliche) Wege, die zum Ziel führen. Aber was ist eigentlich unser Ziel? Das Durchschlafen unserer Kinder, damit wir endlich unser Energiereservoir auffüllen können, weil wir uns nach qualvollen durchwachten Nächten ausgelaugt fühlen? Es ist nicht immer einfach, seine eigenen Bedürfnisse in Einklang mit den Bedürfnissen der Kinder zu bringen. Und auch ich als Dreifachmutter befinde mich auf einem Weg, der gezeichnet ist von holprigen Passagen und Lichtblicken, die eine ganz eigene Dynamik vorgeben, welche das Kind in seinen ersten Lebensjahre vorgibt. Dem Thema Schlaf habe ich mich bereits in diesem Artikel gewidmet. Doch wie steht es eigentlich um dieses Thema nach 6 Monaten das Frühlingskind betreffend?

Babyboy wearing organic body from Tiralahilacha, Wool trousers from Feines Südtirol 



Das Frühlingskind - ein Update


Und irgendwann trat die Wende ein. Wann genau diese von statten ging, ist unklar, aber eines ist gewiss: das Frühlingskind schläft (meistens) nur in sehr kurzen Etappen. Zumindest tagsüber. Da er ein sehr mobiles und aktives Baby ist, das mit 4 Monaten bereits sicher krabbelnd die Welt erkundete, führe ich diese unzähligen über den Tag verteilten oft nur 20-minütigen "Power Naps" auf diese Tatsache zurück. Ob in der Trage oder im Bett, es macht kaum einen Unterschied. Das Frühlingskind schläft seit einigen Monaten nie länger als eine Stunde. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn mitunter kann es -selten aber doch- vorkommen, dass er plötzlich und unerwartet einige Stunden auch tagsüber am Stück schläft. Inzwischen klappt es auch ganz gut, dass er mit Vorliebe für holprige Untergründe, ganz klassisch während der Autofahrt einschläft, was im ersten halben Lebensjahr ein Ding der Unmöglichkeit war, da er eine stark ausgeprägte Aversion gegen das Autofahren hegt und diese eigentlich noch immer nicht abgelegt hat. Der Vorteil ist jedoch, dass ich inzwischen unsere Fahrten so "timen" kann, dass er, sobald wir den mit holprigen Steinen übersäten Schotterweg erreicht haben, in den Tiefschlaf fällt. Wertvolle Zeit für mich, die ich so nebenbei für Erledigungen aller Art und diverse Abholungen nutzen kann.


Seit Anbeginn an ist das Frühlingskind an Wachheit und Aufnahmefähigkeit kaum zu übertreffen, und so ist er oft auch bei minimalen Umweltgeräuschen wach. Allen voran: die Stimmen seiner Geschwister und Alltagsgeräusche. Es kommt mitunter vor, dass das Einschlafritual -meist mit dem Stillen verbunden- länger dauert als die eigentliche Schlafdauer. Alles in allem ist das Schlafen beim Frühlingskind einem steten oft auch abrupten Wandel unterworfen, der zurückzuführen ist auf das momentane Zahnen, Erkältungen und die damit in Zusammenhang stehende verstopfte Nase, die ihm das Atmen erschwert. Unser Ritual konzentriert sich auf das Stillen, meist auch in Verbindung mit dem Gute-Nacht-Ritual des Goldjungen: das Vorlesen von Büchern. In diesem täglichen Ritual sehe ich eine Chance, eine ruhige, entspannte Atmosphäre zu schaffen, die alle Beteiligten (inklusive mir!) zur Ruhe kommen lässt. Im Verlauf des Vorlesens wird mir bewusst, dass nicht immer, aber immer öfter eine friedliche, harmonische Stimmung entsteht, die Sicherheit und einen bestimmten Rahmen und Ablauf vorgibt, die ein Gefühl der Zufriedenheit übermitteln können. Vorausgesetzt, die Kindern sind müde und bereit, den aktiven Part des Tages abzulegen.

Freilich gibt es sie auch diese nie enden wollenden Tage, an denen die Kinder, und zwar meist dann, wenn sie noch allzu "aufgekratzt" sind und viel erlebt hatten, diesem Ritual nicht beiwohnen wollen und können, und es erfordert viel Geduld, den "richtigen" Zeitpunkt herauszufinden, und sie in Richtung Abendritual zu motivieren, aber gleichzeitig auch ein Appell an unseren eigenen Perfektionismus, ab und an auch einmal alle 5 gerade sein zu lassen. Denn


Wir haben uns wie auch bei den 2 älteren Geschwistern, die inzwischen in ihren eigenen Zimmern schlafen, für das Familienbett entschieden. Nichtsdestotrotz leistet uns ein Gitterbett wie das Stokke Sleepi wertvolle Dienste, da wir es aktuell als Laufgitter im Einsatz haben. In den Anfangsmonaten nutzen wir die kleinste Version als fahrbaren Stubenwagen neben dem Benni's Nest.
Das modulare Bett Sleepi ist umbaufähig, erweiterbar und kann bis zum 12. Lebensjahr des Kindes als Bett verwendet werden. Ein wichtiges Kriterium für mich war die Variante als fahrbares Spielgitter auf Rollen, da die handelsüblichen Versionen meist zu groß und unhandlich für unsere Türrahmen waren. Erst bei Kind Nummer 3 habe ich den Sinn eines Spielgitters so richtig erkannt.





Bei 3 Kindern, wovon sich eines im Kleinkindalter befindet, war es mir wichtig, für das Frühlingskind einen Raum zu schaffen, in dem es sich sicher und gut aufgehoben fühlte, auch wenn ich mich kurz auf das stille Örtchen begeben musste, oder der Goldjunge sich dem Spiel mit kleinen verschluckbaren Lego-Teilen auf dem Boden oder seiner geliebten Kugelbahn widmet.





Giveaway


Heute, am ersten Advenwochenende habe ich für euch ein Giveaway geplant.

Wusstet ihr, dass Stokke auch ganz wundervolle Textilien in Bioqualität im Sortiment hat? Sie auch unabhängig von Kinderwagen oder den Kinderbetten universell einsetzbar, und man kann eine Decke einfach immer auch unabhängig von der Jahreszeit brauchen, findet ihr nicht?

Auf den Bildern seht ihr unsere Strickdecke aus Merinowolle, die bereits in den Sommermonaten an kühleren Tagen gute Dienste erwiesen hat und sehr kuschelig und weich ist.
Es gibt aber auch viele andere bunte oder einfärbige Strickdecken, die ich alle toll finde, am besten ihr schaut euch das gesamte Sortiment an, denn ihr habt die Qual der Wahl: ihr könnt euch euren eigenen Favoriten unter den Decken hier aussuchen!






Was ihr dafür tun müsst

Teilnahmebedingungen



Hinterlasse hier oder auf meinen Social Media Kanälen Facebook und Instagram einen Kommentar! Alternativ könnt ihr mir gerne auch eine Mail an titantina@hotmail.com mit Betreff 
Verlosung Stokke 
 schicken.

Die TeilnehmerInnen müssen über 18 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz innerhalb der EU haben. 
 Es ist keine Barablöse möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Zwischen „titantina“ und den Teilnehmern besteht kein Vertragsverhältnis. Es gilt österreichisches Recht.


Die Verlosung endet am Montag, dem 03.12.2018 um 21:00 Uhr.
Die Gewinnerin/der Gewinner erklärt sich nach den neuen Bestimmungen der DSGVO bereit, seine/ihre Daten für das Gewinnspiel und den Versand freizugeben.


Habt einen wundervollen ersten Advent!

Eure Tina












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26 November 2018

DIY Natürliches Adventgesteck aus Holz



Dieses Jahr habe ich das Gefühl, dass der ausgesprochen milde Herbst von besonders kurzer Dauer war. September, Oktober und November waren für uns intensive, fröhliche, aber auch sehr bewegende Monate, die wie im Flug vergangen sind. Der Goldjunge feierte seinen 3. Geburtstag, das Frühlingskind ist mobiler denn je, und beim Fräulein drehte sich alles um die Schule und auch viel um die Zukunft und den neuen Wegen, die sie nächstes Jahr einschlagen wird.
Ein guter Zeitpunkt, uns an der Natur auszurichten, um einen Gang zurückzuschalten, und uns auf die  bevorstehende Adventzeit auch mental vorzubereiten, und uns auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Das funktioniert momentan erstaunlicherweise einfach, indem ich den Blick ganz bewusst auf die Kinder richtete, insbesondere auf das Frühlingskind, der mir vor Augen hielt, welch rasante Fortschritte er in so kurzer Zeit gemacht hatte, und welch erstaunenswerten Fähigkeiten er in den letzten Monaten erlangt hatte.

Die erste weihnachtlich angehauchte Deko wurde vom Dachboden geholt, und schön langsam stimmen wir uns auch die besinnliche Zeit im Jahr ein. Mein Vorhaben ist auch dieses Jahr, mich fernzuhalten von Hektik und Stress, der mit dem Konsumwahn einhergeht. Zur Gänze schaffe ich es meist nicht, jedoch versuche ich immer wieder, Vorkehrungen zu treffen, damit ich nicht in allerletzter Minute die Geschenke beschaffe, und diese bereits über das Jahr verteilt, ganz ohne Stress besorge, wenn mir etwas Bestimmtes ins Auge sticht.
In den letzten Jahren waren es Adventgestecke aus natürlichen Materialien, die uns durch die Adventzeit begleitet haben. Obwohl ich einen "klassischen" Adventkranz auch sehr gerne mag, da er mich mit seinem frischen, nach Tannennadeln duftenden Aroma immer an meine eigene Kindheit erinnert, lande ich kurz vor dem ersten Advent wieder bei meinen geliebten Querschnitten aus Holz ähnlich diesem Modell. Voriges Jahr  in Rosetönen und bereits ein Jahr davor war es eine Vintage Schublade aus dem Sperrmüll, die ich  zweckentfremdete, indem ich sie mit weihnachtlichen Accessoires und Naturmaterialien befüllte. Hier hatte ich Eukalyptus schon ein Mal für einen Adventkranz in Verwendung.







Bei einer unserer Birken musste im Sommer krankheitsbedingt einige Äste entfernt werden, und ich konnte es nicht erwarten, mir diese für meine Dekoideen zu schnappen. Ich finde Birkenholz toll, und es bringt immer einen gewissen Touch an Natürlichkeit ins Haus.
Das Adventgesteck sollte ein Blickfang für die Kinder werden, so mein diesjähriges Vorhaben. Er sollte nicht nur die Phantasie und die Sinne ansprechen, sondern auch den Goldjungen zu Auswählen der Kerze anregen, indem ich für jede Kerze eine unterschiedliche Anzahl an Holzperlen angebracht habe, von 1 bis 4.



Material




Eukalyptus ist nicht nur optisch eine Augenweide, er verströmt auch einen besonderen Duft, der gerade in der Zeit, wo eine Erkältung die andere jagt, die Atemwege frei macht. Die roten Beeren sammelten wir auf einem Spaziergang von einem Strauch, der hier immer wieder anzutreffen ist.  Alternativ eignen sich natürlich auch Hagebutten. Um den Kerzen einen besseren Stand zu verleihen, habe ich sie auf Kerzenständer montiert. Natürlich könnt ihr bei der Zusammensetzung der Naturmaterialien eurer Phantasie freien Lauf lassen, jedoch sollte man immer darauf achten, dass die verwendeten Naturmaterialien ungiftig und unbedenklich für Kinderhände sind, falls diese mit Hand anlegen wollen.

So habe ich es gemacht


Die Querschnitte der Birke auf einem festen Untergrund (hier: Tableau) arrangieren. Die jeweilige Größe anpassen und so platzieren, dass die Figuren nicht in unmittelbarer Höhe des Kerzendochtes stehen. Ansonsten könne diese ja auch im Nachhinein umgestellt werden.
Die Kerzenständer in das Holz stecken. Entweder mit einem dünnen Bohrer oder auch anstelle der fertigen Kerzenständer mit einfachen Nägeln, auf die die Kerzen gesteckt werden.
Für den Kranz, der um die Querschnitte festgebunden wird, wie beim Herstellen eines Blumenkranzes vorgehen, indem von einem Draht (größer als der Umfang des Gesteckes) die Mitte eruiert wird. Von der Mitte aus mit Hilfe eines weiten Drahtes die Naturmaterialien abwechseln  umwickeln bis wenige Zentimeter von dem Ende. Den Draht auf beiden Enden zubinden und um das Gesteck legen. Die Kerzen mit Draht und Holzkugeln umwickeln, wobei für die erste Kerze eine Holzkugel angebracht wird, bei der zweiten 2 usw.

Fertig!








Am liebsten nachhaltig!

Für den Adventkranz kamen ausschließlich natürliche Materialien, die wir selbst zur Verfügung hatten oder auf unseren Streifzügen sammelten, zur Anwendung. So lernen die Kinder die unterschiedlichen Materialien kennen und sind schnell für das gemeinsame Basteln zu begeistern. Die Birkenstämme können auch nach der Weihnachtszeit als Deko für verschiedenste Interior Ideen weiterverwendet werden, und der Goldjunge bespielt auch gerne seine Holzeisenbahn oder seinen Bauernhof damit. Mein größer Schatz sind die schadstofffreien unbehandelten Holzfiguren, die absolut kleinkindgerecht sind, da sie aus unbedenklichen Farben auf Wasserbasis von Hand hergestellt wurden und weder spitze Ecken oder Kanten aufweisen.




Ich wünsche euch eine schöne Woche und einen stimmungsvollen ersten Advent! 

Stellt ihr euren Adventkranz am liebsten selbst her oder zieht ihr einen gekauften vor? Was sind eure liebsten Materialien?




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23 November 2018

Real life: Unterwegs mit Kindern & DIY Windeltasche mit Lillydoo*Anzeige



Eine Windeltasche für Windeln und Feuchttücher ist wohl das wichtigste Accessoire überhaupt, wenn man mit Baby und Kleinkind unterwegs ist. Über Jahre hinweg war ich der Annahme, ich wäre alleine mit einer Windeltasche - auch ohne dieser von allen Seiten als essentiell angepriesene Grundausstattung- bestens bedient. Als sich das Frühlingskind zu uns gesellte, und mit ihm auch eine zweite Ladung an Windeln, vergrößerte sich nicht nur der Inhalt unseres Gepäcks, sondern unsere Unternehmungen waren stets begleitet von dem Motto: "gut geplant ist halb gewonnen" . Und so mutierten wir zu routinierten Organisatoren von To-Do Listen jeglicher Art, die sich von nun an als treue Begleiter unserer Unternehmungen erwiesen.





Unterwegs mit titantina 

Zugegeben, ich bin zwar nicht der Ordnungsfreak par excellence, und es herrschen trotz all meinen ernst gemeinten Bemühungen und meinen unersättlichen Bestrebungen nach einem ausgeklügelten "Ordnungssystem" immer wieder chaotische Zustände, und so passiert es gelegentlich, dass sich während eines Ausfluges herausstellt, dass ich die obligatorische Trage für unterwegs, die sich immer wieder als "Retter in der Not" neben dem Kinderwagen erwiesen hat, welcher nicht allzu oft einen gewichtigen Zweck erfüllt, nämlich den des Packesels zum Verstauen sämtlicher Bekleidung für 5 Menschen, schlichtweg vergessen hatte. Zum Leidwesen aller Beteiligten, allen voran der Kinder, die sich in diesem Moment des Bedauerns nichts sehnlicher gewünscht hätten, als bereits in der Hitze des Gefechts an der Ausflugsdestination angekommen zu sein. Und zwar unabhängig davon, ob diese eine halbe Stunde oder 2 Stunden von uns entfernt lag. Menschen, die mit Kindern aller Altersstufen unterwegs sind, sind mit der Tragik, die diesen Situationen zugrunde liegt, bestens vertraut. Geduld ist nicht unbedingt die Stärke eines Kleinkindes, von unsereiner ganz zu schweigen, und eine Fahrt endet mitunter in einem lautstarken Protest von Seiten eines oder aller 3 Kinder, abhängig von entscheidenden die Fahrt bestimmenden Faktoren wie aktueller Müdigkeitspegel, der Tagesverfassung und der individuellen Frustrationstoleranz. Meistens ist es jedoch eine Kombination von mehreren Faktoren. Also allesamt Bedingungen, die einer reibungslosen, entspannten Fahrt diametral entgegenstehen und die stark an dem Nervenkonstrukt von uns, dem Fahrer der Familienkutsche einerseits, als auch der Mitfahrerin und freilich dem der Kinder rütteln. So eine Autofahrt ist eine ganz schöne Herausforderung, wenn man den Befindlichkeiten und Ansprüchen aller Kindern gerecht werden mag, was sich mitunter als ein Ding der Unmöglichkeit herausstellt. Ginge es nach dem Frühlingskind mit seinen 8 Monaten, so könnte die Fahrt bereits nach dem Anschnallen im Autokindersitz enden.







Zusammen

Um diese "wir sind unterwegs und freuen uns auf das Ziel, und vergessen dabei die Hälfte"-Situation zu entschärfen, setzen wir bereits im Vorfeld an. In Punkto Organisation heißt es zusammenhalten, und rational vorzugehen, und so haben wir eine neue Idee ins Leben gerufen, gemäß der jeder  Mitfahrende für einen Part zuständig ist, je nach Alter, eigenen Wunschvorstellungen und Ressourcen. Und wie genau sieht so eine Aufgabenteilung im Hause titantina in der Praxis aus?
Wir beginnen bereits einige Tag vor Abreise mit den Vorbereitungen, indem zuallererst die Wettervorhersage genauestens unter die Lupe genommen wird. Denn nichts wäre ärgerlicher, als nicht für eine Schlechtwetterfront ausgerüstet zu sein. Das Fräulein entscheidet bereits selbst, welche Utensilien in ihrem Rucksack landen. Der Goldjunge inspiziert noch einmal seine Tasche mit lieb gewonnenen Fahrzeugen und Büchern, die ihm die Autofahrt versüßen sollen, während Herr W -meist mit dem schwersten aller Gepäcke gesegnet- die Organisation des Lunch-Vorrats übernimmt.
Neben bekleidungstechnischer Austattung obliegt es mir, den Inhalt meiner Wickeltasche oder meines Rucksackes, am besten jedoch aller beider, strategisch klug und vor allem durchdacht, zu organisieren.



Grundausstattung 

Zu den Windeln in der Windeltasche gesellen sich natürlich auch die Lillydoo Feuchttücher. Da ich, wie ihr bereits wisst, großen Wert auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe von Produkten zur Babypflege lege, und diese frei nach dem Motto "weniger ist mehr" auswähle, kommen mir die Lillydoo Feuchttücher sehr entgegen.
In den ersten Monaten hatten wir lediglich natürliche Watte und warmes Wasser im Einsatz, gerne auch in Kombination mit einem selbst angesetzten Kamillen/Calendula-Extrakt, um Hautrötungen in diesem sensiblen Bereich vorzubeugen. Mein Hintergedanke war es, zur Gänze auf chemische Zusatzstoffe bei den Feuchttüchern zu verzichten. In Folge der frühen Mobilität des Frühlingskindes stiegen wir auf Feuchttücher um, da es mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit war, das Baby auf der Wickelkommode zu platzieren, ohne dass Gegenstände, mitunter auch das Wasser in der dafür vorgesehenen Schüssel, und sämtliche andere Utensilien, die sich auf der Kommode tummelten, uns um die Ohren flogen oder gar auf dem Boden landeten oder mit großer Experimentierfreude inspiziert wurden.

Auch für Unterwegs haben sich die Feuchttücher bestens bewährt. Sie finden Platz in der Windeltasche, die ihr in nur wenigen Schritten anhand des Näh-Tutorials, das ich für euch vorbereitet habe, nähen könnt.

Wir haben uns für die Feuchttücher mit 99% Wasser entschieden, komplett geruchlos, da sie ganz ohne Parfum auskommen. Ich bin ohnehin der Meinung, dass Parfum und Duftstoffe jeglicher Art in Pflegeprodukten für das Babys verzichtbar sind, denn durch ihren Einsatz wird der "natürliche" Duft eines Babys überdeckt.

Bei uns sind die Feuchttücher darüberhinaus als reinigende Tücher für unser Beikostbaby im Einsatz, und eignen sich nebenbei- so wie ich die Erfahrung in unserem 3-Kinder-Haushalt gemacht habe -  für alle Altersstufen, da sie gut und zugleich mild reinigen.

Ein weiteres Kriterium für unsere Wahl der Feuchttücher war die geringe Anzahl der sehr gut hautverträglichen Inhaltsstoffe, deren Reißfestigkeit und deren angenehmer Griff. Die Feuchttücher sind sogar biologisch abbaubar, alles in allem ausschlaggebende Gründe, dass ich sie zu meinen absoluten Lieblingsprodukten von Lillydoo erkoren habe.





Damit wir unser Gepäck für Unterwegs besser strukturieren können, empfiehlt es sich, dass die Windeltasche in jeder noch so herausfordernden Situation, nämlich genau dann, wenn es extraschnell gehen muss, griffbereit oben aufliegend in die Wickeltasche gepackt, oder in einem separaten Fach im Inneren verstaut wurde. Ich wette, über dieses Dilemma könnt ihr ein Lied singen, stimmt's ?

Die Größe der Tasche ist bewusst so konzipiert, damit auch mehrere Windeln und Windelgrößen darin Platz finden, und diese dank des außen liegenden Gummibandes nicht herauspurzeln. Somit kann es je nach Anzahl der Kinder auch vorkommen, dass die Tasche sehr voluminös ausfällt. Aber immerhin besser, als sich auf die Suche nach den verstreuten Windeln im Innenleben der Tasche zu begeben.


Tutorial


Material

Maßangaben inkl. Nahtzugabe


1.) 2x Stoff Innenfächer für innen (hier: robuster Canvas in Naturfarben wegen guter Stabilität)

2 Teile:

-) Feuchttuchfach 17 x 27cm
-) Windelfach 16 x 27cm

2.) 2x Stoff Innenfächer aussen blau (gegebenenfalls laminiert)

2 Teile:

-) Feuchttuchfach 17 x 27cm
-) Windelfach 16 x 27cm



3.) 1x Tasche Aussenstoff und in derselben Größe 1x Innenstoff (hier: Weiss, auf dem Fotos unter dem Aussenstoff liegend)

37 x 27cm

4.) 1x Aussenstoff für die Lasche
17 x 7cm

5. ) optional Label (hier: Lederrest) in Wunschgröße
6.) elastisches Band/Gummiband in 30 cm Länge

optional: aufbügelbare Vlieseline bei dünneren Stoffen/leicht transparenten Stoffen




So habe ich es gemacht:


Zuerst alle Teile bügeln und zuschneiden.

Windelfach : Die 2 Teile für das innen liegende Windelfach rechts auf rechts legen und zusammennähen. Versäubern, an der Naht falten, sodass die rechten Seiten außen liegen. Neben der Naht von rechts bügeln. Knappkantig von rechts absteppen. Teil beiseite legen. 

Feuchttuchfach: den ovalen Ausschnitt (ca. 9cm lang und 5cm breit) auf den Stoff zeichnen (siehe unten), und dabei darauf achten, dass der Ausschnitt leicht nach links versetzt aufgezeichnet wird wegen der hinzukommenden Nähte. Sprich, das Loch muss auch nach dem Zusammennähen der Tasche mittig sein.
Die 2 Stoffe für das Fach rechts auf rechts legen und auf der gezeichneten Linie für das Loch mit möglichst kleiner Stichlänge zusammennähen. 
Mit einer Schere vorsichtig den Innenteil des Loches herausschneiden und bis knapp zu der Naht einschneiden. Wenden, indem man den Innenstoff durch das Loch zieht.
Bügeln. 



Die offenen langen Kanten einer Seite nach innen klappen und bügeln. Von rechts knappkantig absteppen (siehe unten). Nun das Label mittig an dem Aussenstoff anbringen. Dabei auf den Anstand zur Kante achten, damit es nicht zu nah an der Kante platziert wird, da diese später zusammengenäht wird.

Die Lasche nähen indem beide langen Kanten nach innen geklappt werden. Bügeln. In der Mitte falten und an der langen Kante von rechts absteppen.


Alle Teile der Windeltasche sind nun fertig. 


Sie müssen nur noch der richtigen Reihenfolge nach zusammengenäht werden.

Ihr legt die Teile wie folgt vor euch auf (von unten liegend beginnend):

Innenstoff weiss (rechte Seite schaut zu euch)
  Windeltasche und Feuchttuchtasche (rechte Seite schaut zu euch)
Lasche in der Mitte falten und mittig (abmessen!) platzieren, zeigt nach innen
Gummiband auf der Feuchttuchtasche fixieren

Zum Schluss der Aussenstoff mit der linken Seite zu euch schauend (rechte Seite zeigt nach unten)


Rundherum feststecken und zusammennähen. Achtet darauf, eine Wendeöffnung frei zu lassen, die nicht zu klein sein sollte. Ich empfehle mindestens 10cm an einer Kante. nach Wahl
Ecken abschneiden. Versäumen.

Durch die Wendeöffnung wenden und bügeln.

Fertig!






Ich wünsche euch viel Freude beim Nähen!


Wie organisiert ihr euch am besten, wenn ihr mit Kindern unterwegs seid? Auf was achtet ihr und was ist euer liebster Begleiter, den ihr nicht missen wollt? 
Habt ihr auch immer eine Windeltasche mit im Gepäck oder findet ihr sie unnötig?


Eure Tina









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16 November 2018

Rucksack von Schwedenmädchen -Creative moms & Giveaway /Anzeige

Rucksack


Eine Wickeltasche gehört zum Standardaccessoire jeder Mutter. Jedoch konnte ich mich, obwohl es ein inzwischen unüberschaubares Sortiment an Wickeltaschen in den verschiedensten Designs und Bedürfnisse gibt,  mit den klassischen Wickeltaschen nicht so richtig anfreunden. So begab ich mich erneut auf die Suche nach einer nachhaltigen Alternative aus dem Handmade Bereich. Mein oberstes Ziel war es, dass diese Tasche auch nach der Baby-und Kleinkindära als ganz normale Tasche, die sowohl praktische Features besaß und mich optisch überzeugte, verwendbar war. Da ich mitunter stundenlang mit Tage oder dem Tragetuch unterwegs bin, sollte es keine Schultertasche sein, sondern mein Augenmerk lag auf einem Rucksack.

Auf der Suche nach einem regionalen Label wurde ich beim Schwedenmädchen fündig. Große Taschenliebe von Anbeginn an! Ihre bezaubernde umfangreiche Taschen-Kollektion mit Taschen und Täschchen jeglicher Art, von Festivalbags über Schultertaschen, Rucksäcken zogen mich auf Anhieb in ihren Bann, und sie sind auch für den kleineren Geldbeutel absolut leistbar. Claudia, die sympathische Designerin und Näherin der stilvollen Unikate, kommt aus Oberösterreich, und sie hat ein besonderes Faible, das sich nicht nur in der Namensgebung sondern auch in ihrem Design wiederspiegelt: die Liebe zum skandinavischen Design.



Handmade Rucksack Backpack




Sie hat ein besonderes Gespür für harmonische Farben-und Musterkombinationen, und das spiegelt sich nicht nur in ihren Taschenkollektionen wieder, sondern sie hat ein ausgeprägtes Händchen, was Interior und Deko betrifft, wie ich immer wieder auf ihrem Instagram Account bewundern konnte.
Ein Farbpalette, bei der man am liebsten alle Taschen in den Warenkorb legen würde.

Eine Auswahl aus dem tollen Taschensortiment zu treffen war freilich keine einfache, da ich mir eingangs auch eine ihrer wundervollen Schultertaschen gut vorstellen konnte. Jedoch habe ich mich letztendlich für die Rucksackversion entschieden: dem Rolltop Rucksack Stockholm in dezentem Puder kombiniert mit Grau. Obwohl ich die Muster und Designs ihrer geschmackvollen Taschenkollektion liebe, fiel die Entscheidung auf ein dezentes unifarbenes Modell, mit dem Ziel, ihn möglichst einfach und saisonunabhängig kombinieren  zu können, da ich hin und wieder auch gerne Bunt und Gemustertes trage, und so passt der Rucksack für jede Gelegenheit.






Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hat er mich auch auf unserem Sommerurlaub in die Berge Osttirols begleitet, und war mein treuer Begleiter auf unseren Spaziergängen und all unseren Unternehmungen mit Baby in der Trage. Ja sogar im Wald ist er immer mit dabei, und bis dato musste er noch nicht einmal gereinigt werden, was ich auf das schmutzabweisende Material zurückführe.

Liebe zum  Detail

Die Außenseite des Stockholm Roll-tops besteht aus robustem kuschelig weichen Möbelvelours kombiniert mit dunkelgrauem Stoff und appliziertem Schwedenmädchen Label an der Vorderseite. Das Design der neuen Modelle wurde übrigens kürzlich überarbeitet. Um den Tragekomfort zusätzlich zu erhöhen wurden etwas breitere Tragegurte angebracht. Sowohl Gurte als auch der Verschluss sind verstellbar und sind aus vegetabil gegerbtem Rindsleder gefertigt. Ein Kriterium, das mich neben Design und Funktionalität sehr angesprochen hat.
Um zusätzlichen Stauraum im Innenleben für kleine Dinge wie Handy und Schlüssel zu schaffen, und ich denke, jede Frau kennt das Dilemma vom Taschenchaos, wurde der Rucksack mit 2 kleinen Fächern ausgestattet. Die Höhe des Rollstops kann ganz je nach Bedarf variabel mittels Verschluss eingestellt werden. Dafür rollt man, ganz wie der Name vermuten lässt, die Oberseite des Beutels nach unten oder klappt sich um. Ich verwende beide Varianten sehr gerne.







Momentan sind ihre Taschen sowohl auf diversen Designmärkten als auch im 's Fachl Linz, `s Fachl Salzburg, `s Fachl Hamburg, `s Fachl-Eck Glüxmomente Wels, `s Kastl Innsbruck, und im Kielfalt in Kiel erhältlich.

Ein eigener Onlineshop ist in Planung.


Die nächsten Markttermine sind:
Kunst- und Designmarkt Graz, Seifenfabrik, 17. + 18.11.18   http://www.kunst-designmarkt.at/graz/
Kunst- und Designmarkt Salzburg, Panzerhalle, 24. + 25.11.18  http://www.kunst-designmarkt.at/salzburg/



Interview


Claudia, du bist selbst Mutter von 3 Kindern. Wenn ich mich mit kreativen Müttern unterhalte, dann fällt auf: bei einem Großteil hat sich parallel zur Mutterschaft die Kreativität neue Wege gebahnt. Aus einem Hobby wurde vielleicht sogar eine Idee, sich auch beruflich der Kreativität zu verschreiben. Wie begann es bei dir mit dem Nähen?

Es hat sich einfach so ergeben mit der ersten Tasche, die ich mir 2009 genäht hatte. Weil ich im Handel keine fand, die für meine Bedürfnisse perfekt war, habe ich mir einfach selbst eine angefertigt, ohne große Vorkenntnisse. Ich hatte aber immer schon einen starken Bezug zum Selbermachen, meine Mama war eine tolle Hobbyschneiderin und meine Oma hat mir als Kind das Häkeln und Sticken beigebracht. Kleider für Puppen und Barbies habe ich schon früh selbst genäht.

Den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen erfordert viel Mut und Selbstvertrauen. An welche Höhen und Tiefen wirst du dich immer zurückerinnern?

Da fällt mir spontan mein erster Verkauf auf DaWanda im Juli 2011 ein. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass diese nette Dame aus Deutschland wirklich meine Tasche kaufen möchte und war so aufgeregt. Auch an meinen eigenen kleinen Laden, den ich zwei Jahre geführt habe, erinnere ich mich gerne zurück. Vor allem werde ich mich immer an den 1. September 2018 erinnern, denn seit diesem Tag bin ich sozusagen hauptberuflich das Schwedenmädchen. All die Jahre vorher hatte ich immer einen anderen Hauptjob – zuletzt sogar im Landesdienst - und mein kleines Unternehmen lief nur nebenher. Die Entscheidung erforderte viel Mut und es dauerte ein halbes Jahr, bis es soweit war. Aber nun freue ich mich jeden einzelnen Tag darüber. Tiefen gehören dazu, aus ihnen lerne ich viel. Es ist für mich jedoch nicht so, dass ich mich daran erinnern muss. Ich bin ein sehr positiver Mensch und schaue grundsätzlich nach vorn.


Was war dein allererstes genähtes Unikat, an das du dich erinnern kannst?

Meine erste selbstgenähte Tasche – komplett nach eigenem Schnittmuster. Dafür, dass ich eigentlich keine Ahnung hatte, wie man es richtig macht, war es
ein ganz schön aufwendiges Modell mit verstellbarem Träger und Innenfutter, sogar eine kleine Applikation habe ich angebracht. Und ich war so stolz auf diese Tasche.

Wie entstand die Idee, sich auch beruflich dem Nähen zu widmen?

Dieser ersten Tasche, die ich 2009 genäht hatte, sollten noch viele weitere folgen, erst für den Verwandten- und Bekanntenkreis, dann auch für kleine Handwerksmärkte, aber nur hobbymäßig. 2011 habe ich dann aufgrund der großen Nachfrage meinen Mut zusammengenommen, das Gewerbe angemeldet und meinen ersten DaWanda-Shop eröffnet. Das war quasi der Start von Schwedenmädchen bags & more.

Warum gerade Taschen?

Ich bin eher der praktisch veranlagte Typ, ich mag zwar Sachen die schön sind, aber sie müssen immer auch funktionell sein. Das kann man bei Taschen und Rucksäcken einfach toll umsetzen. Außerdem finde ich, dass Taschen die Persönlichkeit der Besitzerin total widerspiegeln. „Zeig mir Deine Tasche und ich sage Dir wer Du bist“ sozusagen. Das finde ich sehr reizvoll, herausfordernd und interessant. Deshalb versuche ich, Produkte zu entwerfen, mit denen sich die Kunden auch identifizieren können, die auf möglichst viele Bedürfnisse zugeschnitten sind und lange Freude bereiten.




3 Kinder, Haushalt, Job. Das klingt nach jeder Menge Arbeit. Wir schaffst du es, alles unter einen Hut zu bringen? Wann arbeitest du?

Das klappt manchmal besser, manchmal nicht so gut. Meine Kinder sind ja mittlerweile schon recht groß, meine Tochter ist sogar schon fast mit ihrem Studium fertig. Ich arbeite von zuhause aus, das erfordert wirklich viel Disziplin, denn es wäre nebenher ja immer was zu erledigen – die Waschmaschine ist fertig, der Geschirrspüler piepst, oder es ist jemand an der Tür der Lust auf ein Schwätzchen hat. Ich versuche, da aber sehr strikt zu sein. Hauptsächlich arbeite ich vormittags, kümmere mich dann um Mittagessen und Haushalt, dann geht es weiter. Je nach Auftragslage/Vorbereitung für Märkte kommen dann auch Abendstunden und die Wochenenden dazu. Das alles geht allerdings nur, weil ich die volle Unterstützung und das Verständnis meiner Familie habe.

Was nähst du am liebsten und welche Materialien haben es dir besonders angetan?

Derzeit macht mir das Anfertigen unserer Rolltop-Rucksäcke am meisten Spaß. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von mir und meinem Mann, ich bin für Design-, Farb- und Stoffauswahl zuständig, er für das Vorbereiten und Anbringen der ganzen „Hardware“ wie Lederriemen etc.  Jetzt im Herbst arbeite ich gerne mit wasserfesten Materialien und groben, strukturierten Stoffen. Die Haptik ist mir dabei ganz wichtig, es muss sich gut anfühlen für mich. Ebenso mag ich Kontraste in der Materialauswahl unheimlich gern.


Woher beziehst du die Stoffe?

Hauptsächlich von Großhändlern aus dem skandinavischen Raum. Wir arbeiten auch mit Firmen aus der Polstermöbelindustrie zusammen, die Stoffe sind aufgrund ihrer Robustheit sehr gut für unsere Produkte geeignet, noch dazu werden sie laufend überprüft. Auf unseren Reisen in den Norden entdecken wir immer wieder neue tolle Materialien für unsere Produkte. Generell versuchen wir, Stoffe auch aus Überschussproduktion und vor allem regional zu beziehen, das ist leider nicht immer einfach, denn viele Firmen beschäftigen sich noch nicht wirklich mit Nachhaltigkeit. Es kann jedoch auch passieren, dass ich im Sozialkaufhaus oder auf dem Flohmarkt ein paar Meter tollen Stoff entdecke, aus der dann eine kleine Kollektion entsteht.


Bunt oder minimalistisch?

Ich würde sagen beides. Die Schnitte, die ich entwerfe, sind von der Form her eher klar und strukturiert. Bei den Stoffen darf es dann aber auch mal Farbe sein, allerdings eher in gedeckten, pastelligen Tönen.


Welches Taschenmodell ist dein persönlicher Favorit?

Ganz klar unser Rolltop-Rucksack STOCKHOLM – nicht zuletzt weil ich ihn mit meinem Mann gemeinsam entworfen habe.



Deine Liebe zu Skandinavien ist offensichtlich. Woher rührt sie? Was ist das Besondere, was dich mit Skandinavien verbindet?

Das haben schon viele gefragt, leider kann ich es nicht genau beantworten. Als ich 1999 zum ersten Mal in Stockholm war, habe ich mich in diese schöne
Stadt komplett verliebt. Mittlerweile haben wir ja schon mehr von Schweden gesehen und ich kann sagen, dass ich einfach den schwedischen Lifestyle mag und die schwedische Natur finde ich großartig. Und: die Skandinavier sind ja Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit – diese Themen sind mir persönlich wahnsinnig wichtig. Schwedische Designer wie Lotta Jansdotter oder Lotta Kühlhorn finde ich toll, ihre Arbeit inspiriert mich sehr.



Welche Urlaubsdestination in Schweden kannst du uns besonders ans Herz legen?

Stockholm ist definitiv immer eine Reise wert – diese Stadt bietet einfach für jeden was. Auch mit Kindern gibt es da viel zu Sehen und zu Erleben. Kleinere Orte wie Mariefred oder Gränna am Vätternsee sind wunderschön - das ist wirklich Bilderbuch-Schweden.



Wo siehst du Schwedenmädchen in 3 Jahren? Gibt es neue Ideen, Projekte, die darauf warten, umgesetzt zu werden?


Ich plane eigentlich nie weit voraus – aber Ideen gibt es genug. Natürlich möchte ich unsere Produkte in Bezug auf Langlebigkeit und Funktionalität weiterentwickeln und in Zukunft weiter verstärkt mit regionalen Firmen zusammenarbeiten. Mir ist auch wirklich wichtig, mehr Leute zum Umdenken zu bewegen. Weniger Massenware aus Fernost, die unter schlechten Arbeitsbedingungen und zu unfairen Löhnen hergestellt wurde. Mehr mit viel Liebe handgefertigte Produkte, vielleicht sogar aus der Region, an denen man lange Freude hat - auch wenn es mal ein bisschen mehr kostet.  Und irgendwann ein eigenes Atelier oder eine Werkstatt zu haben, um Beruf und Privatleben ein bisschen besser trennen zu können – das wäre schön.
Auf jeden Fall wird es eine kleine Umstrukturierung geben im Jahr 2019 – wir sind ja jetzt zu zweit und unsere Produkte haben sich im Laufe der Zeit auch sehr verändert. Das neue Jahr wird für uns also spannend und ich freue mich schon sehr darauf!






Giveaway

Für euch, liebe LeserInnen meines Blogs und für meine Follower auf Instagram und Facebook habe ich gemeinsam mit Schwedenmädchen ein Giveaway für euch!

Ihr könnt diesen wunderschönen Rolltop in Grau gewinnen!



Teilnahmebedingungen



Hinterlasse hier oder auf meinen Social Media Kanälen Facebook und Instagram einen Kommentar! Alternativ könnt ihr mir gerne auch eine Mail an titantina@hotmail.com mit Betreff 
Verlosung Schwedenmädchen
 schicken.

Die TeilnehmerInnen müssen über 18 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz in Österreich oder Deutschland  haben.
 Es ist keine Barablöse möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Zwischen „titantina“ und den Teilnehmern besteht kein Vertragsverhältnis. Es gilt österreichisches Recht.


Die Verlosung endet am Sonntag, dem 18.11.2018 um 21:00 Uhr.
Die Gewinnerin/der Gewinner erklärt sich nach den neuen Bestimmungen der DSGVO bereit, seine/ihre Daten für das Gewinnspiel und den Versand freizugeben.


Habt einen guten hoffentlich sonnigen Start ins Wochenende!

Eure Tina







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