14 August 2018

DIY Musselin Babyshirt - Tutorial


Wenn die Temperaturen zum Nachdenken anregen, ob man a) das wohltemperierte Zuhause mit Baby überhaupt verlassen soll oder b) doch besser ein schattiges Plätzchen in der Nähe von kühlendem Nass aufsuchen sollte, dann ist es Zeit für die angenehmste Kleidung, die man sich in den heißen Sommermonaten vorstellen kann. Ihr wisst: ich bin ein großer Fan bon Musselin und habe mich diesbezüglich schon mehrmals geoutet. Ob als Kopfbedeckung oder ganz simpel als Schal in der Übergangszeit, vor allem im Sommer kommen die besonderen Qualitäten zum Vorschein. Das Frühlingskind ist- ähnlich wie seine große Schwester- ein echter Tragling. In den wenigen Monaten waren wir wenige Male, die man an einer Hand abzählen kann, mit dem Kinderwagen unterwegs, jedoch bin ich innerhalb kürzester Zeit flugs wieder auf die Tragevarianten umgestiegen, nachdem er lautstark und vehement mit Leibeskräften, sein Unbehagen bekundete. So wie es bei tiefen Temperaturen der Fall ist, ist man natürlich auch bei sengender Hitze stets bemüht, die bekleidungstechnisch optimale Variante für Tragling und Tragende herauszufinden. Nach einigen Überlegungen und Testläufen bin ich letztendlich beim Musselin hängengeblieben. Nicht nur wegen seiner angenehmen Tragequalität sondern auch wegen seiner Zusammensetzung. Bekleidungsstücke aus 100% Baumwolle stellen für mich unumstritten die Vorreiter bei sommerlicher Bekleidung dar. So haben wir bei sommerlichen Temperaturen immer zu einem leichten ärmellosen Body und als zusätzliche Schicht gegriffen, um auch Arme und Beine zu bedecken, die während des Tragens der Sonne ausgesetzt sind. Und ich muss sagen, nichts kommt an die Leichtigkeit und Feinheit von Musselin heran.









 

Strickhose aus Merinowolle von Van Beren *Werbung
Kurzerhand ist aus einem eigenen Schnitt, an dem ich selbst Hand angelegt habe, und der für das Frühlingskind in Größe 62/68 konzipiert wurde, eine leichte unisex Bluse entstanden. Ich mag die neutrale Version mit unifarbenem Musselin sehr gerne, weil sie perfekt zu kombinieren ist, und dabei auch noch für beide Geschlechter niedlich aussieht. Ein Look, der einen Hauch Vintage versprüht und, wenn man sich in diversen hippen Kindermodenlabels umsieht, auch noch top angesagt ist.
Also nichts wie ran an die Nähmaschine und in Kürze ist das Nähprojekt, das sich übrigens auch absolut für NähanfängerInnen eignet,fertig.



Das Schnittmuster für die langärmelige Bluse/Hemd für Größe 56/62/68 besteht aus nur einem Teil, da die Ärmel - wie ein Dolman Top - nicht separat angenäht werden, sondern schon in das Vorderteil, das auch gleichzeitig das Rückenteil ist,  integriert sind. Das Top ist mitwaschend, je nachdem, wie lange ihr Ärmel und Bund lässt, je nach Wunsch können individuelle Modifikationen ganz simpel nach eigenen Vorstellungen vorgenommen werden.
Ich habe für mich die einfachste Variante gewählt: die Ärmel werden hier um einige Zentimeter verlängert und anschließend aufgekrempelt. Den Bund habe ich nur mittels Zickzackstich offen vernäht, da ich den undone Look sehr gerne mag, und dabei besteht dennoch keine Gefahr, dass sich die offene Stoffkante ausfranst.

Schnittmuster Teil 1 könnt ihr hier und Teil 2 hier downloaden.


Material:

Double Gauze Musselin
Elastisches Band (je nach Kopfumfang variabel)


So habe ich es gemacht:

Vorder-und Rückenteil mit Nahtzugabe (ist im Schnittmuster nicht enthalten) zuschneiden. Beachte dabei, dass die Länge der Ärmel variieren kann, je nach Wunsch (siehe oben). Die offenen Kanten an Kragen versäubern.
Vorder-und Rückenteil rechts auf rechts legen und an den Seitenkanten zusammennähen. Versäubern. offene Kante des Kragens auf links umschlagen (Achtung: hier wird danach das elastische Band durchgefädelt, daher auf die Breite- etwas Sicherheitsnadelgross- achten!), feststecken und knappkantig feststeppen. Dabei eine kleine Öffnung lassen. Durch die Öffnung wird im Anschluss mithilfe einer Sicherheitsnadel das elastische Band gefädelt und an den Enden entweder verknotet oder bei breiterem Elastikband zusammengenäht. Öffnung schließen.
Auf rechts wenden und Bund mittels Zickzackstich versäubern oder je nach Wunsch vernähen.
Dasselbe gilt für die Ärmel. Fertig!


Aus dem Musselin in Braun sind übrigens noch weitere Favoriten unserer Babybekleidung wie ein Romper entstanden. Mehr dazu in den kommenden Wochen!




Welche Kleidungsstücke zählen für euch zu den alltime Sommerfavoriten, die in keinem Kleiderschrank fehlen dürfen?



Habt eine schöne hoffentlich nicht allzu heiße Woche!

Eure Tina












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09 August 2018

Achtsamkeit im Wochenbett - Podcast von 40und8



Die Zeit des Wochenbettes ist eine besondere wertvolle, und ihr liegt ein ganz eigener Zauber zugrunde. Sie ist intensiv, atemberaubend und fordernd zugleich. Die neue Familienkonstellation erfordert  Neuerungen und Anpassungen, vom jüngsten bis zum ältesten Familienmitglied. Momente des Glücks und der Begeisterung für das winzige Menschenkind können mit turbulenten Phasen, in denen es anmutet, die Welt würde auf dem Kopf stehen, einhergehen.


In meinem Artikel Achtsamkeit im Wochenbett habe ich mich dieser einzigartigen und zugleich anspruchsvollen Zeit gewidmet. Es ist ein sehr persönlicher Text, der in der Zeit meines dritten Wochenbettes heraus entstanden ist.
Umso mehr freue ich mich darüber, dass Rosanna auf ihrem wundervollen Blog 40 und 8 , der sich den Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in tiefgründiger und feinfühliger Weise widmet, und meine 2 Texte in ebenso wundervoller einfühlsamer Weise vertont hat. Ein Podcast zum Reinhören, Mitfühlen und "sich inspirieren lassen", welcher meine eigenen Emotionen dieser unvergesslichen Zeit wieder aufleben ließ. 


Hier geht's zum Podcast zum Achtsamkeit im Wochenbett und wer ihn noch nicht kennt hier zu meinem Blogbeitrag im Original.




Habt eine schöne Woche!

Eure Tina

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07 August 2018

Ein woombike fürs Fräulein *Anzeige



Wir sind Schnäppchenjäger, stets auf der Suche nach Artikeln aus zweiter Hand. Ein neues Rad ist eine Investition, an die wir bis heute nie gedacht hatten, denn bis heute wurden uns alle Kinderräder von Freundeskreis bzw. Bekanntenkreis geschenkt. Einmal von einem Profi überholt und auf Unfallfreiheit und Sicherheitsstandards geprüft wurde den Rädern von Kleinkindalter an ein neues Leben eingehaucht. Beginnend mit einem Laufrad über Kinderräder in verschiedensten Größe und Ausführungen. Umso größer war die Freude von Seiten des Fräuleins, als sie vor kurzem ein nagelneues, sonnengelb leuchtendes Kinderrad von woom ihr eigen nennen konnte.

Raus in die Natur

Das Fräulein liebt die sportliche Betätigung von Schwimmen über Leichtathletik und Radfahren, und da wir uns täglich in der Natur aufhalten, kam dieses Rad wie gerufen.
Mit dem woom radelt das Fräulein mühelos nicht nur über Stock und Stein, sogar die Blumenwiese mit dem hohen Gras stellt kein Hindernis für sie dar. Es macht den Eindruck, als wäre das Fahren eine Leichtigkeit, während ich mich mit dem Kinderwagen über die unebenen Stellen quäle. Unser Fazit: Der erste Eindruck trügt nicht. Das woom bike ist absolut gelände-und offroadtauglich, und wir sind uns einig: da wird es für jedes herkömmliche Mountainbike schwierig, mitzuhalten!



 


Fliegengewicht auf 2 Rädern

Unser Haus befindet sich auf einer Anhöhe, und daher gestaltet es sich im Alltag relativ schwierig, die Räder wegen der Abschüssigkeit des Areals unterzubringen. Wir hielten deshalb schon seit längerem Ausschau nach einem leichten Rad, welches einem Erwachsenen ermöglicht, ohne größtmögliche Anstrengungen das Rad über die Treppen zur Straße hinunter zu hieven. Eine Herausforderung für mich als 3-fach Mama, der ich ehrlich gesagt nicht ganz gewachsen war, und die mir desöfteren die Schweißperlen auf die Stirn trieb, vor allem dann, wenn plötzlich ganz unerwartet der Regen einsetzte, und das Frühlingskind in der Trage wegen Stillstandes unruhig wurde, zu quengeln begann und letzen Endes auch noch der Goldjunge lautstark seinen Protest verkündete, weil er - wie könnte es anders sein - auch sein geliebtes Laufrad in den Händen halten wollte. Und zwar jetzt sofort und nicht etwa, nachdem ich das schwere Rad des Fräuleins die steilen Stufen hinuntergetragen hatte. Glaubt mir, meine standardmäßige Beschwichtigung "Ich kann nur eines nach dem anderen machen" stößt auch hier wieder einmal auf seine Grenzen. Ich denke, ihr wisst wovon ich spreche!
Somit war nicht nur des Fräuleins Freude riesengroß, sondern auch meine Freude beim ersten Testheben des Fahrrades war ungebrochen. Mit 5,15 kg Eigengewicht ist es tatsächlich das leichteste Kinderrad der Welt und 40% leichter als herkömmliche Kinderräder, was sich wiederum positiv auf das Fahrgefühl auswirkt. Ein stabiles Kinderfahrrad, ohne viel Schnickschnack und in einem satten, fröhlichen Gelb und ohne unnötigen Firlefanz, da kam auch ich ins Schwärmen und ich denke mir insgeheim: "so ein Rad hätte ich eigentlich auch gerne!"








Bestens beHELMt

Der woom Helm sticht nicht nur ins Auge und hat für jedes Kind die passende Farbe auf Lager, er hat auch aus gutem Grund schon etliche Awards eingeheimst. Anders als die herkömmlichen Fahrradhelme für Kinder trägt er durch seine spezielle Passform dazu bei, dass er exakt an die jeweilige Kopfgröße und die Proportionen eines Kindes- und nicht eines Erwachsenenkopfes angepasst werden kann. Durch die Formgebung wirkt er sicherer und ganzheitlicher, sprich, er bietet Schutz auch an Stellen, die ansonsten ungeschützt wären, wie Schläfen und Hinterkopf. Auch das Bumper-Visier an der Vorderseite zum Schutz des Kopfes ist ein besonderes Feature, und erinnert mich ein klein wenig an Motorradhelme. Sehr praktisch und eigentlich ein essentieller Sicherheitsfaktor, wenn man bedenkt, für welche Körperteile bei einem potentiellen Sturz besondere Schutzvorkehrungen getroffen werden sollten. Vor allem wenn ich mich daran zurückerinnere, wie der Goldjunge einst mit dem Laufrad bei einer Steigung vornüber mit dem Kopf an eine Mauer geprallt ist!




 Die einsetzbaren und herausnehmbaren Polster dienen der Feinjustierung, damit der Helm auch bestens sitzt und nicht verrutscht. Das Fräulein freut sich auch über die neue gewonnene Freiheit, den Helm ohne Hilfestellungen unsererseits, und vor allem ohne der Angst, sich selbst einzuzwicken (sowie es leider schon etliche Male davor passiert ist), den Helm zu schließen, und sogar selbst mittels Drehrad am Hinterkopf zu verstellen. Das An-und Ablegen ist kinderleicht mittels Magnetverschluss möglich, und das Fräulein hatte den "Dreh" bereits beim ersten Probetragen heraußen. Nicht nur während der heißen Sommertage kann so ein Helm ganz schön ins Schwitzen bringen, weswegen der Helm an der Oberseite mit längs verlaufenden Lüftungsschlitzen an der Oberseite ausgestattet wurde.


Upcycling und Nachhaltigkeit


Auf Nachhaltigkeit legen wir großen Wert, und wir versuchen in all unseren Lebenbereichen unsere Ideen und Vorstellungen über einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen so früh wie möglich an die nächste Generation weiterzugeben. Und dies geschieht bei uns ganz ohne Druck, da wir unser Engagement dafür in unseren Alltag und allen Lebensbereichen integrieren.
So kam es uns sehr gelegen, dass auch die woom bikes einen ganz besonderen Ansatz von Nachhaltigkeit vertreten. "Aber wie kann ein Radhersteller die Prinzipien von Nachhaltigkeit in seiner Philosophie verankern?" so meine ersten Gedanke zur Thematik, mit dem Wissen, dass für viele Firmen die neue Ideologie der Nachhaltigkeit mehr als aktuelle gut zu verkaufende Marketingstrategie  und den Verdacht schürt, es wäre kein wahrhaftiges Interesse an diesen Thematiken vorhanden.

Woom ist mobil klimaaktiv-Partner und hat sich mit dieser Kennzeichnung zum nachhaltigen ressourcenschonenden Umgang mit unseren Ressourcen verpflichtet. Die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums Nachhaltigkeit und Tourismus hat sich zum Ziel gesetzt, zu zeigen, dass durch eine intelligente umweltschonende Nutzung von Ressourcen Mobilität gefördert werden kann. Was bedeutet das für die woom bikes? Räder gelten als umweltschonende Emissionen vermeidende Alternative im Straßenverkehr, und die Allgemeinheit weiß: Bewegung hält uns fit, ist gesund aus körperlicher und psychischer Ebene und besitzt nebenbei auch noch einen erheblichen ökonomischen Faktor.

Woom hat ein einzigartiges upCYCLING-System kreiert, das allen BesitzerInnen eines woombikes ermöglicht, ihr altes zu klein gewordenes Fahrrad gegen ein neues in passender Größe einzutauschen. In der Praxis sieht das so aus, dass für das alte Fahrrad bei einer einmaligen Bezahlung des upCYCLING Mitgliedschaftsbeitrages beim Kauf eines neuen Modells 40 Prozent des Kaufpreises rückerstattet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen (die Fahrtüchtigkeit muss gegeben sein und das Rad darf nicht älter als 2 Jahre sein) kann das Rad kostenfrei an woom retourniert werden. Nachdem die Fahrtüchtigkeit fachmännisch auf Herz und Nieren von der Montageabteilung geprüft wurde, erhält man 40% des Kaufpreis zurück. Hier erfahrt ihr die detaillierten Schritte, wenn ihr ein woombike retournieren wollt.






Und was passiert mit den alten Rädern?

Die Lebensdauer eines woom Bikes entspricht ganz klar dem Konzept der Nachhaltigkeit. Auch wenn das Bike minimale Macken aufweisen sollte, wird es in der Werkstätte in Klosterneuburg aufbereitet und wartet auf Willhaben auf den neuen Besitzer oder die Besitzerin, denn woom Bikes sind nicht nur langlebig sondern absolut geschlechtsneutral, was wiederum für eine generationsübergreifende Übergabe spricht.

Neben gebrauchten woombikes stehen auch Ausstellungsstücke zu einem reduzierten Preis zum Kauf zur Verfügung. Ein großer Vorteil gegenüber anderen gebrauchten Rädern, die Privatpersonen zum verkauf anbieten ist sicherlich, dass alle Räder aus dem woom Abverkauf von Fachmännern überprüft werden, und der Käufer eine neue Rechnung mit 12-Monate Gewährleistung erhält. Denn sicher ist sicher, und gerade bei Kinderfahrrädern ist Sicherheit das oberste Kriterium.











Gelb, gelb, gelb sind alle meine Räder

Die Wahl des Fahrrades für das 9-jährige Fräulein fiel auf dieses woom bike in Gelb mit passendem Helm, der übrigens über ein reflektierendes woom Logo verfügt.


Zusätzliche Ausstattung wie der Gepäckträger, Klingel, Radlicht und Trainingsset sind separat als Zubehör erhältlich und sind für uns absolute Must-Haves für die ersten Fahrstunden im Straßenverkehr.



Was ist eure Lieblingsbeschäftigung im Sommer? Seid ihr auch gerne mit dem Rad unterwegs?


Eure Tina






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01 August 2018

Alltagsgeschichten: Alltag mit 3 Kindern Sommerferien



Wie im Flug sind die ersten 4 Monate vergangen. Die Welt dreht sich, unser Haus steht noch (wobei der Garten transformiert sich immer mehr zu einem unkontrollierten Wildwuchs zur Freude aller Hummeln, Bienen und sonstigem Getier, das Natur im Garten einem englischen Rasenteppich vorzieht), nur die Familienkonstellation ist eine andere. Diese Neuanordnung der Familienkonstellation hat jedoch die Welt des einen oder anderen Familienmitgliedes gewaltig auf den Kopf gestellt. Wir haben uns bereits im Vorfeld sehr behutsam und sensibel dem Thema Familienzuwachs und der Vorbereitung eines Kleinkindes auf ein drittes Kind genähert, jedoch ist wie so oft die Theorie eine andere als die Realität, und ich vermisse immer wieder die Dynamik und Veränderbarkeit dahinter. Und dann wäre da auch noch das momentane Alter des Goldjungen, der sich mitten in der Autonomiephase befindet, und welches uns alle, milde ausgedrückt, neue Ufer beschreiten und ungeahnte Grenzen überschreiten lässt, und uns alle vor so manche Geduldsprobe stellt. That's life. Unabhängig ob mit drittem Kind oder auch ohne. Diese von Kräften und Emotionen gebeutelte Unabhängigkeitsphase ist, so essentiell sie auch für eine "gesunde" Entwicklung sein mag, eine immerwährende Herausforderung, und zwar nicht nur für uns Eltern sondern auch für den Betroffenen oder die Betroffene selbst und mit ihm auch für seine große Schwester, die sich nicht minder mit diesen gravierenden Veränderungen, die ein Baby mit sich bringt, auseinandersetzen muss.



Lieber Slowlifemodus,

bitte gib uns die nötige Kraft, den Tag (bestenfalls gerade jetzt in den Sommerferien, an denen die Kinder über keine Ferienbetreuung verfügen) ruhig und besonnen anzugehen. Der Wunsch nach entspanntem Frühstück ohne Hast und Streiterei wegen "wer bekommt das erste weiche Ei" oder "wer darf neben wem sitzen" oder auch "wer bekommt den grünen und nicht den roten Eierbecher" (die Liste könnte bis in die Ewigkeit fortgesetzt werden) wächst ins Unendliche, und ich würde sagen: die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir wissen, diese anstrengenden Momente sind natürlich und Teil des Familienlebens und sind sicherlich kein Feind der Harmonie, dennoch, lieber Modus der Ausgeglichenheit, wäre ein wenig Entspannung und harmonisches Spielen ohne Wutausbrüche und Spielzeug, das in hohem Bogen durch das Wohnzimmer geschmettert wird, in der Hoffnung, es landet nicht auf einem Körperteil, wundervoll, und gleichen schon purem Luxus.
Deine Tina


So oder ähnlich würde der Wortlaut einer Ode einer Mama lauten. Ihr wisst, was ich meine, oder?

Stillfreundlicher Kaftan von maramea *Werbung



Unsere Devise


Ja, so ein Leben im #slowlife Modus ist schon toll, und ehrlich gesagt, bin ich ein großer Verfechter davon. Nur - so wird mir soeben bewusst - verläuft diese Lebensphilosophie gerade in anderen ungeregelteren Bahnen, auch wenn unser Leben sich grundsätzlich danach ausrichtet. Turbulent, mal laut, dann wieder leise, konzentriert und kreativ, harmonisch und auch immer wieder begleitet von Konflikten. Aber wodurch zeichnet sich dieser bewusst gelegte Fokus auf Langsamkeit aus?
In den Tag hineinzuleben gelingt uns vor allem in den Sommermonaten, an denen kein Fixprogramm an der Tagesordnung steht, und an denen die Verpflichtungen in Form von Schule und Kindergarten pausieren, eigentlich ganz gut. Wir starten auch schon mal etwas verspätet in den Tag, und ich achte darauf, straffe Tagespläne so gut es geht zu vermeiden, und so dem Stress, der bei uns momentan genau dann verursacht wird, wenn wir alle zusammen mit dem Auto unterwegs sind, prophylaktisch vorzubeugen. Jedoch funktioniert diese Idee nur dann, wenn man bestimmte Aufgaben und Notwendigkeiten, um die keiner drum herum kommt, abgibt, und das heißt wiederum: delegieren. Mit ein klein wenig Organisation kann man sich Freiräume im Alltag schaffen, indem unliebsame Dinge wie bei uns das Einkaufen mit Kleinkind und müdem Baby an der Seite, die stets ein gewisses Potential an Stress beherbergen, an andere gewillte Helferleins abzugeben. Sommerzeit ist Ferienzeit, und deshalb ist es mir wichtig, dass die Kinder genügend Raum und Zeit zur Verfügung haben, selbst aktiv oder auch passiv zu werden, und das gelingt am besten ohne Dauerberieselung oder Non-Stop-Ferienprogramm. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Langeweile und Reizüberflutung zu finden stellt für mich das Optimum dar, und um dies herauszufinden, muss erst einmal Klarheit gewonnen werden über: was möchte ich tun, was kann ich tun und auf was kann ich getrost verzichten?


Aktiv und passiv


Und weiter geht es mit der Ausgewogenheit. Was wäre ein Tag, was wären Wochen, was wären Monate, an denen alles nur "Frieden, Sonne, Heiterkeit wäre." Im Nu kann sich ein Moment der Glückseligkeit als großes Unglück herausstellen. Aber abgesehen davon, dass dies einer utopischen Vorstellung gleichkommt, bin ich ganz glücklich darüber, dass das Leben mit all seinen Berg-und Talfahrten immer gut für Überraschungen ist, sowohl für Tiefschläge als auch für die Glücksmomente. Für Phasen, an denen wir uns treiben lassen, und für solche, die geballte Kräfte freilegen, uns bis zum Maximum fordern und uns bisweilen an unsere Grenzen treiben mögen. Bewegung und Ruhe finden immer im Wechsel statt. So sind wir an Tagen, an denen bereits alles förmlich nach: "ab nach draußen zum Auslüften" schreit, immer in Bewegung. Sei es im Garten, bei der Gartenarbeit oder auch unterwegs im Wald, auf der Wiese, vorbei an den Feldern und in den Weingärten. Aber ganz ehrlich: so sehr wir auch die Natur lieben, so ein Tag zu Hause tut hin und wieder auch mal gut, und vor allem die Kinder äußern immer wieder das Bedürfnis nach "fare niente" und einer ausgiebigen Siesta.



Frischluft macht müde


So ein niederprasselnder Regenguss mutet an heißen und schwülen Sommertagen wie diesen nicht selten wie Rettung in letzter Not an. Und zwar besonders dann, wenn hitzige Gemüter die gesamte Umgebung in Wallung versetzen und Emotionen wie Wogen hochgehen. Wir nutzen die Chance, nach einem Gewitter die Gummistiefel anzuziehen und hinaus an die frische Luft zu gehen. Nichts bereitet den Kindern eine größere Freude als in die Lacken zu springen, Regenwürmer von der Asphaltwüste zu retten oder ein Schneckenrennen zu veranstalten. Dann wäre da auch noch der kühlende kleine Bach vor unserer Haustüre, der an während der Sommermonate dazu einlädt, ihn á la Kneipp zu erforschen oder einen Staudamm zu errichten. Der Goldjunge könnte wohl Stunden damit verbringen, Nußschalen oder kleine Äste in den Bach zu werfen und zuzusehen, wie sie die Strömung mitreißt. Während ein Großteil Abkühlung in Freibädern und Seen sucht, haben wir uns dafür entschieden, solche Unternehmungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, da sie mit 3 Kindern, wovon eines gerade erst mal ein paar Monate alt ist und auch der Mittlere Hilfe beim Schwimmen benötigt, jede Menge Stress bedeutet, und ohne Begleitung für mich kaum zu bewerkstelligen sind. Zwar kein Ding der Unmöglichkeit, aber auf jeden Fall eine Herausforderung.
Dafür stehen Unternehmungen, die mit Trage und Baby gut zu realisieren sind, hoch im Kurs. Das gilt übrigens auch für die Leidenschaft auf 2 Rädern! Mehr dazu gibt's in meinem nächsten Blogpost zu lesen. Ihr dürft gespannt sein!


Was macht ihr am liebsten in den Sommerferien? Lebt ihr so gut es geht in den Tag hinein oder wollt ihr am liebsten so viel wie möglich erleben? Oder mögt ihr es ausgewogen?



Eure Tina

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20 Juli 2018

titantina unterwegs in den hohen Tauern - Berghotel Rudolfshütte *Anzeige



Urlaub mit Kindern in den Bergen Österreich


Die Spannung steigt. Unser erster Urlaub zu fünft, erstmalig mit dem Frühlingskind, welches vor kurzem sein 4. Lebensmonat beschritten hat, an der Seite, steht in den Startlöchern. Unsere angepeilte Urlaubsdestination für unseren ersten Familienurlaub liegt, so der Routenplaner etwa 5 Stunden von unserem Heimatort entfernt. "Und wie lange wird es bei uns dauern?" so das Fräulein, wohl wissend, dass sich unsere Anreise mit unserem alten Bulli aus den 70ern etwas verzögern wird. Das Fahrgefühl kennen die Kinder bereits wie aus der Westentasche, und sie lieben das Rattern des geschichtsträchtigen Oldtimers und dessen turbulente Fahrt. Aber ob dieses entspannte Fahrgefühl, das stets in Verbindung gebracht wird mit Urlaub, Sonne und Streifzügen durch die Natur auch noch nach etlichen Stunden Fahrt anhalten wird, das wird sich in Kürze herausstellen. Wir sind gespannt auf den uns bevorstehenden Urlaub, und freuen uns auf das, was uns in hohen Lüften in Kürze erwarten wird.

Für uns geht es heute Richtung Gebirge. Österreichisches Terrain, wohlgemerkt, da bereits bei der diesjährigen Urlaubsplanung für uns feststand: wir werden die Touristenmassen, überlaufene Strände und Touristenhochburgen in Meeresnähe meiden. In Österreich gibt es so viele unentdeckten Perlen, die zum jetzigen Zeitpunkt, 4 Monate nach der Geburt des Frühlingskindes, nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden, gemäß des Mottos: warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah?



Die wichtigsten Fakten unserer Urlaubsdestination kennen wir bereits: es liegt auf einer Höhe von 2315 Metern im Nationalpark Hohe Tauern. Die familienfrendliche Unterkunft ist nur per Gondel erreichbar. Umringt von Bergen, mitten in der Natur ist sie direkt am Weißsee gelegen.

Nach unzähligen Zwischenstopps, quengeligen Kindern und Vorfreude gepaart mit einem Anflug von Nervosität und Angespanntheit sind wir nach etwa 8 Stunden Busfahrt, endlich am Zielort angekommen. Wir stellen den Bulli  an der Talstation Enzingerboden ab und werden die nächsten 4 Tage einige Hunderte Höhenmeter entfernt auf der Rudolfshütte verbringen. Gut ausgerüttet mit Winterjacken und Kapuzenpullis, etlichen Trollis und Kinderwagen im Schlepptau, aus dem einige Packungen Windeln ragen, geht es in Kürze hinauf auf den Berg.





Mit der Gondel auf den Berg

Die Gondelfahrt an sich ist ein unglaubliches Erlebnis für uns "Flachländler". Absolute Premiere für den Goldjungen, der gemeinsam mit dem Fräulein die tief unter uns liegende Landschaft bewundert. Vorbei geht es an Kühen, die in den hochliegenden Almen weiden, einer zerklüfteten Felslandschaft, die, je höher man kommt, immer einzigartigere Formationen annimmt, gesäumt von Latschen und blühenden rosa Blüten, die wie ein Blütenmeer die sattgrüne Landschaft bedecken. Und diese Riesenfarne! Diese monströsen Gewächse haben wir in unseren heimischen Wäldern noch nie gesehen. Diese Riesenfarne und die Bärenklauen hatten bereits die Anfahrtsstraße zur Gondel geziert, an der wir etliche Stopps einlegten, um sie für die Ewigkeit festzuhalten.
Nach etwa 20-minütiger Gondelfahrt erreichen nach der Mittelstation die Bergstation auf 2315m Seehöhe. Beim Ausstieg wird uns auf Anhieb klar: Hoch auf dem Berg zu sein ist etwas ganz Besonderes. Die Frische der Bergluft und die metereologischen Bedingungen bei unserer Ankunft lassen unsere lahmen Glieder und in Mitleidenschaft gezogenen Gemüter erwachen und hüllen die Rudolfshütte in ein verwunschen anmutendes Tal eingehüllt in tiefhängende Wolken und umringt von schroffem Gebirge. Die Temperaturen, die hier oben auf dem Berg vorherrschen, tun der atemberaubenden Schönheit von Fauna und Flora keinen Abbruch, im gegenteil, die verpassen der Umgebung der Rudolfshütte einen besonderen Charme und Zauber, wie sie nur hochalpine Landschaften ihr eigen nennen.


Angekommen.

Urlaub mit Kindern in den Bergen ÖsterreichDurch den unterirdischen Gang, der von Bildern aus vergangenen Tagen gesäumt wird, die an die einstige "Rudolfshütte" erinnern, gelangen wir von der Gondelstation direkt zur Rezeption, dem Dreh- und Angelpunkt des Berghotels, einer Familienunterkunft, in der bis zu 400 Gäste beherbergt werden können. Panorama wohin das Auge reicht. Von jedem Stock aus hat man einen wundervollen Blick auf die umliegenden Berge, jedoch beherrscht das Erdgeschoss mit seinen großen Aufenthaltsräumen und Speiseräumen das Tagesgeschehen.

Das Raumkonzept des Berghotels ist gut durchdacht und speziell für Familien mit Kindern aufbereitet. Begibt man sich in das Zentrum des Erdgeschosses, so eröffnet sich einem die nach oben hin offene über mehrere Etagen reichende Kletterhalle.






Hier befinden sich neben der Rezeption die Bar, das Restaurant und hier werden wir uns zum Frühstück und Abendessen einfinden, und auch hin und wieder zwischendurch, um den Ausblick auf die Bergwelt und den naheliegenden Gletscher durch die Panoramafenster zu genießen, und natürlich auch, um die vorherrschenden Wetterbedingungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Apropos Wetter! Um 17 Uhr haben wir die Möglichkeit, Inge kennen zulernen. Was es wohl mit der sympathischen Dame und dem Wetter auf sich hat? Ihr werdet es in Kürze erfahren.



Slowlife versus Fastlife

Wir gehen es heute gemütlich an. Nach den Strapazen der Anreise mit unzähligen Stopps sind wir ganz im #slowlife Modus angelangt. Das Frühlingskind hat sich von den Turbulenzen erholt, das Fräulein ist wieder voller Tatendrang und den Goldjungen hat die Neugierde gepackt. Für uns ist jedoch klar: wir wollen keine Massenabfertigung, und wir benötigen auch kein straff durchgeplantes Programm, das unsere Sinne, und vor allem die Reize des noch sehr jungen Frühlingskindes überstrapaziert. Die Rudolfshütte und das umliegende Hochgebirge sind für uns Programm genug! Und genau in diesem Punkt kommt uns das Konzept der Rudolfshütte entgegen. Unaufdringlich und fern von Hektik und Dauerbeschallung bietet sich uns eine Atmosphäre, die Freiräume lässt und individuelle Wünsche der Gäste respektiert. Je nach Familienkonstellation und Alter der Kinder bietet sich ein auf die Verschiedenheit der Familienkonstellationen abgestimmtes Programm, das je nach Lust und Laune und Befindlichkeiten der Kinder individuell gestaltet werden kann, und zwar nicht vom Unterkunftsgeber, sondern von den Gästen selbst. Und so soll es sein, so unsere Devise!



Langeweile? Gibt es nicht!

Die WeißseeFüxxe, das Kinderprogramm der Rudolfshütte bietet Kindern ab 8 Jahren ein breit gefächertes Repertoire an an die Witterung angepasste aktive gut durchdachte Indoor und Outdoor Aktivitäten, die der Abenteuerlust und dem Bewegungsdrang entgegenkommen. Meine absoluten Highlights der Angebote, die in der wöchentlich erscheinenden Hüttenzeitung nachzulesen sind: Geocaching rund um das Terrain der Rudolfshütte, Into the Wild/Naturdetektive und Floßbau inklusive Ausflug zur Mittelstation. Da wir für uns als Familie jedoch bereits einige Fixpunkte eingeplant haben, wird sogar dafür die Zeit zu knapp, und wir genießen einerseits die spontan geplanten Wanderungen rund um die uns umgebende Landschaft, als auch das Laissez-faire, das für uns auf keinen Fall zu kurz kommen darf.







Auf zur ZAMG Wetterstation 

Die kommenden Tage werden wir in einem Familienzimmer, das mit Doppelbett und Etagenbett für die 2 Großen ausgestattet ist, mit einzigartigem Blick auf die umliegenden Berge und hinunter in das Stubachtal verbringen. Doch bevor wir Stunden später direkt vom Bett aus den Sonnenuntergang von ganz hoch oben bestaunen, haben wir noch einen Fixpunkt des heutigen Ankunftstages eingeplant: den Besuch der Wetterstation der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), welche, so werden wir in Kürze erfahren, nach Rauris die zweithöchstgelegene Österreichs ist. Inge, die Wetterfee -oder besser gesagt Wetterhexe, so wie sie sich selber bezeichnet- ist die Hüterin der Geheimnisse rund um das Wettergeschehen rund um die Rudolfshütte. Sie ist diejenige, die zu diesem Zeitpunkt 6 Mal pro Tag das Wetter und seine Ausprägungen genauestens unter die Lupe nimmt, aktuelle Gegebenheiten analysiert und akribisch aufzeichnet und dokumentiert. Von ihr erfahren wir in ihrer Wetterstation, einer Räumlichkeit, die sich inmitten des Berghotels befindet, was es mit den verschiedensten Wolkenformationen auf sich hat, und mit welchen Hilfsmitteln sie das Wetter für die österreichweite Wettervorhersage dokumentiert.


Hier gefällt es uns und vor allem dem tier- und naturliebenden Fräulein. Sie ist die erste, die ein Bild von einem Fuchs erspäht, der sich der Rudolfshütte nähert. Von Inge erfahren wir auch, dass diese kleinen filigranen Blümchen die einfachen Alpenglöckchen sind, eine Besonderheit der hochalpinen Region, die dem grünen Grasteppich lila Farbpünktchen verleiht.

Wir erfahren auch, dass Murmeltiere ihre allmorgendlichen Begleiter während ihrer ersten Inspektion -das Austauschen der Niederschlagsbehälter- sind, und warum sie nicht mit dem Piepen der Vögel zu verwechseln sind. Die ambitionierte Wetterbeobachterin bringt uns in familiärem Rahmen alle Details zu ihrer Aufgabe näher, der sie sich 2 Wochen am Stück unaufhaltsam und unbeeindruckt von etwaigen Wetterkapriolen hier oben stellt: Wetterkonstellationen beobachten und aufzeichnen. Und das nicht nur mit viel Hingabe und Liebe für hochalpines Terrain, sondern auch zu der Abgeschiedenheit der Berge. Denn nicht umsonst widmet sie ihre ganze Konzentration auf ehrenamtlicher Basis dem spannenden Thema Wetter.




Die Einzigartigkeit des Weißsees

Tag 2. Oder besser gesagt der erste Tag, an dem es uns unweigerlich nach Draußen zieht. Unser Tagesziel: die Besonderheit des Gebirges erkunden, fremde Pfade besteigen und hinunter zum Weißsee wandern. Der Weißsee, der an dem heutigen Tage türkis durch die Nebelschwaden blinzelt, liegt etwas tiefer direkt unter der Rudolfshütte, und ist über einen Weg zu erreichen, der kindertauglich ist und somit auch von dem Goldjungen mit knappen 3 Jahren ohne größere Hilfe bestiegen werden kann. Auch wenn das aktuelle Wetter uns noch so einiges im Laufe unserer Wanderung abverlangen wird, ist die Stimmung an dem Gebirgssee unbeschreiblich. Das Ufer ist gesäumt von Stein und Fels, und hie und da erblickt man sogar eine
 Eisscholle im türkisfarbenen Wasser. Gut, dass wir nach dem bewährten Zwiebelschalenprinzip bestens eingekleidet sind, und das Frühlingskind in der Trage unter der wärmenden Outdoorjacke nach anfänglichem Unbehagen aufgrund schlechter Sicht nun friedlich schlummert. Neben einigen altbekannten Pflanzenarten wie Johanneskraut und Hauswurz gibt es hier auch jede Menge uns bis dato unbekannte Pflanzenarten wie Wollgras, Arnika, Alpenrose und Bergdistel zu entdecken. Wir befinden: eine perfekt Kulisse für uns #naturelovers

















Doch wie so oft bewahrheitet sich der Spruch "unverhofft kommt oft", und wir nehmen war, wie sich in Kürze total überraschend dunkle Regenwolken anbahnen. Wir landen inmitten eines starken Dauerregens, und das noch dazu unten am Weißsee. In für uns empfundenen weiten Ferne blickt das Berghotel zu uns herab. Mit allergrößter Mühe geht es für uns bergauf Richtung schützender Rudolfshütte, und das geht bei diesen Höhenmetern, in Anbetracht dessen, dass das Frühlingskind in der Trage schon gewaltig Richtung Schwerkraft zieht, und wir in Begleitung eines quengelnden Kleinkindes sind, ganz schön auf Kondition und elterliches Nervengerüst. Der Aufstieg verlangt uns allen einiges ab, und so beschließen wir nach Ankunft, zerzaustem Haar und müden Gelenken, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Das Hallenbad mit angegliederter Familiensauna lädt zum Aufwärmen nach dem Regenguss ein, und wir sind überrascht, dass es nur vereinzelte Besucher in die kleine aber feine Oase der Ruhe gezogen hat. Schnörkellos und ohne unnötigen Pomp kommt der Wellnessbereich daher, und das entspricht genau unseren Vorstellungen. Der Goldjunge und das Fräulein sind echte Wasserratten, und sogar das Frühlingskind, dem schnell mal zu viel Trubel und Hektik herrscht, staunt entspannt dem fröhlichen Treiben seiner Geschwister, während wir Erwachsenen den Ausblick aus dem Panoramafenster hinüber zum Gletscher genießen.






Durch Schnee und Moor 

Die Natur mit allen Sinnen zu erkunden, ist ein Erlebnis für Groß und Klein. Das Highlight des Urlaubes steht kurz bevor: das Fräulein wird mit Herrn W an einer Familienwanderung teilnehmen. Geführt von einer erfahrenen Guide wird die Mittelstation mit dem Grünsee auf 1742m  angepeilt. Kinder ab 8 Jahren in Begleitung sind bei der abenteuerlichen Wanderung herzlich willkommen. Trittsicherheit gepaart mit einer Portion Abenteuerlust sind gefragt, denn es geht steil bergab, vorbei an moosbedeckten Pfaden, mooriger wassergetränkter Wiese und felsigem Terrain. Mit guter Ausrüstung ein Erlebnis für sich, und auch der Spaß bleibt nicht auf der Strecke. Das sonnige Wetter an diesem Tag könnte nicht besser sein. Verflogen ist die mystische etwas gedeckte Stimmung der letzten Tage, und siehe da: die Fernsicht könnte nicht schöner sein! Und so geht es bei sommerlichen Temperaturen im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, und sogar barfuß über das nasse Moor. Kleine Bäche werden übersprungen und Kinderspiele eingebaut.








Rudolfshütte




Nach etwa 3 Stunden Wanderung treffen wir uns an der Mittelstation Grünsee wieder, und unternehmen eine kleine Spazierrunde am See, wo die Kinder die Fische beobachten und füttern.

Da das heutige Prachtwetter in vollsten Zügen ausgekostet werden soll, unternehmen wir am späten Abend auch noch eine kleine Wanderung auf den Schafbühel, dessen Wanderweg direkt neben der Rudolfshütte beginnt, und wo wir- oben angelangt- dem fantastischen Ausblick frönen. So hoch oben waren wir bis dato noch nicht gekommen! Unser Blick schweift über das unten liegende Stubachtal, bis hinüber zum türkis schimmernden Tauernmossee.

Hohe Tauern Urlaub


Hohe Tauern Familienurlaub

Urlaub mit Kindern Rudolfshütte

Familienurlaub




Wandern Österreich


"Die Zeit ist viel zu schnell vergangen", so das Fräulein am Tag vor der Abreise, während sie eine Zeichnung von ihren Erlebnissen anfertigt. Eine mit ganz vielen Blümchen, Bergen und Grün. Beinahe kitschig, würde man nicht selbst an diesem einzigartigen Stückchen Erde Bergluft geschnuppert haben.






*An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich beim Tourismusverbund Uttendorf/Weißsee, der mich bei der Pressereise unterstützt hat. 














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