22 Mai 2017

Omas Salz - titantinas Regionaltipp



Im Hause titantina wurde mit dem Beginn der milderen Maitage die Grillsaison eröffnet. Grillen bedeutet nicht nur lediglich das Grillen von Fleisch, sondern auch von schmackhaftem, gewürzten Gemüse, das durch das Grillen auf der Feuerstelle ein ganz besonderes unvergleichliches Aroma erhält. Auf der Suche nach lokal produzierten Geschmacksträgern, die nebenbei auch für den Einsatz in der herkömmlichen Küche geeignet sind, bin ich auf die spezielle Konservierungsmethode des Einsalzens gestoßen.

Eine uralte Methode, die sich bewährt hat
Das Salzgemüse, das von Hand hergestellt wurde, geht auf die Jahrtausende alte, heutzutage beinahe in Vergessenheit geratene, und vor allem schonende und wohl natürlichste Methode des Einsalzens zurück, die keinerlei chemische Zusätze benötigt.
Bereits unsere Vorfahren haben diese Methode genutzt, um Lebensmittel, die ihnen zur Erntezeit zur Verfügung standen, für die Winterzeit dauerhaft haltbar zu machen, als es weder Kühlschrank noch Tiefkühlschrank gab. Eingesalzene Lebensmittel sparen nicht nur Platz im Gefrierschrank, sondern es werden rein aus ernährungswissenschaftlicher Sicht durch den Flüssigkeitsentzug auch die lebensmittelschädigenden Bakterien vernichtet.




Warum Salzgemüse?

Salzgemüse ist sozusagen zwei in einem. Man erspart sich das Salzen der Speisen und fügt gleichzeitig Würde hinzu, die noch dazu auf reinen Naturprodukten besteht. Kombiniert man alle Salzgemüsearten wie Porree, Karotten, Liebstöckl, Zwiebel, Knoblauch, Sellerie und Petersilie miteinander, dann erhält man eine Suppenwürze. Und das ganz ohne Verwendung von Hefe, Geschmacksverstärkern und chemischen Zusatzstoffen.

Wie wird es hergestellt und wo?

Das Gemüse von Salz & Salz wird von regionalen Bauern in Kärnten bezogen und von Hand in einem schonenden Prozess weiterverarbeitet. Als Salz kommt ausschließlich nach Kriterien des Fairtrade bezogenes, naturbelassenes unjodiertes Himalayasalz aus Pakistan zur Verwendung.



Meine Empfehlungen 

Die Geschmacksrichtungen des Salzgemüses sind total unterschiedlich. Die etwas süßlichere Noten wie Sellerie und Karotten eignen sich super, um pikante Saucen eine milde süßliche Note zu verleihen. Für das gegrillte Gemüse haben wir verschiedenste Gemüsesorten wie Melanzani, Zuchhini, Paradeiser, Süßkartoffel und Paprika ausgetestet. Vor allem die sehr fein geriebenen Salze wie Petersilie und Sellerie waren hier unsere Favoriten. Aber auch die gröberen wie Porree Zwiebel harmonieren perfekt mit dem Gemüseallerlei.




titantinas Rezepttipp 

Für die Ripperl habe ich mich an eine eigene supereinfache Marinadenmischung gewagt, die uns alle geschmacklich überzeugt hat. Folgende Zutaten habe ich verwendet:

Olivenöl
Knoblauchsalz
Kümmel
etwas Paprikagewürz

Das Fleisch am Tag davor gut mit Knoblauchsalz einreiben und mit der restlichen Marinade über Nacht ziehen lassen.




Rezepttips in Hülle und Fülle und noch mehr Details zur Herstellung könnt ihr bei Salz & Salz nachlesen.


Ich wünsche euch einen schönen Sonnentag!

Eure Tina


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11 Mai 2017

Last Minute Muttertagsgeschenk - Schlüsselanhänger


Sticken ist für mich unweigerlich gekoppelt an Kindheitserinnerungen. An diese fröhlichen, in langsamem Tempo ablaufenden Tage bei Oma. Weit entfernt von Schule, Alltragstrott und Verpflichtungen, die mit den Jahren im Leben eines Kindes Einzug halten. Und ich habe dieses eine Bild genau vor mir, als wäre es jetzt im hier und da präsenter denn je: Oma in der blauen Alltagschürze mit Allover Blümchenprint, eine dicke Brille mit noch dickerer brauner Fassung auf der Nase, und volle Konzentration auf ein Stickbild. Perlgarn, kunterbuntes Stickgarn und Nadeln.
Und jede Menge Knöpfe in allen nur denkbaren Größen und Formen, verstaut in kleinen Schubladen innerhalb eines großen geflochtenen Korbes. Neben Puppe und Kinderwagen mein allerliebstes Lieblingsspielzeug im Kindesalter: so einfach und doch so ideenreich!
Das fertige Kunstwerk wird uns in Kürze als gesticktes Stilleben aus Blumen und diversen Küchenaccessoires in gedeckten Farben für die nächsten Jahrzehnte von der Wohnzimmerwand entgegenlachen.



Stickbilder sind in jedem betagteren Haushalt zu finden, und irgendwie haftet an ihnen ein etwas verstaubtes Image. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, dass das Sticken ja ähnlich wie andere Kreativtechniken, im Grunde für einen sich geistigen Freiraum schaffenden kreativen Prozess steht.
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Als ich vor einigen Jahren in der virtuellen Schatzkiste mit Anfangsbuchstaben *P*, dem Mekka schlechthin für alle, die nach kreativen Ideen und Inspirationen streben, den Trend des Embroidery wiederentdeckt hatte, war ich auf Anhieb Feuer und Flamme. Seitdem haben sich Tür und Tor geöffnet für eine neue Ära des Stickens. Sogar der Stickrahmen erfreut sich neu gewonnener Beliebtheit, und ihm kommt auch abseits des Stickens eine Sonderstellung als dekorativer Rahmen zuteil.



Passend zum heutigen Thema Sticken habe ich ein easy peasy Upcycling Tutorial für euch, das im Handumdrehen auch für weniger routinierte StickerInnen unter euch zu bewerkstelligen ist.

Material:

Stickrahmen
Jeansstoff (Rest einer alten Jeans)
Sticknadel
Stickgarn
Lederrest
Ledernadeln für Nähmaschine
Band/Webband/Walkrest
optional: Wettex (Vlieseinlage), Stylefix

                                                          Und so habe ich es gemacht:


Jeansstoff in den Stickrahmen fest einspannen. Mittels einer runden Tasse/Glas, das die Wunschgröße des Schlüsselanhängers hat,  einen Kreis mit einem Bleistift auf den Stoff übertragen. Innerhalb dieses Kreises ein Motiv (optional mithilfe einer Vorlage und auch mit Bleistift vorgezeichnet) aufsticken. Ich habe 2 Stiche verwendet: den Knötchenstich oder French Knot (hier geht's zur Anleitung) und den Vorstich. Eine gute Übersicht über schöne Grundstiche findet ihr hier.

                                                 Das Motiv anhand des Kreises ausschneiden.



Damit sich nichts wellt, habe ich einen etwas kleineren Kreis aus einem Wettex ausgeschnitten, mit dem der Jeansstoff etwas unterfüttert wird. In derselben Größe wie der Jeansstoff einen Kreis aus Leder ausschneiden. Eine Lasche aus einem Band (hier: Walkstoffrest) anfertigen und zwischen den 2 Lagen anbringen. Mit Styleflix die 2 Lagen miteinander verkleben und rundherum absteppen. Mit einem Nahtauftrenner die Nahtzugabe des Jeansstoffes etwas auftrennen/ausfransen.

Violá, fertig ist der Schlüsselanhänger!



Mit diesem DIY hüpfe ich in gewohnter Manier wieder zur Upcycling Mai Runde und verabschiede mich in eine hoffentlich frühlingshafte Maiwoche!
Es könnte ja nun endlich etwas wärmer werden!




Bis bald,

Eure Tina











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05 Mai 2017

Upcycling: Färben mit Heidelbeeren. Aus Windel wird Bluse


Färben mit Naturmaterialien stand  im Hause titantina bereits zur Osterzeit hoch im Kurs. Und auch eine Windel zu Kleidung zu verarbeiten war ein favorisiertes Upcycling-Projekt, das schon länger auf meiner DIY ToDo Liste ganz weit oben rangierte. Denn so eine Windel hat mehrere Vorteile: sie besteht aus 100% Baumwolle, und der Stoff besitzt hohen Tragekomfort. Sie ist prädestiniert für milde Temperaturen. Also warum nicht für ein Sommeroutfit tauglich machen? Ich habe mich im Rahmen des Färbens von Baumwollstoffen zur Osterzeit mit mehreren Techniken und Färbe-Materialien, die allesamt unterschiedliche meist pastellige Farbvariationen erzeugten, vertraut gemacht. Nicht alle konnten mich zur Gänze in Punkto Farbintensivität und Haltbarkeit überzeugen, jedoch haben mich etliche, die ich euch zukünftig unter der Rubrik Färben mit Natur in Zukunft vorstellen werde, in den Bann des Färbens gezogen, und so manch überraschendes Ergebnis erzielt.





In nur wenigen Schritten und mit etwas Geduld und Experimentierfreude lassen sich mit Pflanzfarbstoffen oder Beeren erstaunliche und vor allem einzigartige individuelle Resultate erzielen. Kein Stoff gleicht so dem anderen, auch wenn er das ein und dasselbe Färbebad genossen hat. Ein WOW Effekt und Aha Erlebnis für Groß und Klein!





FÄRBEN

Materialien

2 Mullwindeln
Heidelbeeren (ca. 300g, tiefgekühlt)
Topf
optional: Essig, Alaun, Fixiermittel (siehe weiter unten)


So habe ich es gemacht

Die Packung Heidelbeeren in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Heidelbeeren zerstampfen. Über Nacht im Topf ziehen lassen. Heidelbeeren abseihen. Am nächsten Tag die Windel einlegen, und gegebenenfalls mit Wasser übergießen, damit die Windel komplett mit dem Sud bedeckt ist. Einige Male die Windel hin- und herschwenken. Erst am Abend herausnehmen. Mit kaltem Wasser ausspülen, bis sich keine Farbe mehr löst, und in einem Essigbad schwenken. Zum Trocknen aufhängen und das Färbebad noch ein Mal wiederholen, falls erwünscht.


TIPP: Um die Farben haltbarer zu machen, habe ich den Stoff vor dem Trocknen in ein Essigbad gelegt. Alternativ könnt ihr auch Fixiermittel aus der Drogerie oder Bastelbedarf (ca. 2,50€) verwenden. Um dem Farbverlust vorzubeugen wasche ich die Stoffe NICHT in der Waschmaschine, sondern mit der Hand. Um richtig intensive Farben zu erhalten, könnt ihr den Stoff VOR dem Färbebad mittels Alaun, ein ungiftiges Salz, erhältlich in der Apotheke, vorbehandeln.




BLUSE


Material

Mullwindel 
Schrägband



So habe ich es gemacht




Ich habe hierfür als Vorlage ein Top in passender Größe verwendet und es ein wenig modifiziert. Wichtig ist, dass der Halsausschnitt ein wenig größer und weiter gemacht wird, da der Stoff nicht elastisch ist. Am Schnitt-Vorderteil noch ca. 3cm in der Weite hinzufügen (und die Ärmel müssen natürlich auch angepasst werden), wenn ihr wie ich den Halsausschnitt in Falten legen wollt.

Eine Schulter des Vorderteiles an das Rückenteil rechts auf rechts zusammennähen. Versäubern. Nun kann das Schrägband an den Halsausschnitt genäht werden. Die 2. Schulter zusammennähen.

Um Glockenärmel an den Ärmeln anzunähen wie folgt vorgehen: den Umfang der Ärmel der Bluse abmessen und in doppelter Länge zuschneiden. Die Breite beträgt hier etwa 12 cm. eine offene Stoffkante kräuseln, und an den Ärmel rechts auf rechts festnähen.

Seitennähte in einem Rutsch schließen. 
Zuletzt noch die offenen Kanten versäubern.

Fertig!



Mit diesem Beitrag bin ich wie gewohnt mit dabei bei der Upcycling Linkparty. Hier geht's lang! 

Ich muss sagen, das gesamte Prozedere des Färbens mit Natur hat einen ganz besonderen Reiz, vor allem in Kombination mit Upcycling! Es sorgt für Überraschungen, und hat in mir definitiv einen neuen Anhänger gefunden! Da ich noch jede Menge Tipps und Tricks in Punkto Färben auf Lager habe, freue ich ich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder mit dabei seid!

Eure Tina






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28 April 2017

Alltagsgeschichten: 19 Monate Kleinkind




Unsere Devise

Unser alltime favourite: Sei frech, wild und wunderbar! UND: weniger ist mehr. Spielzeuge sind zwar nett und können unglaublich interessant, witzig und lehrreich sein, jedoch bitte nicht im Übermaß. So finde ich persönlich etwa, dass ein Überangebot an Spielzeug der Kreativität einen Riegel vorschiebt, und so mancher blinkende und zugleich lautstark ertönende und vielleicht auch noch zusätzlich vibrierende Nervenkiller zur Reizüberflutung bei Groß UND Klein wohlgemerkt, führen kann (auch wenn sich auch diese Art von Beschallung hier tummelt, und gerne bespielt wird). Wir denken, es ist um vieles bereichernder, sich etwas überhaupt erst mal zu erschaffen, um damit spielen zu können. Eine Kugel aus Erde, eine Figur aus Sand oder aus Knetmasse. Meist sind es ja diese einfachen in jedem Haushalt verfügbaren Materialien, die ein Spiel umso interessanter machen, und eine intensive Hingabe zu dem etwas "anderen" Material erlauben. Übrigens haben wir vor kurzem ein ganz tolles Rezept für duftende Knetmasse in allen möglichen Farben hergestellt, die bei beiden Kindern total gut ankam!

19 Monate...und was hat es mit Äpfeln auf sich? 

Also eigentlich stellte es in dem Moment die einzige Möglichkeit dar, den Buben in dem Sessel froher Natur für das Fotoshooting zu stimmen. Denn kein Spielzeug (und nein, auch keines seiner Fahrzeuge) konnte ihn im Sessel halten. Und Schoko gab es zu Ostern bereits schon zur Genüge. Der gute alte (Bio) Apfel geht immer, und wie wir alle wissen: One apple a day keeps the doctor away.




Nervenkiller Nummer1

Dieser Tick mit den Haaren. Begonnen hat es vor langer Zeit. Ich kann mich kaum daran zurückerinnern, wann genau dieses Dilemma mit dem Haareziehen genau ins Unerträgliche ausuferte, aber es dürfte laut meiner Theorie einen Zusammenhang mit dem Abstillen geben. Während das Fräulein im Kleinkindalter hurtig am Ohr ribbelte, bis sie einschlief (und ich diesen "Tick"  ehrlich gesagt ganz niedlich fand) hat der Goldjunge nun eine Methode entwickelt, die Haare eines leidgeplagten Elternteiles (im übrigen auch seiner Schwester) anfangs zu zwirbeln, um sie dann still un leise mit aller Vehemenz auszureißen. Autsch! Da dieser Tick mit Vorliebe des Nächtens Seite an Seite seinen Höhepunkt erreichte, sahen wir uns gezwungen, eine Gegenstrategie zu entwickeln. "Wir könnten es ja mit der Waldorfpuppe des Fräuleins austesten. Die hat auch viele Haare!" so mein erster Gedanke.  Mit Betonung auf probieren, sei an dieser Stelle lapidar angemerkt. Ehe ich mich ob der obergenialen Idee ins Fäustchen lachen konnte, wurden wir eines besseren belehrt. Der Goldjunge fand wohl die Puppe oder "Pappi", wie er sie liebevoll nennt, interessant, jedoch wurde sie, nachdem er auch ihr jede Menge rote Haare ausgerissen hatte, in weitem und hohen Bogen aus dem Bett befördert. Mission erfüllt. Zumindest aus seiner Sicht der Dinge. Lange Rede, kurzer Sinn: wir bleiben am Ball. Bis jetzt sind alle Versuche kläglich gescheitert. Also, allerliebste LeserInnen, solltet ihr den einen oder anderen Ratschlag in petto haben, ich bin ganz Ohr. 





Lieblingsbeschäftigung

Bücher mit Fahrzeugen durchblättern (nach wie vor DER Renner schlechthin) und Spielzeugfahrzeuge in allen nur erdenklichen Größen und Ausführungen. Auch sehr beliebt: Betrachten der vorbeifahrenden Fahrzeuge von der Terrasse aus. Inzwischen wieder aktuell: die gute alte Kegelbahn (da wäre nämlich auch ein Auto dabei). 

Das ist neu

Ich gebe zu, ich habe es weder nachrecherchiert, noch habe ich in letzter Zeit im Buch "Oje ich wachse" geblättert, aber eines ist gewiss: diese Phase ist anstrengend. Und zwar sehr sogar! Einerseits erinnert sie mich an die Prä-Krabbelzeit und die Schreiphasen aufgrund der Koliken, andererseits bin ich mir nicht ganz sicher, woher genau dieses aufwallende Unwohlsein und dieses damit verbundene Auufbrausendsein rührt. Ich verbringe dieses gesteigerte "zurück-zu-Mama " Verhalten vorwiegend in Verbindung mit dem Zahnen, und sicherlich gibt es da auch eine These aus entwicklungspsychologischer Seite, und ich glaube sogar, mich vage daran zu erinnern. Faktum ist jedenfalls, dass der Bube trotz seines manchmal überschwappenden Frohsinns seit einigen Wochen nicht mehr zu zetern und kreischen aufhört, sobald er aufgewacht ist. Und dieser Zustand -unabhängig ob er durch die Gegend läuft, im Hochsessel, auf dem Bobbycar oder auch auf meinem Schoss sitzt - schon mal den gesamten Vormittag andauern kann, und einem so einiges an starken Nerven abverlangt. Die Lösung für alles: ab in die Rückentrage und zum Alltag überschreiten.





Neueste Anschaffung

Ein weiteres Fahrzeug im Hause erfreut sich großer Beliebtheit beim Goldjungen: ein Bobbycar samt Anhänger. Der Osterhase hat eine günstige gebrauchte Version davon ergattert, bei dem zwar die Hupe fehlt, und das kräftige Rot eher einem Rosarot ähnelt, aber es eignet sich perfekt für die Terrasse!



Das machen wir regelmäßig

Wir sind nach wie vor begeisterte Spielraum-Teilnehmer. Jetzt, wo es die Temperaturen schön langsam zulassen, verbringen wir viele Sonnenstunden in unserem grünen Wohnzimmer, der Terrasse. Wir sind sehr viel in der Natur unterwegs, und vor allem ist auch die Gartenarbeit endlich wieder interessant, auch wenn sie teilweise aufgrund des steilen Hanges in der Rückentrage erfolgen muss. 




So viel zu unserem Kleinkindalltag in aller Kürze! Die vorherigen Posts zum Kleinkindalltag findet ihr übrigens alle hier.

Schön, dass ihr mir bis hierher gefolgt seid!

Eure Tina 





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20 April 2017

DIY Seedbombs - titantinas Gartenecke



Kinder lieben es, sich mit Erde und Matsch zu spielen. Aus einer matschigen Masse etwas zu erschaffen und zu formen, der Phantasie freien Lauf zu lassen, hat etwas Fesselndes an sich. Für Groß UND für Klein. Als ich mit 18 Jahren im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres in einer Mal- und Keramikwerkstätte die Liebe zum Gestalten mit Ton entdeckte, war das der Anfang einer neu entfachten Liebe zur Kreativität. Der anfangs unförmigen Masse ein neues Leben einzuhauchen, zu kneten und zu gestalten hat einen speziellen Reiz für sich. Sehr kopflastige Menschen schwören darauf, dass genau diese Art von kreativer Beschäftigung sie "erdet", sie zurück auf den Boden der Realität bringt, und sie dadurch zur Ruhe kommen. Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Art des kreativen Schaffens mit weichem, formgebenden Material Stress reduziert und den Kopf frei werden lässt, indem der Fokus rein auf den kreativen Prozess gelenkt wird. Umso besser, wenn das Endresultat noch nicht feststeht. Auch für Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten ist es ein besonderes Erlebnis, sich ausschließlich einer Sache zu widmen und etwas zu erschaffen, ohne Druck und ohne beurteilt zu werden.




Da ich als Mutter eines Kleinkindes immer wieder auf der Suche bin nach sinngebenden und dennoch einfachen Spielmaterialien bin, die möglichst ohne Chemie und Zusatzstoffe auskommen, bin ich passend zur Gartensaison auf Idee gekommen, aus einer bereits existierenden Blütensamenmischung gemeinsam mit den Kindern Seedbombs oder zu deutsch "Samenbomben" zu basteln.
In nur wenigen Schritten werden aus der Zutatenliste Kugeln geformt, welche bei der Aussaat leicht in die Erde gedrückt und gegossen werden. Mit dieser Technik kommen sogar schlecht zu bewässernde Untergründe zurecht, ein besonderer Pluspunkt für unseren felsigen Hanggarten.

Warum ausgerechnet Seedballs?

Seedballs optimieren die Aufwuchs-und Keimbedingungen von Samen. Durch die Umschließung der Samen mit Humus und Ton werden die Keimbedingungen auf traditionell japanische Weise optimiert. Speziell bei ausgelaugten Böden kommt diese besondere Technik zum Einsatz, da eine nährstoffreiche Basis geschaffen wird, die eine landwirtschaftliche Nutzbarmachung von Gegenden mit besonderen Ansprüchen wie Wüstengegenden wieder interessant und somit konventionell nutzbar macht. Der japanische Landwirt Fukuoka hatte, inspiriert durch den besonderen Keimprozess einer speziellen Rettich-Art, diese Form des Anbaus aufgegriffen. Der größte Vorteil gegenüber des herkömmlichen Saatprozesses ist die Speicherung von Feuchtigkeit durch die runde Formgebung. So wird einer frühzeitigen Keimung entgegengewirkt, indem die Keimung erst dann erfolgt, wenn diese nach dem Regen bis ins Innerste des Seedballs vorgedrungen ist.



Material

Tonerde (hier: Löss aus der hiesigen Weingegend)
Blumenerde
ca. 150g Blumensamen 
 (Mischung aus Sommerblumen und selbst geerntete Samen vom Vorjahr wie blaue Wicke, Calendula und Kapuzinerkresse)
Wasser


TIPP: sollten eigene verschiedene Samen verwendet werden, dann unbedingt darauf achten, dass sich die Standortbedingungen ähneln, sprich sonnenliebende/schattenliebende Pflanzen zu ihresgleichen!


So habe ich es gemacht:

Löss fein reiben. Mit der Blumenerde etwa im Verhältnis 2:1 vermischen. Samen dazugeben. Während des Vermischens nach und nach kleinweise Wasser dazugeben, bis eine nicht zu breiige Masse entsteht, die sich noch gut formen lässt.
Zu Bällchen formen und etwa 2 Tage auf der Fensterbank oder im Freien trocknen lassen, bis sie hart sind.


Der Aussaat steht somit passend zum bevorstehenden Mai nichts mehr im Wege! Bleibt nur zu hoffen, dass der aktuelle Wintereinbruch mit nächtlichen Minusgraden, Wind und Schneefall möglichst bald frühlingshafteren Temperaturen weicht!


Eure Tina






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17 April 2017

Power Mom. Mein Interwiew für Auszeit4Mama




Kinder, Haushalt, viele Projekte und nicht zu vergessen: die eigenen Bedürfnisse! Denn wenn es Mama gut geht, dann geht es auch den Kindern gut! Der Wunsch, alles unter einen Hut zu bringen ist eine besondere Herausforderung im Alltag jeder Mutter.


Zum Thema Auszeit gibt es auf dem Blog Auszeit4Mama 


ganz persönliche Einblicke von mir nachzulesen. Sabrinas Blog ist übrigens eine absolut lesenswerte Neuentdeckung in der heimischen Bloggerlandschaft. Unter der Rubrik Mamageflüster findet ihr Themen von und für Mamas, sei es, um die Seele in einer ruhigen Minute baumeln zu lassen oder Einblick in das bunte Leben anderer Mamas zu gewinnen.




                                               Hier geht's lang zum Interview!

Ich hoffe ihr hattet ein paar wunderschöne entspannte Osterfeiertage!

Eure Tina
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