06 Juli 2018

Babys Schlaf





Schlaf bei Babys

Schlaf & Babys. Ich kann ein Lied davon singen. Eines, das sich aus unterschiedlichen Strophen zusammensetzt: Mal laut, mal leise, mal schnell und mal langsam. Der Refrain ist die einzige Konstante. Das Lied beginnt rasch und hetzend, jedoch pendelt es sich im Laufe der Zeit in einen gleichmäßigen Rhythmus ein. Es erzählt von Höhen und Tiefen und ist berührend, auf eine ganz persönliche und besondere Art und Weise. Es ist emotional geladen, ist heiter beschwingt, dann wieder lässt es erschaudern, ist düster und deprimierend, um in einer lockeren und unbefangenen Strophe zu enden.
Jedes Elternteil kann ein Lied anstimmen. Und zwar ein ganz individuelles. Keines ist wie das andere, und Vergleiche lohnen sich nicht. Jedes ist ein Unikat, ein Sammelsurium zusammengesetzt aus persönlichen Momenten, und eines ist ihnen allen gewiss: es ist ein Stück Familiengeschichte, die bewegt und von emotionalen Momenten getragen wird.

Das Thema Schlaf ist ein hochsensibles, das wurde mir rückblickend in den 9 Jahren Mutterschaft bewusst. Kein anderes Thema polarisiert auf derart emotionaler Ebene. Hier scheiden sich viele Geister. Angefangen von unterschiedlichen Meinungen, die die Elternschaft in 2 Lager spalten, mitunter begleitet von einem starren Festhalten und Befürworten an den eigenen als einzig richtig befundenen Glaubenssätzen. Aufgrund ambivalenter Ansichten und Einstellungen werden Konflikte offen, anonymisiert in den unendlichen Weiten des WWW oder auch im privaten Umfeld, mit desaströsen Folgen ausgetragen. Die Folge der Querelen: schlechtes Gewissen und Unzufriedenheit der ZubettbringerInnen auf der einen Seite, und auf der anderen ein Baby, das unzureichend Schlaf findet, was wiederum an unserem Kräftehaushalt zehrt. So vielfältig sich die Schlafgewohnheiten der Babys auch darstellen, so uniform ist der Wunsch der Eltern: das aufreibende Thema „Schlafprobleme“ aus der Welt zu schaffen.

 Im Zuge meiner Auseinandersetzung mit dem Thema Schlaf bei Babys und unzähligen durchwachten, nervenaufreibenden Nächten in den letzten 8 Jahren, zu denen sich hie und da sogar Selbstzweifel gesellten, stellte ich mir die Fragen: „Kann man überhaupt von einem Schlafproblem sprechen? Ist Babys Schlaf tatsächlich so abnormal wie wir ihn darstellen oder die Umwelt uns suggeriert oder ist es bloß ein Bedürfnis von uns, das Baby gerne anders, perfekter und unkomplizierter haben zu wollen?  Liegt es vielleicht sogar an meiner eigenen Einstellung und meiner Sicht der Dinge, dass ich mich von einigen wenigen DurchschläferInnen (ja, die gibt es auch, keine Frage!) beirren lasse, und ich diese außergewöhnliche doch im Schnitt recht selten auftretende Schlafgewohnheit sogar als Maß der Dinge anstrebe?“



Wie alles begann

Zurück zu meinen allerersten Erfahrungen mit dem Thema Schlaf und Babys. Wir schreiben das Jahr 2009. Theoretisch war ich bestens vorbereitet auf all das, was auf uns als Familie zu dritt zukommen würde. Hochmotiviert und mit dem Ziel vor Augen, mich in das Thema zu vertiefen und es von Grund auf zu begreifen, deckte ich mich mit allerhand Literatur ein. Angefangen von Klassikern und Standardwerken kamen mir auch diejenigen unter, die dafür plädierten, es gäbe ein Programm, dessen es sich zu unterziehen lohnte, denn, so der einheitliche Tenor: "jedes Baby ist dazu fähig, schlafen zu lernen".

Erste Zweifel machten sich in mir breit und mein Bauchgefühl riet mir von Anfang an: „halte dich fern von diesen Programmen.“ Denn sie wollten so gar nicht in meine Gedankenwelt, die geprägt war von Familienbett, Stillen und Beziehungsorientiertheit passen. Irgendetwas fühlte sich nicht richtig, nicht natürlich an. Für mich war klar: ich akzeptiere das Schlafverhalten des Babys so, wie es ist. Denn gestillte Babys haben nun mal einen eigenen Rhythmus, und das ist auch gut so, wenn man die entwicklungsmedizinischen Hintergründe genauer unter die Lupe nimmt.
Die Wissenschaft hat es bestätigt: kurzintervalliges Aufwachen ist für die Gehirnentwicklung eines Babys von großer Bedeutung, und es ist und bleibt nun mal die biologische Norm.

 Das Baby, das 2009 das Licht der Welt erblickte, wachte im 45-Minuten Takt auf, um gestillt zu werden. Tagsüber ein Schreibaby, das nie, ja nicht einmal in der Tragehilfe zur Ruhe kam, hielt uns Tag und Nacht auf Trab. Ausgelaugtheit und Erschöpfung waren die Folge. Ein Schatten meiner selbst verspürte ich leider viel zu spät nach vielen Jahren der bedingungslosen Aufopferung den dringenden Bedarf, mein Energiereservoir aufzufüllen. Nur wie? 



Gedankenwechsel ja, Paradigmenwechsel nein


2015. Mein Sohn wurde geboren. Mir wurde aus den Erfahrungen der letzten Jahre, die mir den Ansporn zu einer veränderten Sichtweise gaben, bewusst: Meine Grundsätze bleiben bestehen, aber ich mache vieles ein klein wenig anders.

Mit dem Ziel, meinen Kräftehaushalt  für die anfängliche Stillzeit mit den extrem kurzen nächtlichen Etappen zu schonen, musste ich neue mir bis dato in der Praxis unbekannte Wege beschreiten, und es musste ein Umdenken stattfinden, das für viele als „egoistisch“ abgetan wurde. Ich begann, mir immer wieder tagsüber in den Stillpausen Freiräume zu schaffen, um mich sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene zu schonen. Nichts zu tun, oder das zu tun, auf das ich in dem Moment Lust hatte, hatte oberste Priorität. Meine Premiere für die Mama-Auszeit! Für die Zeit nur für mich, und zwar, ohne schlechtes Gewissen aufkeimen zu lassen. Begleitet von dem Gedanken: „das, was ich für mich tue, kommt wiederum den Kindern zugute.“  Fühle ich mich wohl, so hat das einen positiven Effekt auf die Kinder. Sie sind entspannter und ausgeglichener. Und so nebenbei profitieren sie von der Vorbildwirkung, die wir in jeder Lebenslage auf unsere Kinder haben. Wir gehen achtsam mit uns und unserer Umwelt um, und wir betreiben Selbstfürsorge.
Raus in die Natur zum Luft schnappen? Oder einfach nur auf dem Sofa mit einer Tasse Tee oder einem guten Buch in der Hand faulenzen? Mich vormittags, wenn das Fräulein in der Schule war, gemeinsam mit dem Baby hinzulegen, um das nächtliche Schlafdefizit auszugleichen, war unbestritten eine meiner wichtigsten Maßnahmen, um dem Teufelskreis Erschöpfung zu entkommen.
Und dabei war es auch ganz essentiell, sich damit abzufinden, dass das eigene Wohlbefinden über perfektionistische Ansprüche siegte. Mich damit zufrieden zu geben, dass ich auch mal „alle 5 gerade sein lasse“, war und ist auch heute noch kein einfaches Unterfangen.


2 Jahre und noch immer kein Durchschlafen in Sicht?


Die nächtlichen kurzen Stillintervalle verlängerten sich mit etwa 1,5 Jahren durch sehr gemächlich eingeführtes nächtliches Reduzieren der Stillmahlzeiten über Wochen hinweg sehr deutlich, bis ich mich letztendlich ganz bewusst für das Abstillen entschied. Zu-Bett-geh- Rituale in einer ruhigen, entspannten Umgebung sollten für einen ebenso entspannten Schlaf sorgen. Doch trotz Regelmäßigkeit und viel Geduld lief es bei weitem nicht immer so, wie wir Eltern es uns vorgestellt hatten.

Lag es etwa an uns? Was konnten wir verbessern, damit der Bube nicht so oft aufwacht und endlich ein paar Stunden durchschläft? Sind es die Zähne oder macht sich etwa ein Infekt breit? Oder ist es wieder einer dieser Wachstumsschübe?

Eine Lösung war schnell zur Hand, und wir kamen zu dem Entschluss: die Zeit ist reif für eine kleine Veränderung.
Das Kinderzimmer wurde in liebevoller Hingabe umdekoriert und mit einem Kinderbett ausgestattet. Daraufhin wechselten sich herausfordernde Phasen mit jenen AHA Momenten ab, die uns Eltern Mut und Hoffnung schenkten, und nach einiger Zeit war sogar ein Rhythmus offensichtlich. Das Einschlafen im eigenen Zimmer, mit spätem Hinüberwandern zu uns ins Elternbett war ab jetzt die Norm. Und siehe da, die Tage, an denen man sogar im Wachzustand des Kindes das Zimmer verlassen konnte, wurden kontinuierlich mehr.





Jedes Kind ist anders


Das Fräulein mit ihren 8 Jahren schläft sprichwörtlich wie ein Stein, und ich wage sogar zu behaupten, sie nennt wohl den erholsamsten Schlaf hier im Hause titantina ihr Eigen. Ja nicht einmal ein auf ihr tobender, aus Leibeskräften schreiender kleiner Bruder kann sie am Weiterschlafen hindern. Wenn sie schläft, dann schläft sie. Pünktlich um 7 oder auch mal eine halbe Stunde später. Sie hat ihren eigenen Rhythmus gefunden. Sie hat uns als allererste gelehrt: jedes Kind hat sein eigenes Schlafbedürfnis.
Ich denke, das Thema „Schlaf“ geht mit viel Veränderung im Laufe der Kindheit einher. Es benötigt klare Strukturen, im Gegenzug jedoch auch Kompromisse, und mit viel Geduld und Empathie von unserer Seite löst sich vieles von selbst.


Es könnte doch alles so einfach sein?


 Jein. Babys Schlaf ist kein einfaches Thema per se. Es gibt unzählige Varianten, um sich dem Thema anzunähern. Was wir als Familie als richtig erachten, muss nicht zwingend für eine andere gelten, denn jedes Kind ist individuell. Die Bedürfnisse der Eltern unterscheiden sich genauso wie das Schlafverhalten der Babys. Eigenes Bett von Anfang an oder doch Familienbett? Stillen oder Fläschchen? 
Schwierig wird es dann, wenn man seine eigenen Vorstellungen als die einzig wahren erachtet und die Einstellung zum Dogma wird, und hier ist ein toleranter und respektvoller Umgang höchstes Gut. 



Meinen Beitrag zum Thema Schlaf seht ihr übrigens auch als Gastbeitrag im Magazin von Benni's Nest. Das Nestchen aus reinem unbehandelten Zirbenholz ist bei uns seit der Geburt des Frühlingskindes im Einsatz. Meinen Artikel zu Benni's Nest könnt ihr hier nachlesen! 







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04 Juli 2018

Diy Stilleinlagen - Tutorial



Zum Thema Stilleinlagen selbermachen gibt es bereits jede Menge Inspiration im Netz, wenn das Wörtchen aber nicht wäre. Vor einigen Jahren habe ich sämtliche Tutorials durchforstet, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, Stilleinlagen ein "hipperes" Aussehen zu verpassen. Für mich war jedoch ein andere Ziel vorrangig: sie sollten dicht halten und ich wollte eine umweltschonendere Alternative entwickeln, die nicht auch noch neben unseren Berg von Windeln für aktuell 2 Wickelkinder den Mistkübel strapazierten.




Ich machte mich drauf und dran, aus Stoffresten bunte Einlagen zu nähen, sozusagen ein Upcycling Projekt aus Baumwollstoffresten, jedoch war ich damit höchst unzufrieden und landete rasch wieder bei den herkömmlichen Wegwerfstilleinlagen. In Punkto Saugfähigkeit und Passform versagten sie nämlich kläglich. Und das fand ich extrem schade. So gab ich die Suche nach einer ökonomischen und nachhaltigeren Alternative nicht auf und testete etliche Materialien und Konsistenzen, bis ich letztendlich bei der jetzigen Variante, die ich euch heute in dem Tutorial präsentieren werden, landete.

Meine vorrangige Idee war an eine nachhaltige umweltschonende Version dessen, was sich heute überall in den gängigen Supermarktketten findet. Eine Variante, die ressourcensparend war und dennoch ihren Zweck, in erster Linie natürlich die Saugfähigkeit, erfüllte.  Für mich klar: sie muss aus natürlichem Material bestehen und nicht bedruckt sein, denn leider enthalten bedruckte Stoffe, sofern sie nicht Bioqualität besitzen, schädliche Zusatzstoffe, und die galt es bei einer derart sensiblen Körperregion tunlichst zu vermeiden. Optisch sollte sie vor allem einen Zweck erfüllen: sie sollte so schlicht und neutral wie möglich sein, damit notfalls weder Muster noch zu knallige Farbe  durchschienen.

Mein erster Probeversuch mit doppellagigen Biostoffen scheiterte kläglich. Nach einigen misslungenen Testversuchen landete ich schlussendlich bei einem Materialmix, der für meine Bedürfnisse und Erfordernisse optimal erschien: mehrere Lagen von Molton, der die positive Eigenschaft besitzt, sehr saugfähig zu sein und aus 100% Baumwolle bzw. Flanell besteht. Die Moltontücher sind übrigens auch bei bestimmten Anbietern in reiner Bioqualität und ungefärbt erhältlich.




Material


Bio Moltontuch (im Mehrfachpack erhältlich) 
Baumwollstoff (nicht zu dünne Qualität, er sollte etwas Stabilität besitzen) oder auch Musselin
(in meinem Fall mit Naturfarben gefärbt, jedoch empfehle ich erste Variante mit stabilerem Baumwollstoff,da er besser die Form des Hütchens hält)




So habe ich es gemacht:



Aussenstoff (derjenige, der nicht an der Brust liegt) etwas größer als den Innenstoff (Moltontücher) zuschneiden, da er diesen überlappen wird. Kreis 2x falten und mittig eine Stecknadel anbringen. Einen Keil in den Stoff schneiden.
Der Keil sorgt dafür, dass die Stilleinlagen sich an die Form der Brust anpassen und nicht flach aufliegen.


Kreis rechts auf rechts stecken und absteppen. Nahtzugabe wegschneiden. Ein Hütchen entsteht.



Die offene Kante rundherum versäubern. die 4 Lagen Moltontuch mittig platzieren, und exakt übereinander legen. Mittig auf der Innenseite (linke Seite) des Aussenstoffes platzieren, feststecken und knappkantig absteppen. Fertig!


Wie ihr seht, sind diese Stilleinlagen im Handumdrehen genäht. Am besten, ihr fertigt euch mehrere im Doppelpack an, da man doch einen gewissen  Verbrauch miteinkalkulieren muss. Ich verwende im Durchschnitt pro Tag 3 Paar Stilleinlagen, wobei ich sie sehr sparsam verwende und über einen sehr guten Milchspendereflex verfüge. Je nachdem kann der Verbrach von Frau zu Frau variieren.

Die Stilleinlagen sind bis 90°C waschbar und trocknen relativ rasch. 




TIPP Vor allem in den heißen Monaten kann man zusätzlich Energie sparen, indem man die Pads mit der Hand und milder Seife und heißem Wasser auswäscht und in der Sonne trocknet. 



Wie sind denn eure Erfahrungen zu Stilleinlagen? Welche sind denn eure Favoriten und was würdet ihr auf keinen Fall weiterempfehlen?

Eure Tina










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01 Juli 2018

Verlosung: Detektiv-Trail Wien *Anzeige


Das Flair von Großstädten ist schon etwas ganz besonderes. Der Charme von Wien ist eine Klasse für sich. Geschichtsträchtige Städte und deren Altstadt, Kunst und Kultur haben mich seit jeher in den Bann gezogen. Hätte mich jemand in meinen Jugendjahren gefragt, ob ich jemals Wien den Rücken kehren würde, dann hätte ich felsenfest behauptet: sicher nicht! Und wie so oft kommt unverhofft oft, und ich bin der Liebe wegen wieder aufs Land gezogen, dem Ursprung meiner Kindheit. Ein Schritt, den ich anfangs bereute. Ein Leben abseits der Anonymität, weit entfernt von den hippen Straßenzügen und ihren Shops, dem regen Getummel, der Bim, den wundervollen Parks und dem bunten oft lauten Leben. Inzwischen, 15 Jahre später, würde meine Antwort auf die Frage, welche Vorteile denn das Landleben mit sich bringt, lauten: die Ruhe, die Ungestörtheit und die Natur. So ein Leben mitten im Grünen hat viele Vorteile gegenüber dem urbanen Raum, und vor allem mit Kindern möchte ich diese nicht missen. Dennoch zieht es uns ab und zu in die Stadt, in der ich viele Jahre verbrachte, und in der ich mich auf Anhieb heimisch und verbunden fühle. Mit 3 Kindern in Begleitung gestalten sich unsere Ausflüge in der City jedoch momentan eher weniger relaxt. Genauer gesagt, sind die Bedingungen für einen Städtetrip momentan suboptimal. Dennoch hat Wien jede Menge zu bieten, und abgesehen von Kultur und Geschichte gibt es auch spannende und kindgerecht aufbereitete Locations und Attraktionen, die absolut familientauglich gestaltet sind.


Was ist ein Detektiv-Trail?

Der Detektiv-Trail Wien, eine witzig gestaltete Schatzsuche, bietet eine abwechslungsreiche Alternative für Familien, Schulklassen, Kinder und alle InteressentInnen an, abseits der klassischen Touristenpfade eine Großstadt zu erkunden, und Attraktionen, die so gar nicht 0815, da sie auf den Insider-Tipps von Locals basieren, kennenzulernen. Die Idee hinter den Trails ist eine interaktive Schatzsuche mit der Kultfigur der gleichnamigen Kinderbuchreihe: Detektiv Dachs.

Der Weg ist das Ziel. Es geht darum, an verschiedenen Stopps, die auf einer Gesamtstrecke von 7 km verteilt sind,  knifflige Rätsel und Aufgaben zu lösen. Der Trail startet ganz zentral am Westbahnhof und führt durch die schönsten Gegenden Wiens, u.a. den ersten Bezirk mit der wohl populärsten Hauptattraktion Wiens neben dem Riesenrad, dem  Stephansdom aber auch weniger bekannten Sightseeing Attraktionen. Der Trail kann je nach zeitlichen Ressourcen individuell ausgeführt werden, je nachdem, wieviele Stopps und Pausen man an den bekannten Plätzen oder auch im Museumsquartier, das zu einem Besuch ins Zoom Kindermuseum einlädt, einplanen möchte, mindestens jedoch 2 Stunden.
Mittels Routenbeschreibung wird das Ziel am Hauptbahnhof im Café 15 süße Minuten angepeilt, wo gegen Abgabe des richtigen Codes ein Geschenk auf jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin wartet. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, an der Jahresverlosung teilzunehmen und erhält einen Gutschein für ein Buch aus der legendären Kinderbuchreihe "Detektiv Dachs".


Wien mit Kindern


Wie komme ich zu der Schatzsuche?

Der Detektiv-Trail Wien ist sowohl als App als auch als Printversion im PDF Format im Shop erhältlich. Der Trail in Wien ist bis 31. Oktober 2018 buchbar.



Freikarten zu gewinnen

Und jetzt kommst genau Du zum Zug! Hast Du Lust und Interesse, an einem Detektiv-Trail in Wien teilzunehmen oder benötigst Du noch ein etwas anderes Geschenk für eine Familie, die gerne unterwegs ist, dann hinterlasse hier oder auf meinen Social Media Kanälen Facebook und Instagram einen Kommentar! Alternativ könnt ihr mir gerne auch eine Mail an titantina@hotmail.com mit Betreff "Verlosung" schicken.

Pünktlich zum Schulschluss verlost titantina gemeinsam mit MyCityHighlight
3x2 Freikarten für den Detektiv-Trail in Wien!




Teilnahmebedingungen
1. Die Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz in Österreich oder Deutschland oder innerhalb der EU haben.

2. Es ist keine Barablöse möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Zwischen „titantina“ und den Teilnehmern besteht kein Vertragsverhältnis. Es gilt österreichisches Recht.


Die Verlosung endet am Mittwoch, dem 3. Juli 2018
Die Gewinnerin/der Gewinner wird durch einen Zufallsgenerator ermittelt und erhält einen Gutscheincode zum Einlösen.





Habt einen schönen Ferienbeginn und einen wundervollen Sommer, egal ob in der Stadt oder am Land!

Eure Tina




* der Blogbeitrag ist in Kooperation mit MyCityHighlight entstanden.



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26 Juni 2018

Gift of resilience - Widerstandskraft fördern *Anzeige



In einem sind wir uns Eltern einig. Wir haben für unsere Kinder einen Wunsch, welcher von Geburt an bis ins hohe Lebensalter für uns allerhöchstes Gut ist: die Gesundheit. Die Widerstandskraft unserer Kinder zu stärken, und das von Anbeginn an. Jedoch sind wir nicht immer gefeit vor Krankheiten, die uns dahinraffen und uns unserer Kräfte berauben. Und auch finden wir uns immer wieder in Auseinandersetzungen wieder, ob wir es wollen oder nicht. Konflikte sind Teil unseres Lebens, auch wenn wir am liebsten im Sinne eines #happylife auch ganz ohne diese Niederlagen, die als die größten Energiefresser meist ganz unverhofft in unser Leben treten, zu wünschen auskommen würden. Ganz klar ist, das Leben hält so manche spannende Herausforderung auf Lager, und meistens genau dann, wenn wir gerade nicht damit rechnen. Unverhofft kommt oft. Definitiv  ein Spruch mit hohem Wahrheitsgehalt. Die Hoffnung trotz Niederschläge und Missglücke nicht zu verlieren und eine Balance zu finden, ist nicht immer ein einfaches Unterfangen, jedoch ist jede Niederlage, sowohl auf psychischer als auch auf physischer Ebene gleichzeitig eine Chance, um seinen Erfahrungsschatz zu erweitern und unsere Widerstandskräfte zu mobilisieren. Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Resilienz ist nicht nur ein Maß für unser Wohlbefinden sondern auch ein Ausdruck unserer Lebensqualität, die bei den Jüngsten beginnt: bei unseren Kindern. Wünschen wir uns nicht alle insgeheim, wir wären als Eltern wie ein Fels in der Brandung, und unsere Kinder besäßen die Widerstandskraft, auch die schwierigsten Situationen zu meistern? Dafür benötigt es ein intaktes Immunsystem, innere Stärke und Resilienz. Um dieses zu stärken, ist es notwendig, vielfältige Erfahrungen zuzulassen.

Stillen

Als meine Tochter vor 9 Jahren das Licht der Welt erblickte, lautete meine ganz persönliche Entscheidung: ich möchte stillen. Um mich auf das Stillen bestmöglich vorzubereiten verschlang ich in der Schwangerschaft jede Pflichtlektüre zum Thema, setzte mich mit etwaig auftretenden Hürden und Einschränkungen gezielt auseinander, und schuf mir ein Netzwerk an Profis auf dem Gebiert, auf das ich im Bedarfsfall zurückgreifen konnte. Und auch wenn es nicht immer wie am Schnürchen lief, war ich in dieser Hinsicht gesegnet, denn Stillprobleme waren für mich bei allen 3 Kindern ein Fremdwort. Dass die Muttermilch nicht nur die Mutter-Kind-Beziehung vom ersten Moment an stärkt, sondern auch für beide Seiten, für Mutter und Kind beste physische und psychische Grundvoraussetzungen für den Erhalt der Gesundheit bietet, ist wissenschaftlich erwiesen. Somit war die Basis für ein starkes Immunsystem von Anfang geschaffen, und den Kindern konnte nichts mehr daran hindern, mit allen Sinnen, und den vielfältigen Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg sammeln würden, die Welt zu entdecken.

 

Raus in die Natur

Die Natur ist nicht nur größter und spannendster Spielplatz für die Kinder, sie birgt auch enormes Potential, wenn es darum geht, wieder zu innerer Ruhe und Entspannung zu finden. Abstand zum Alltag zu gewinnen und für eine Weile den Stress, Ärger, Frustrationen und Belastungen des Tages zurücktreten zu lassen, ist für jeden von uns Thema, egal ob wir Elternteil sind oder/und mitten im Berufsleben stehen, jung oder alt sind. Zurück zur Natur ist nicht umsonst gerade heute in der konsumorientierten, schnelllebigen Welt zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema geworden. Der Wunsch nach Rückzug und Ruhe ist in vielerlei Hinsicht omnipräsent und spürbar.
Wir gehen unserem Drang nach Ausgleich durch die Natur auch bei Kälte und Nässe nach. Denn wie wir bekanntlich wissen: schlechtes Wetter gibt es nicht, sondern nur inadäquate Bekleidung! Kinder haben unabhängig von Wetterkapriolen Freude daran, sich diesen- wie wir oft empfinden unangemessenen Wetterbedingungen- auszusetzen. Sei es beim Pfützenspringen nach einem ausgiebigen Regentag oder auch bei Minusgraden, die viele von uns Erwachsene davon abschrecken, mit dem Hintergedanken, die Kinder würden sich ob der Kälte erkälten. Es lohnt sich, diese in unseren Köpfen festsitzenden, im Grunde einschränkenden Sätze loszulassen, sich auf neue Wege zu begeben. Also rein in die Gummistiefel und ab nach draußen im bestbewährten Zwiebelschalenprinzip!

 

Dasselbe gilt natürlich auch für heiße Sommertage. Der Rückzug in den Wald ist für uns das Allheilmittel schlechthin, nicht nur um dem Alltagstrott zu entfliehen, sondern auch um "auszulüften". Nämlich genau dann, wenn die Emotionen zu Hause hochgehen wie riesige Wogen, und man verzweifelt versucht, geballte Ladungen an Energie in richtige Bahnen zu lenken und aufkeimende Konflikte zu lösen. Frischluft erweist sich dabei als sehr nützlich, jede noch so festgefahrenen Situation zu entspannen und überrascht und immer wieder mit ihrer deeskalierenden Wirkung auf Klein und Groß. Achtsam die Natur zu erforschen tut sowohl den Kindern als auch uns Erwachsenen gut. Ich bin sogar überzeugt davon, sie besitzt einen ungeahnten Wellnesscharakter!

 
Soziale Begegnungen

Sozialer Austausch ist in vielerlei Hinsicht bereichernd. Jede Begegnung mit einem Menschen birgt das Potential, an uns selbst zu wachsen. Aber er kann uns auch unsere individuellen Grenzen aufzeigen. Uns an den Rand der Verzweiflung treiben, uns aufwühlen und Emotionen freilegen, die wir vielleicht nicht erwartet hätten, und vielleicht sogar unverhältnismäßig erscheinen. Mit diesen hochkommenden Emotionen umzugehen und sowohl die positiven als auch die gesellschaftlich negativ konnotierten Emotionen als Teil von uns zu akzeptieren, stellt uns Erwachsen oft vor neue Herausforderungen. Und vielleicht werden wir sogar mit einem Gefühl von Hilflosigkeit konfrontiert und hätten mit einer Eskalation eines Konflikts in genau diesem Moment nicht gerechnet. Und da geht es Kindern natürlich ähnlich.

Da ich besonders in meiner frühen Karenzzeit den Wunsch nach gesellschaftlichem Austausch unter Gleichgesinnten verspürte, war ich bereits im ersten Lebensjahr Teil einer Stillgruppe und weiterführenden Kleingruppen ab Babyalter. Ein Raum des Vertrauens und des kommunikativen Austausches, der sich sowohl für die Mutter als auch für das Kind als sehr bereichernd erwies, entlastete mich und öffnete dem Kind eine Tür für weitere Erfahrungen außerhalb der Familie und des Bekanntenkreises. Das freie Spiel förderte zudem die Kreativität und stärkte das positive Selbstbild. Durch den Einsatz von altersgerechten Klettergerüsten ab dem Kleinkindalter wurde ein weiterer Schritt in Richtung Selbstvertrauen gesetzt, indem die Eltern dazu angehalten wurden, neue Erfahrungen zuzulassen und eine beobachtende, entspannte Haltung einzunehmen, die eine essentielle Frage aufkeimen ließ. Wieviel kann ich mir selbst zutrauen? Schaffe ich diese Herausforderung? Der Austausch mit anderen Kindern in unserer Spielgruppe, den ich auch gerne als Entfaltungsraum bezeichne,  hat definitiv dazu beigetragen, positiv auf das Umfeld zuzugehen und unvoreingenommen und tolerant auch anderen Weltbildern entgegentreten. Der Umgang mit anderen Menschen birgt auch immer ein "Risiko" für konfliktbehaftete Situationen. Diese zuzulassen ist ein Garant für lösungsorientiertes Handeln, und sie erweisen sich hilfreich dabei, mit Enttäuschungen umgehen und Kräfte und Fähigkeiten mobilisieren zu können.
Auf diese Weise können wir unsere Kinder begleiten, auf  die eigenen Stärken zu vertrauen und die Grenzen zu wahren. Und das heißt auch immer wieder für mich, kompromissbereit sein als Elternteil, auch mal ein "nein" eines Kindes zu akzeptieren, und reflektiert zu bleiben.



Gemeinsam Hand anlegen

Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen lernt man am Besten in der Praxis. Eine Schere und ein Messer ist nichts für Kinderhände? Der Satz stimmt nur bedingt, wie ich finde! Auch der achtsame Umgang mit Utensilien und Gebrauchsgegenständen, den wir als "gefährlich" einstufen kann ab einem gewissen Alter und unter bestimmten Voraussetzungen erlernt werden, wenn wir gewisse Faktoren berücksichtigen und entspannt an die Sache rangehen. Das Miteinbeziehen von Kindern in alltäglich zu verrichtende Tätigkeiten wie das Blumen gießen, Geschirrspüler ausräumen, Tisch decken, Essen zubereiten, Wäsche aufhängen und vieles mehr kann je nach Alter und Fähigkeiten ganz individuell und frei von jeglichem Zwang und Druck an das Kind angepasst werden. So wird dem Kind vermittelt: Helfen macht Spaß, und so ganz nebenbei kommen ungeahnte Stärken und Fähigkeiten zum Tragen, die wiederum das Selbstvertrauen stärken.
Speziell im Kleinkindalter führen Enttäuschungen jeglicher noch so -wie wir Erwachsene finden- banalen Art zu explosiven, emotional geladenen Momenten. Wir Eltern kennen sie alle, wenn wir von der Autonomiephase sprechen. Besonders in dieser Phase, in der sich der Explorationsradius eines Kindes massiv vergrößert, ist es mir ein großes Anliegen, die Stärken des Kindes zu betonen und die Kinder selbst Hand anlegen lassen, auch wenn es für uns nicht "perfekt" erscheint und uns in manchen stressigen Situationen den allerletzten Nerv raubt. Seine individuellen Stärken und Schwächen kann das Kind nur durch eigene Erfahrung herausfinden, indem wir vertrauensvoll zur Seite stehen. Unbedarft und unvoreingenommen an eine neue Herausforderung heranzugehen, nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken, ist auch gleichzeitig für uns Erwachsenen eine immerwährende Aufgabe.



Natürlich & "less is more"

Im Laufe der Jahre war es mir ein wichtiges Anliegen, unsere Spielmaterialien massiv einzuschränken. Mir wurde bewusst: ein Mehr an Spielmaterialien stellt für uns in keinster Weise eine Bereicherung für das Spiel dar, sondern behindert sogar in gewisser Weise die Kreativität, da aus einem Überfluss eine Überforderung hervorgehen kann. So habe ich bewusst meinen Fokus auf Spielmaterialien gelegt, die aus natürlichem Material, wie unbehandeltes Holz, bestehen. Vor allem bei Neukäufen war es erste Priorität, auf Kunststoff mit BPA zu verzichten, und das Spielzeug genauer unter die Lupe zu nehmen, da leider nach wie vor gesundheitsschädigende, schadstoffbelastete Materialien zum Einsatz kommen. Wir haben sozusagen unseren Spielbestand drastisch reduziert, was einerseits zur Folge hatte, dass das Kinderzimmer viel einfacher und widerstandsloser zusammengeräumt werden kann, und andererseits die Idee der Nachhaltigkeit auch ins  Kinderzimmer transportiert wird. Ganz nebenbei hat dies einen besonders sinnvollen positiven Effekt nicht nur was den Bezug zur Natur betrifft, sondern wirkt sich auch auf die Geldbörse aus: mit einfachen -je nach Saison variierenden- Naturmaterialien könne wundervolle kreative Kunstwerke aus Kinderhand entstehen. Zusätzlich haben wir einen Teil des Kinderzimmers ins Freie ausgelagert.



Der eigene Garten - steil bergauf und steil bergab

Ein Garten hält das ganze Jahr über so manche Überraschung parat. Unser Garten hat zudem einen hohen Wiedererkennungswert. Eine hohe Felswand hier, abschüssiges Terrain da, steile Stufen, die sich den Weg durch die Fauna bahnen, kurzum: für viele ein unwegsames Gelände, das als No-Go für Kleinkinder betrachtet wird. Nicht so für unsere Kinder. Sie sind es gewohnt, sich zu jeder Jahreszeit im Freien aufzuhalten, Gefahren abzuschätzen und sich dem zu widmen, was sie am liebsten machen: selbst Hand anlegen. Von Hochbeete bepflanzen über Blumen gießen und Obst und Gemüse ernten. Nichts ist vor den mithelfenden Kinderhänden sicher. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es die einfachen Materialien wie Wasser, Erde und Sand, meist in Verbindung mit Wasser, sind, die die Kinder faszinieren und über Stunden hinweg beschäftigen. Ein achtsamer Umgang mit der Natur fördert gleichzeitig die Wertschätzung, und wir sind uns einig: im Garten lernt man fürs Leben.



Wie man sieht: die Widerstandskraft der Kinder kann auf vielfältige und individuelle Weise gestärkt werden. Die neue Aptamil-Kampagne  „Heute für morgen vorbereiten“ setzt sich zum Ziel, das Thema "Immunsystem stärken" genauer unter die Lupe zu nehmen. Mehr davon erfährt ihr hier.

Welche "Geschenke der Widerstandskraft" gebt ihr euren Kindern mit auf den Weg, um ihr Immunsystem von Kindesbeinen an zu stärken?




*dieser Artikel ist in Kooperation mit Aptaclub entstanden.










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22 Juni 2018

Die Buntique - titantina unterwegs *Anzeige



Kirchengasse 26. Eine gefühlte Ewigkeit war ich - inzwischen zur Landpromeranze mit ausgeprägtem Hang für die Ruhe in der Natur mutiert - schon nicht mehr in der City. Meine Liebe zum Selbstgemachten und allem Kreativen hat mich heute dazu bewogen, das Pflaster des altbekannten und einstigen Lieblingsbezirkes, den 7. Wiener Gemeindebezirk, aufzusuchen. Dieses Mal im Schlepptau: das hochmotivierte Fräulein, das sich freut, neben Prater, naturhistorischem Museum und Tiergarten endlich mal ein neues Ziel anzupeilen, welches sich kunterbuntem Handmade Design für Kinder und all jene, die es bunt und außergewöhnlich lieben, verschrieben hat: die Buntique.

12:45. Wir sind fast da. Vorbei geht es an der Neubaugasse und den einstigen Lieblingsläden mit hohem Wiedererkennungswert. Erinnerungen an meine Studienzeit werden wach. In diesem Grätzel habe ich es geliebt, herumzuflanieren und von einem Shop zum nächsten zu schlendern. Eine gefühlte Ewigkeit später bin ich wieder hier gelandet, in meinem hippen Lieblingsviertel, das einen Hauch von Unkonventionalität versprüht. Ob  hier oder zu Hause: es ist wie gewohnt kein einfaches Unterfangen, mit dem Goldjungen Schritt zu halten, der wie von einer Tarantel gestochen um die ihm unbekannte Ecke flitzt, und dann wäre da noch das Frühlingskind, das das erste Mal den Flair der Großstadt erschnuppert und auch verschlummert. Herr W. hat inzwischen den Goldjungen eingeholt, der gerade drauf und dran ist, im Eiltempo Richtung Straßenverkehr aufzubrechen. Hier vorbeiflitzende Autos, dort die Passanten, und da der legendäre 13a. Kleiner Junge in der großen Stadt. "Mamaaa, welche Nummer war es noch mal?" so das inzwischen etwas ungeduldige Fräulein, das nach dem einen Schaufenster Ausschau hält, welches, so wie ich ihr im Vorfeld erklärte, "ganz einfach zu finden sei, weil es sich von anderen abhebt". Und siehe da. Freudestrahlen macht sich im Gesicht des Fräuleins breit. Hell und bunt, das muss es sein! Es ist nicht zu übersehen. Die weiß gestrichene alte Schaufensterfassade und die liebevoll dekorierte Auslage erkenne ich auf Anhieb wieder. Und da ist er auch schon der Bär an er Fahne, das fröhliche Logo der Buntique.

Die Buntique erklärt heutigen Tag zum Picknicktag. Wir sind mit Freuden dabei!




Sogleich werden wir von Emöke in Empfang genommen, als würden wir uns seit einer Ewigkeit kennen. Die Kinder fühlen sich auf Anhieb wohl hier. Kein Wunder, denn so offen und herzlich wurden wir auf einer Shoppingtour noch nie in Empfang genommen. "So macht das Shoppen Spaß!" denke ich mir insgeheim, im Bewusstsein dessen, dass eine entspannte Atmosphäre die Basis für entspannte Kinder und wiederum entspanntes Einkaufen ist. Das Herzblut, mit dem hier Unikate in liebevoller filigraner Kleinarbeit von Emöke und ihren Kolleginnen geschaffen werden spiegelt sich im Umgang mit den Kindern wieder, und das auf echte, authentische Weise. Kinderfreundlichkeit und eine relaxte Atmosphäre werden groß geschrieben, und so werden wir Stunden in der Buntique verbringen, um das Sortiment genauer unter die Lupe zu nehmen, und den kreativen Kopf, ihre Ideen und die Geschichte rund um die Buntique näher kennenzulernen.



Während der Goldjunge die gehäkelten Rasseln ins Visier nimmt, inspiziert das Fräulein als erstes die Papeterie mit den vielen tollen liebevoll gestalteten Prints von Katrin und Judith.  Keine Frage, hier überwiegt - wie der Name schon sagt - der kunterbunte fröhliche Mix, der durch ein sehr ansprechendes Gesamtkonzept und eine bis ins Detail durchdachte Aufteilung in verschiedenste Nischen und Ecken rundum harmonisch wirkt, und sowohl Groß als auch Klein sofort in den Bann zieht. Man bekommt in keinster Weise den Eindruck vermittelt, das Bunt der Buntique wäre überladen oder würde unsere Reizschwelle überstrapazieren, im Gegenteil. Gegen eine derart helle freundlich Umgebung haben wir an einem etwas wolkenverhangenen Tag nichts einzuwenden.







Da ich dem Upcycling von geschichtsträchtigem Mobiliar verfallen bin und wie ihr wisst bereits etlichen Möbelstücken aus dem Sperrmüll ein zweites Leben einhauchen konnte, habe ich auch schon meine Lieblingskredenz, die nun die tollen Geschirrtücher und vielen anderen hübschen Kinderaccessoires beherbergt, und die Tischgruppe, die sich wunderbar ins Gesamtkonzept einfügt, gefunden.




Die Farbpalette wirkt nicht nur auf Kinder wie ein Magnet, sondern zieht auch durch liebevolle und durchdachte Arrangements Herrn W. und mich in den Bann. Ob Accessoires für das Kinderzimmer wie die süßen Filzmobiles (die man übrigens in den Workshops auch selber gestalten kann), Kuscheltiere, Babyrasseln, und auch Praktisches für Unterwegs wie Pixiebuchhüllen und Lätzchen, Dekoartikel und Gehäkeltes in allen möglichen Variationen. Die Buntique ist eine wahre Fundgrube für Kreatives mit Stil.


Ich merke, ich tue mir echt schwer, einen Favoriten aus dem Überangebot an liebevollen Artikeln herauszufiltern. Ein absoluter Hingucker ist auf jeden Fall die Brokkolirassel,



       die in Kürze das Frühlingskind sein eigen nennen wird, und die witzigen Schlafkisten und die       kleinen Koffer mit bezauberndem Inhalt.



 

Das Fräulein ist inzwischen bei den Bauklötzen hängengeblieben.

Wer hätte das gedacht, dass wir hier ohne Zeitdruck und überraschend entspannt und ohne Protest den Nachmittag verbringen können!

Um euch die Idee der Buntique und die 3 kreativen Köpfe dahinter näher zu bringen, habe ich mit Emöke ein Interview geführt. Aber lest selbst!


Emöke, du bist der kreative Kopf hinter „die buntique“. Gemeinsam mit deinen Freundinnen Judith und Katrin bist du ein unschlagbares Team bestehend aus Grafikerin, Designerin, Konzeptionistin und Näherin der Unikate.
Wie habt ihr 3 euch denn kennengelernt?

Meine Produkte habe ich am Anfang auf Kreativ & Designmärkten verkauft, bei denen ich auch meine jetzigen Partnerinnen Katrin Geistler und Judith Vrba kennengelernt habe. Wir träumten schon immer von einem eigenen Laden, in dem wir unsere Produkte vermarkten können.  

Wie ist die Idee zum Konzept der Buntique entstanden?

Auf Märkten konnte man den einen oder anderen wertvollen Kontakt knüpfen. Aber ich wollte mehr. Ich wollte etwas Eigenes und Dauerhaftes und nicht nur Temporäres, wie Designmärkte oder Pop Up Shops.
Das Konzept war am Anfang nicht so klar, da die Möglichkeit für den Laden schneller kam als ich dachte. Ich wusste aber, ich will schöne, handgefertigte Produkte für Babys und Kleinkinder nähen. Passend zu meinen Produkten wollte ich gerne eine kleine Auswahl an feiner Papeterie anbieten. Die Leidenschaft für das Lehren und Weitergeben des kreativen Tuns in Form von Kreativ-Workshops kommt von meinem früheren Beruf. Daher ergänzt sich die handgemachte Produktpalette so schön mit den Kreativ-Workshops, bei denen die Kunden selbst kreativ sein können.

All eure Sachen sind Unikate, und das sieht und spürt man. Von häkeln über nähen und stricken, du scheinst ein kreatives Multitalent zu sein. War das schon immer so. Wie hast du deinen Weg in die Kreativität gefunden?

Die kreative Arbeit begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Meine Mama hatte in Siebenbürgen selber einen eigenen Laden mit selbst genähten Kinderspielsachen. Dort hatte ich die Möglichkeit alles vom Zeichnen, Häkeln bis zum Nähen auszuprobieren. Ich entwarf und gestaltete von Brettspielen, über Puppenkleider bis hin zum Gewand alles selbst.
Die kreative Arbeit ist in meinem Alltag fester Bestandteil, ohne könnte ich es mir gar nicht vorstellen.

Wirft man einen Blick auf Eure Homepage und Euer Sortiment, dann sticht einem auf Anhieb das gut durchdachte ansprechende und vor allem liebevoll gestaltete Design ins Auge. Eure Fröhlichkeit ist ansteckend und lädt dazu ein, auf der Seite zu verweilen. Es scheint so, als hättet ihr 3 eure Berufung in der Kreativität gefunden, und einen Traum verwirklicht. Stimmst du mir zu?

Das ist oft schwierig so auszusprechen, aber ich denke mittlerweile, ja das stimmt.

Euer Shop ist Verkaufsladen und Werkstätte in einem. Das spricht für Kundenorientiertheit und Kundennähe.

Richtig. Uns sind unsere Kunden sehr wichtig. Sie sind besondere Menschen, die das Handgemachte schätzen. Viele bekommen, wenn sie bei uns im Shop sind, das Verlangen, selbst kreativ zu werden. Daher ergänzt es sich sehr gut, wenn sie in unseren Workshops selber einiges ausprobieren können.

Woher holt ihr eure Ideen, was inspiriert euch?

Ich glaube mit ruhigem Gewissen sagen zu können, mich inspiriert alles, was bunt ist. Ich liebe Farben. Aber natürlich spielen Kindheitserinnerungen, Reisen und soziale Medien auch eine wichtige Rolle. Katrin hat einen knallbunten Geschmack und liebt es praktische Dinge neu zu gestalten und hübscher zu machen. Und Judith hat den ganzen Kopf voller Geschichten, die sie gerne auch in ihren Produkten erzählt. Woher diese Geschichten kommen weiß niemand so genau.

Kreatives von Kreativen für Kreative. Ihr bietet eine Vielfalt an unterschiedlichen Workshops für Klein und Groß von "Brettspiel selber gestalten" über "Fingerpuppen nähen" und "Etagere selber bauen", um nur einige zu nennen, an. Welcher Workshop ist in den letzten Jahren besonders gut angekommen und an welchen erinnert ihr euch besonders gerne zurück?

Das *Geschenkpapier bedrucken* wahrscheinlich, da das unser erster, gut besuchter Workshop im Laden war. Damals war sogar ein Vierbeiner dabei.

Gibt es ein Produkt im Shop, von dem du dich nur schweren Herzens trennen könntest?

Huuu, das ist ganz schön schwierig, wenn man alles selber macht, jede einzelne Naht und jeden Handgriff, ... aber ich würde sagen meine Baby-Mobiles.

Wo seht ihr euch in 2 Jahren?

In 2 Jahren sind wir 4 Jahre alt. Es wäre toll, wenn es uns dann noch immer gibt, und wir genauso überzeugt und motiviert bei der Sache sind wie heute. Natürlich mit noch mehr neuen, kreativen Produkten und viel mehr Erfahrungen in der Tasche.



Falls euch jetzt auch die Lust auf kreatives Schaffen gepackt hat, dann könnt ihr euch die entzückenden Freebies wie den Hampelbären herunterladen! Oder noch besser: ihr schaut bei den sympathischen Betreiberinnen der Buntique vorbei.

Bis Ende Juni könnt ihr im Onlineshop der Buntique nach Herzenslust mit dem Rabattcode "Buntique Sommer"  und -15 % auf den Gesamteinkauf shoppen!


Macht's gut! 


Eure Tina









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11 Juni 2018

Diy Kindergeburtstag Einladungskarten Eis

Basteln mit Kindern


Kindergeburtstag heißt im Hause titantina auch: wir werden kreativ. Und zwar alle zusammen. Es wäre doch viel zu schade, wenn die Kinder für ihr eigenes sehnsüchtig erwartetes Fest nicht auch hautnah beim kreativen Prozess mit dabei sein und selbst Hand anlegen könnten, und so wird jeder, der Lust und Laune mitbringt, in die Basteleien rund um das Geburtstagsfest involviert. Der Goldjunge mit Kinderschere in der Hand widmet sich mit aller Konzentration dem Papierschnipseln, während das Fräulein gedanklich schon längst in ihr in Kürze bevorstehendes Geburtstagsfest mit Eselreiten und Walderlebnissen auf der Ranch abgedriftet ist, und dabei bunte Wollreste mit dem Bommelmaker zu Bommeleis verarbeitet. Und ich sage euch:  Kindergeburtstagskarten sind um Nu selbst gemacht! Passend zur Feier vergangenes Wochenende, welches -solange ich mich die vergangenen 9 Jahre zurückerinnern kann-  stets in Begleitung von perfekten meteorologischen Voraussetzungen zum Feiern, nämlich strahlendem Sonnenschein, gleißender Hitze und jeder Menge Eis daherkam, haben wir beschlossen, dieses Jahr eine einfache Karte, die aber auch optisch etwas hermacht, zu basteln.

Basteln mit Kindern


Die Karten sind im Handumdrehen fertiggestellt, und bewusst einfach gehalten, damit auch kreative Kinderhände tatkräftig mithelfen können. Als sehr hilfreich empfinde ich, mir immer wieder selbst ins Bewusstsein zu rufen, dass es bei diesen Basteleien keineswegs darum geht, "perfekte" Karten zu gestalten, sondern Ziel ist es im Grunde, sich gemeinsam kreativ zu betätigen, ohne jeglichen Zeitdruck, Stress und so den  in vielen von uns schlummernden Anspruch der Perfektion beiseite zu lassen.



Gesagt, getan. Die letzten Wollreste wurden aus der Restekiste hervorgekramt und es ging ans Umwickeln von Garnen, Kleben und Schneiden von Buntpapier.



Wir haben uns für eine Klappkarte im herkömmlichen Din A6 Format entschieden. Nach einer Schablone, die ich im Vorfeld aus Karton gefertigt hatte, wurden aus kleingemustertem Buntpapier Dreiecke ausgeschnitten und aufgeklebt. Je 3 Bommel wurden darüber zu einem Eis gruppiert, dick mit Klebstoff bestrichen und angeklebt. Fertig!


Basteln mit Kindern



Habt einen guten Start in die Woche!

Eure Tina






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