11 Februar 2019

Stillproblem - Beissen & Stillstreik - Teil 1




Es lief alles wunderbar. Bei allen 3 Kindern hatte ich, was das Stillen betrifft,  großes Glück, welches mich über Jahre hinweg durch meine gesamte Stillbeziehung nie im Stich ließ. Ich hatte weder mit Anlaufschwierigkeiten, noch mit sonstigen Komplikationen und Hürden zu kämpfen. Ich verfügte stets über reichlich Muttermilch und bis auf einige wenige Probleme wie Brustentzündungen, die sich aber im Laufe von Tagen wieder ohne gröberen Verlauf wie von alleine gelöst hatten, konnte ich über keinerlei Einschnitte berichten. Eigentlich lief es, wenn man so sagen will, wie am Schnürchen. Aber was wäre das Leben, wenn nicht plötzlich und total unverhofft eine Wende eintritt. Wie aus dem Nichts heraus hat dieser eine Tag, an dem sich unsere Stillbeziehung um 180 Grad drehte, all meine Kenntnisse und Erfahrungen über Bord geworfen. Dieser Veränderung fand derart überraschend statt, dass, wenn ich es mit einer Metapher ausdrücken würde, an einen stillen harmonisch gelegenen See denke, auf den von einer Minute auf die andere ein gewaltiges Gewitter niederprasselt. Inmitten meines #slowlife Konzeptes war Umdenken gefragt, und dabei vermisste ich in aller Aufruhr das Gefühl des inneren Frieden mehr denn je. Es bestand akuter Handlungsbedarf, und dieses plötzlich auftretende Gefühl, dieser neuen unbekannten Situation ausgeliefert zu sein, mit dem Angst behafteten Hintergedanken: Wie wird das wohl enden? versetzte mich von heute auf morgen in Alarmbereitschaft. Und keine Frage: diese Gedanken, die permanent darum kreisten, eine Lösung für dieses anfänglich ausweglos anmutende Problem zu finden, setzten mich unweigerlich unter Druck.
Auslöser dafür war das Beißen des Frühlingskindes, das mit einem beinahe 4-tätigen Stillstreik einherging.

Zu meiner eigenen Unsicherheit gesellten sich Angst, diesem Problem nicht standhalten zu können, und die Tatsache, dass die Schmerzen mein täglicher Begleiter waren, die mich permanent demotivierten (oder doch antrieben?), raubten mir phasenweise die Hoffnung, dass unsere Stillbeziehung einen Neustart erfahren durfte. Und hier war ich genau an dem Punkt angelangt, an dem mir zwar bewusst wurde, ich würde die Gesamtsituation nur noch verschlechtern, wenn ich mich selbst unter Druck setzte, jedoch kehrte die Praxis eine andere Seite an die Oberfläche: und zwar genau den Teil in mir, der verzagt ist, demotiviert, hoffnungslos, voller Angst, skeptisch und zutiefst erschüttert.



Mein Weg, meine Erfahrungen

Mein heutiger aktueller Erfahrungsbericht hat nur eines zum Ziel: all jene stillende Mütter unterstützen, die sich in einer ähnlichen prekären Situation wiederfinden. Die aus Überzeugung und Hingabe stillenden Mütter, die ihre Stillbeziehung fortsetzen wollen, aber nah dran sind, das Handtuch zu werfen, genauso wie ich in dieser Situation, so hoffnungslos sie auch im ersten Moment erscheinen mag. Mein Weg ist zweifelsohne kein Beispiel dafür, wie diese Hürde"optimal" überwunden werden kann. Es gibt bekanntlich viele Wege, die ans Ziel führen, und dieser eine ist bestimmt nicht für alle passend, aber er dient vielleicht als kleine Stütze, um inmitten des Schlamassels ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Ich möchte keine Vergleiche zu anderen ziehen, denen diese Problematik vertraut ist, denn dies ist rein mein individueller Erfahrungsbericht, begleitet von vielen Emotionen, und ich  bin überzeugt, dass es sich lohnt, alle Kräfte zu mobilisieren, um diese Hürde auf seine individuelle Weise, die zu euch, zu eurer Familie und zu eurem Weg passt, zu meistern.
Und die wichtigste Essenz daraus: Es hat mich gelehrt, dass anfängliche Zeichen, die in erster Instanz dem "Abstillen" zugeschrieben werden, sich in den vielen Fällen als Trugschluss entpuppten. Mithilfe von Stillberaterinnen konnte ich die belastende Gesamtsituation klarer sehen, und es wurde mir bewusst, dass dieser Streik nicht annähernd mit dem Wunsch des Säuglings nach Abstillen gleich kam, sondern es war lediglich eine Phase, die sehr stark mit dem Zahnen in Verbindung gebracht werden muss. Aber mehr dazu im folgenden Teil 2. Lasst uns zuerst dort beginnen, wo der Streik seinen Anfang nahm.




Review einer Stillbeziehung

Wenn ich hier von BEISSEN spreche, dann spreche ich nicht von dieser Art des "Beissens", diese mehr oder weniger harmlosen Vorfälle, die wir gewöhnlich alle kennen, und die sich vermehrt während des Zahnens eines Säuglings bemerkbar machen.
Genau dieses Beißen war mir sehr wohl aus vorherigen Stillsituationen bekannt, und ich hatte aufgrund einiger Vorfälle das Gefühl, ich konnte sehr gut mit diesen "kleineren" aber dennoch schmerzhaften Beißattacken von Seiten des Frühlingskindes umgehen. Ich folgte stets meiner Intuition und tat das, was ohnehin die Situation erforderte: ich sendete ein eindeutiges Signal aus, und schrie vor Schmerz auf, und beendete mitunter auch die Stillsituation, wenn meiner Reaktion nicht Folge geleistet wurde, was jedoch in den meisten Fällen nicht notwendig war. Sobald sich die Situation beruhigt hatte, erklärte ich dem Baby auf sanfte Art und Weise, mit einfachen Worten, und frei von Anschuldigungen, warum ich so gehandelt hatte, und dass es schlichtweg Schmerzen verursachte. Auch wenn wir oftmals annehmen, dass Babys die Worte, die wir sprechen, nicht in dieser Art und Weise verstehen wie wir Erwachsenen, schwingt mit unseren Worten ja auch immer eine gewisse Tonalität und natürlich auch unsere Emotionen mit, und je nach Inhalt sind diese wiederum geknüpft an das, was wir als "zwischen den Zeilen" deuten. So können sie gekoppelt sein an Frustration, Ärger oder Angst, und im Gegensatz dazu natürlich auch mit positiven Gefühlen!
Babys sind sehr feinfühlig, und ich bin überzeugt davon, dass sie sehr viel mehr verstehen und deuten können, als wir annehmen.

Über Monate hinweg habe ich diese Vorgangsweise bei diversen Beißattacken angewandt, doch eines Tages war ich am Ende meines Lateins angelangt.



10 Monate

Das Frühlingskind war mit seinen 10 Monaten gesund und kräftig, sehr mobil und fröhlich. Er näherte sich dem Thema "Beikost" sehr behutsam an, und in einem Tempo, das er vorgab. Langsam und gemächlich, und das war für mich total OK, zumal ich jeglichen Stress und Druck vom Esstisch fern halten wollte. Mir war es wichtig, so oft wie möglich Mahlzeiten anzubieten, jedoch sollte dies stressfrei erfolgen, denn alles andere empfand ich als kontraproduktiv und absolut nicht nachhaltig. Genauso hatte ich es mit seinen beiden Geschwistern auch gehandhabt, und ich war mir sicher, dass all das Teil einer Phase war, die früher oder später in eine andere münden würde.
 So war es auch nicht verwunderlich, dass nach wie vor auch über den Tag hinweg relativ oft gestillt wurde. Die Nächte waren unterschiedlich intensiv, und gerade in der Zeit des Zahnens bemerkte ich, dass das Baby unruhiger wurde und in häufigeren Intervallen die Brust einforderte.
Der sechste Zahn kündigte sich an, und plötzlich war alles anders. Zu diesem Zeitpunkt war mir jedoch noch nicht bewusst, dass das Problem auch auf das Zahnen zurückzuführen war.

Das Stillen lief nun wie folgt ab: sobald ich das Frühlingskind versuchte in gewohnter Manier anzulegen, biss er mich mit all seinen Kräften derart fest in die Brustwarze, trank nicht und wandte sich ab. Dieses Szenario wiederholte sich über den Tag verteilt einige Male. Den nächsten Anlegeversuch wagte ich nachts während er schlief. Und wieder ein Biss, ehe er trinken konnte. Ein Biss, der zur Folge hatte, dass ich über Stunden hinweg mit Schmerzen konfrontiert wurde, und ich für mich den Entschluss fasste: So kann und will ich nicht weitermachen! Zumindest nicht, bis sich die Lage beruhigt hatte.



Tag 1

In dieser einen Nacht holte ich im nächsten Schritt meine Handpumpe aus der Versenkung, da sich durch das exzessive Stillen der Tage davor, bereits ein Milchstau entwickelt hatte. In stündlichem Rhythmus bediente ich die Handpumpe, um die Muttermilch abzupumpen, während ich das kreischende Frühlingskind besänftigte,  und auch der Goldjunge plötzlich irritiert und ebenfalls total aus dem Häuschen zu uns ins Bett hüpfte. An Schlaf war nicht mehr zu denken, und ich war neben den Schmerzen, die mit dem Milchstau un der angehenden Brustentzündung einhergingen, der Erschöpfung nahe. Ich war mir bewusst, dass das Abpumpen wiederum zur Folge hatte, dass die Milchproduktion erneut in Gang gebracht wurde. Was für ein Dilemma!

Meine Gedanken kreisten in diesen Tagen um genau EIN Thema, das mich fesselte und Tag und Nacht in Bann hielt:
Warum ist das eingetroffen? Was kann ich dagegen machen? Und vor allem: Wie wird es weitergehen? Ich wollte es nicht für möglich halten, dass dies das Ende unserer 10-monatigen Stillbeziehung sein sollte, da ich wusste, wie einzigartig diese für uns beide war, und wie sehr wie sie bis zu diesem Zeitpunkt genossen hatten. Offensichtlich war es an der Zeit für eine Wende, doch wie genau diese aussah, stand in den Sternen. Ich wusste weder, was ich aktuell zu diesem Problem beizutragen hatte, noch wie es in ein paar Tagen weitergehen würde. Pure Verzweiflung machte sich breit, und bestimmte den Alltag. Ich hasste es, keinen Plan zu haben, geschweigedenn, eine Idee, wie ich mit diesem Problem umgehen konnte. Es fehlte mir schlichtweg an einem -wenn man so will -Notfalls-Plan, den ich Schritt für Schritt gemeinsam mit der Thematik vertrauten und erfahrenen Menschen umsetzen und erarbeiten konnte.
Kurzerhand packte ich den Entschluss: wenn wer eine Idee parat hatte, dann müsste es ein Profi auf dem Gebiet sein. Eine Expertin auf diesem Gebiet, die nicht nur komplexes Wissen sondern auch Erfahrung mit diesem Thema mitbringt wie keine andere: eine Stillberaterin!

Da ich mir gerne verschiedene Meinungen einhole, nahm ich zusätzlich auch Kontakt zu einer Hebamme und einer Stillgruppen erfahrenen Allgemeinmedizinerin auf.



Tag 2

Zeit für Reflexion. Das enorme Schlafdefizites nagte bereits an meinem Nervengerüst und die Lebensenergie kam nur mehr schleppend in seine gewohnten Gänge.
Obwohl ich insgeheim hoffte, es liefe alles in Richtung Deeskalation, verschlimmerte sich der Zustand. Nicht nur die Milchproduktion meiner Brüste hatte mit dieser gewaltigen Umstellung zu kämpfen, auch ich war am Ende meiner Kräfte angelangt. Ich fand mich in einer zu diesem Zeitpunkt beinahe ausweglosen Situation wieder, und das Paradoxe dabei: trotz Konsultation  mehrerer unterschiedlicher Seiten, die in sich wiederum sehr stimmig waren, wusste ich einfach nicht weiter. Während ich mit meiner sich stetig verschlechternden Brustentzündung zu kämpfen hatte, wuchs auch meine Unsicherheit. Ich hatte das Gefühl: es gelingt nichts, was ich mir vornehme. Ich versuchte, den Fokus vermehrt auf Entspannung zu legen, ließ ein warmes Bad ein, in der Hoffnung, ich würde dieses Mal Erfolg mit der von der Stillberaterin empfohlenen manuellen Abpumptechnik haben. Jedoch vergebens, es sollte einfach nicht gelingen. Ich führte dies nicht nur auf meine Unkenntnis dieser sehr speziellen Technik zurück, sondern auch auf den Stress, der tief in mir saß.


Das Zahnen...

Es hieß, das Zahnfleisch würde jucken, und es würde Abhilfe schaffen, dem zahnenden Baby etwas anzubieten, worauf es kauen konnte. Dieses Jucken verbunden mit dem Zahnungsschmerz würden den Säugling veranlassen, an der Brust derart heftig zuzubeissen. Klingt logisch. Da Veilchenwurzel, Beissringe aus verschiedensten Materialien wie Holz, Naturkautschuk,so wie auch kaltgestellte Karotte, Kohralbi und Fenchel zu unserer Standardausrüstung zählen, stellte ich mir die Frage: was konnte ich denn noch anbieten, damit der Bube seinen Beissdrang nicht an mir sondern an den genannten Materialien auslebte? Die Realität sah nämlich so aus: er zeigte nicht in geringster Weise Interesse daran!



Kein Tag ohne Pumpe

Eines war mir trotz aller Hürden und Zweifel klar: ich wollte das Stillen nicht so schnell aufgeben. Damit die Milchproduktion weiter angeregt werden würde, musste ich in regelmäßigen Abständen abpumpen. An Tag 2 vermehrten sich die verhärteten Knoten an einer Brust, die sich wie Steine so hart anfühlten so stark, dass die Brust zu platzen drohte, rote Striemen aufwies und sich heiß anfühlte. Sogar die Berührung des T-Shirts verursachte Schmerzen, und es wurde augenscheinlich: hier konnte ich weder manuell noch mit der Pumpe etwas erreichen, dafür war die Entzündung zu weit fortgeschritten, denn dieser machte aufgrund der flächendeckenden Verhärtungen ein Abpumpen unmöglich. Ich hatte 2 Möglichkeiten: entweder, ich fuhr direkt ins Krankenhaus oder es musste Plan B angewandt werden. Ich entschied mich notgedrungen für zweiteren:
ich wollte zu später Stunde noch einen Anlegeversuch unternehmen. Komme was möge, ich würde einen Biss riskieren. Und das erforderte eine große Menge Mut, denn ich hatte riesigen Bammel davor, erneut gebissen zu werden.

Die Bedingungen für eine entspannte Stillsituation waren optimal, denn das Frühlingskind weilte bereits im Land der Träume. Und siehe da: das Trinken gelang erstmals nach 2 Tagen kompletter Stillabstinenz. Die Burst entleerte sich in den darauffolgenden Minuten wie durch ein Wunder, wie weggeblasen waren die Verhärtungen und die das Bangen um meinen eigenen Gesundheitszustand.


Am darauffolgenden Morgen trat jedoch wieder dieselbe Komplikation der letzten Tage auf. Das Beissen war mit einmaliger Unterbrechung wieder zurück, und mit ihm schlich sich allmählich auch die Resignation ein. Ich bediente mich auf neue Faust meines Netzwerkes und setzte alles drauf und dran, eine Lösung zu finden, wie ich mit dieser konkreten Situation umgehen konnte.
Mir war klar. In erster Linie ging es darum, einen Milchstau zu verhindern und die Brust regelmäßig zu entleeren.
Da das Frühlingskind die abgepumpte Milch von Anbeginn an sehr routiniert aus dem Glas und nicht aus der Flasche trank, konnte ich trotz der minimalen Dosen, die er durch die Beikost zu sich nahm, mit Sicherheit behaupten: er ist gut versorgt, sein Nährstoffbedarf ist gedeckt.

Ich wusste rein theoretisch von der Möglichkeit, die Brust auf sehr schonende Weise mit den eigenen Händen nach einer Methode der IBCLC Stillberaterinnen zu entleeren, schaffte es letzten Endes aber trotz aller nur erdenklichen Bestrebungen nicht, mir diese anzueignen.
Gleichzeitig machte sich eine Abneigung gegen die manuelle Handpumpe breit, die den Tag davor auch ausschlaggebend dafür war, dass sich ein derart akuter Milchstau überhaupt entwickeln konnte.

Es war Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Bis dato hatte ich keinerlei Erfahrungen mit einer elektrischen Pumpe gesammelt, und sah darin eine realistischere und -so erhoffte ich- angenehmere Möglichkeit, diese kräfteraubende Phase des Nicht-Stillens durchzustehen. Und siehe da, die Milchpumpe, die ich auf Verschreibung des praktischen Arztes beim Sanitätsbedarf auslieh, verschaffte ein gewisses Maß an Entspannung. Ja, sie brachte sogar einen Hauch Leichtigkeit in unseren Alltag zurück. Nicht nur, weil sie- so wie ich empfand - die Brust gleichmäßiger und effektiver entleerte, sondern weil ich sie als viel sanfter und schonender empfand als das Handpumpgerät.




Fortsetzung folgt

Wenn ihr bis hierher mitgelesen habt, dann stellt ihr euch vielleicht die Frage: Und wie ist es schlussendlich ausgegangen? War das nun das Ende der Stillbeziehung oder gab es einen Weg aus dieser Misere?
In Teil 2 erfahrt ihr, wie sich dieser Stillstreik fortsetzte, welche Maßnahmen mir letztendlich am meisten weiterhalfen, und welche Tipps und Erfahrungswerte ich jeder stillenden Mama unter euch mit auf den Weg geben möchte. Stay tuned.


Macht's gut!


Eure Tina








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28 Januar 2019

Willhaben - mein Kleiderschrank *Anzeige

Baby Strickweste Body Waldtiere 
Cangoo Carrier


Wenn es um das Innenleben unserer Kleiderschränke geht, dann fällt mir eines auf: mit den Jahren hat ein Wandel stattgefunden, denn wir hatten einen konkreten Plan vor Augen, der uns in Richtung "nachhaltiger leben" motivierte: weniger ist mehr. Wir haben die Kleidungsstücke auf ein Minimum an überschaubaren Teilen reduziert. Im Zuge des oft unliebsamen und zeitintensiven Ausrangierens, das mit den Jahreszeiten zwangsweise einhergeht, ist es zur Routine geworden, rigoros auszusortieren. All jene Kleidungsstücke, die entweder zu klein geworden sind oder nicht mehr meinen Vorstellungen von Optik oder Qualitätsanspruch gerecht werden konnten, wurde ausgemistet.
Erst im Laufe der Jahre wurde mir so richtig bewusst, dass es sich lohnt, in ein paar wenige hochwertigere anstatt in viele unterschiedliche Teile zu investieren, denn die Erfahrung mit Kinderkleidung unterschiedlichster Qualität,  hat mir gezeigt, dass Kleidungsstücke aus hochwertigen Materialien um ein vielfaches langlebiger sind. Aber nicht nur Biobekleidung steht für mich für nachhaltige Kindermode, auch Mode aus zweiter Hand ist ressourcenschonend, aus ökologischer und sozialer Sicht absolut vertretbar, und schont obendrein unsere Geldbörse.


Mamablogger
Engel Schüttli  Panda Hose Engel Babyschuhe 
Babyweste Bär, Bär Haube Mama Ocllo Shirts Overall


Unser Kleiderschrank

Heute könnt ihr euch in meinen virtuellen Second Hand Markt begeben: titantinas Kleiderschrank auf meiner sehr oft genutzten Lieblingsplattform für Gebrauchtes: Willhaben. Dort habe ich all jene Kleidungsstücke und Utensilien, die sich für Babys, Kinder und für werdende Mamas eignen, und welche ich im besten Gewissens weiterempfehlen kann, für euch eingestellt.
In meiner Fotostrecke habe ich für euch einige meiner Lieblingsoutfits des Frühlingskindes zusammengestellt, die zum Teil aus selbst genähten Unikaten bestehen. Eine bunte Mischung aus unserem Kleiderschrank!


Minimal Wardrobe

Stauraum wird in unserem 5-Personen Haushalt immer dringend benötigt. Da wir uns gezwungen sahen, die Raumaufteilung mit der Ankunft des Frühlingskindes neu zu konzipieren, wurde radikal ausgemistet. Aus dem ehemaligen Kinderzimmer des Goldjungen entstand unser kleines Schlafzimmer. Der relativ großzügig angelegte Raum, unser ehemaliges Schlafzimmer wurde als Bubenzimmer umfunktioniert. Höchstes Augenmerk lag mangels eines nur begrenzt verfügbaren Stauraums darauf, nicht ein "zu viel" an Kleidungsstücken und Accessoires anzuhäufen, um erstens, den Überblick zu behalten und einfacher kombinieren zu können. Es ist eine unglaubliche Zeitersparnis und eine immense Erleichterung im Alltag, wenn auch einmal das Kind selber Hand an seiner Garderobe anlegen möchte, und es bleibt einem ein wilder Muster-und Farbmix erspart, wenn Kleidungsstücke in nur wenigen Handgriffen harmonisch miteinander abgestimmt werden können.

Für ein kindgerechtes  Outfit reichen einige wenige Teile aus, die bequem sitzen, die das Kind in seinem Bewegungsradius nicht einschränken, und natürlich auch gefallen. Aber nicht nur die Kinderkleidung betreffend macht es Sinn, das "weniger ist mehr- Prinzip" anzuwenden. Viel zu viele Kleidungsstücke werden oft gehortet, und man bedenkt in dem Überangebot nicht, dass es eine Möglichkeit gibt, alte Kleidungsstücke aufzuwerten anstatt für die Altkleidersammlung auszusortieren. Upcycling ist dieser Tage zu Recht in aller Munde, denn mit ein klein wenig Geschick, Fingerfertigkeit und mit Liebe fürs Umgestalten können aus ungetragenen oder alten Kleidungsstücken, die zu schade sind, um in der Altkleidertonne zu landen, neue entstehen. Während einige gut erhaltene Kleidungsstücke im Bekanntenkreis verschenkt werden, landet ein großer Teil in der Rubrik Kindermode von Willhaben.
Auch ein Kleidertausch stellt eine  tolle Möglichkeit dar, alte Kleidung aufzuwerten. Und natürlich ist es unerlässlich, sich bereits im Vorfeld, nämlich beim Neueinkauf, ins Bewusstsein zu rufen, welche Stücke wir bereits zu Hause haben, und sich gleichzeitig die Frage zu stellen: "Benötige ich dieses Teil überhaupt, oder existiert bereits ein sehr ähnliches Kleidungsstück in meinem Kasten? Würde ich es tatsächlich 50 Mal tragen oder sieht es einfach in diesem einen Moment hübsch aus?"

Latzhose, Tigerli Schuhe, Wal BloomersBio Body geringelt MarsupiBio Strickoverall


gebrauchte Babymode
Handmade Hose, Hose mint, Mütze, Weste


Tragemama

Aus dem vielfältigen Angebot an Babytragen fällt es einer Erstlingsmama oft nicht leicht, eine passende Trage oder ein Tragetuch zu finden, und herauszufiltern: welche Trage ist die Richtige für mich, das Baby und den oder die Tragende. Aus eigener Erfahrung kann ich eine individuelle Trageberatung sehr empfehlen. Die Tragesysteme sind oft sehr unterschiedlich, belasten je nach Konstitution des Trägers oder der Trägerin unterschiedliche Körperpartien, und so manch eineR klagt über übermäßige Belastung der Schultern oder des Beckens, während die Trage von anderen in höchsten Tönen gelobt und weiterempfohlen wird.

Bei meinen Tragen waren mir einige Faktoren besonders wichtig: die von Trageberaterinnen und Orthopäden empfohlene Anhock Spreiz Haltung, der Rundrücken und natürlich maßgebend der Komfort des Trägers oder der Trägerin.

Über Jahre hinweg habe ich mit verschiedensten Tragesysteme experimentiert, und so haben sich auch unterschiedliche Tragen angehäuft. Die Tragen, die ihr erwerben könnt, gebe ich mit bestem Gewissen an euch weiter, und würde sie alle mit einem "sehr gut" bewerten, was Tragekomfort und die Voraussetzungen betrifft, die aus Sicht einer Trageberaterin erfüllt werden müssen.

Tragemama Kokadi Flip
Das Frühlingskind in der Kokadi Flip


Im Neugeborenenalter zog ich vor allem beim dritten Kind in den meisten Fällen ein elastischem Tragetuch den klassischen Tragen vor. Ich hatte das Gefühl, in dem selbst gebundenen Tuch nahm das Baby eine optimale Haltung ein, jedoch war es für mich im Alltag nicht immer realisierbar, das Tuch unterwegs zu binden.
Alternativ war ich deswegen sehr gerne mit dem Marsupi unterwegs, der bereits beim Tragen des Fräuleins vor 9 aufgrund der super einfachen und praktischen Handhabung hoch geschätzt wurde. Der in meinem Kleiderschrank angebotene Marsupi in Hellgrau war eine spezielle Anschaffung für die Sommermonate, da er aus speziellem atmungsaktiven Leinengewebe besteht. Perfekt für die Sommerzeit und gedacht dafür, dass auch Herr W, der sich nicht sonderlich für Tragetücher begeistern konnte, tragend mit dem Frühlingsbaby unterwegs sein konnte. Summa Summarum war der Marsupi nur wenige Male im Einsatz und befindet sich daher in neuwertigem Zustand. Neben dem Marsupi, den wir ausschließlich für die ersten Monate in Verwendung hatten, findet ihr noch weitere Tragen wie den hochwertigen Kokadi Flip aus Tragetuchstoff , den klassischen und sehr bekannten Ergo Carrier so wie den Cangoo Carrier in meinem Kleiderschrank, die ich alle sehr gerne in Verwendung hatte.



Im Nähfieber...

...denn es war einmal eine Mama, die sehnte sich nach einem kreativen Hobby zum Ausgleich zum höchst fordernden Alltag mit einem Schreibaby, das weder in der Trage noch durch die Brust noch andere Ablenkungsmanöver oder die Babymassage zu besänftigen war. Aus der Not heraus erwuchs der Wunsch nach einem sinnvollen Hobby, das gleichzeitig auch als Anker in dieser streßbehafteten  Zeit fungierte. Ich widmete mich dem kreativen Prozess, dem Erschaffen mit den eigenen Händen, bewappnet mit Häkelnadel und Garn. Ich begann, das erste Mal seit der Schulzeit und dem bei mir eher verpönten Handarbeitsunterricht mit dem etwas antiquierten Charakter, mich für das Nähen an der Nähmaschine zu interessieren. Einige mit Liebe hergestellte Relikte aus dieser Zeit findet ihr in meinem Willhaben Kleiderschrank. Sie wurden von mindestens einem Kind -wenn überhaupt - getragen, und befinden sich daher in neuwertigem Zustand.

Baby Body Strickset von Van Beren



Schwangerschaftsmode

In Relation betrachtet ist die Zeit der Schwangerschaft eine sehr kurze Phase in unserem Leben, auch wenn manch eine werdende Mama  insgeheim vielleicht darauf hofft, sie möge aufgrund von gesundheitlichen Komplikationen, so rasch wie möglich ein Ende nehmen. Da sich der Körper in der Schwangerschaft im Eiltempo verändert, wird uns im Zuge der fortschreitenden Schwangerschaft bewusst: wir benötigen dringend Umstandskleidung, und alleine mit dem "den obersten Hosenknopf offen lassen" ist es nicht mehr abgetan. Aufgrund des oft relativ hohen Anschaffungspreises kann es durchaus vorkommen, dass wir uns die Frage stellen: "Lohnt sich die einmalige Investition in diese Kleidungsstücke, die wir für bestenfalls 9 Monate tragen werden? Ein klares JA wenn wir die Kriterien des Tragekomforts in Betracht ziehen. Ein nein, wenn wir den Kostenfaktor mit der relativ kurzen Tragezeit gegenüberstellen. Inzwischen gibt es ein beachtliches Angebot an trendiger und zugleich funktionaler Umstandsmode auf dem Markt. In meinem Kleiderschrank findet ihr Schwangerschaftsjeans und Ponchos, die sich perfekt für die Zeit der Schwangerschaft und darüberhinaus eignen.

Bio Babybody, Pixie Mütze, Bio Latzhose Frieda Frei, Bloomers Fridahild


Wie steht ihr zum Thema Kinderkleidung aus zweiter Hand? Kauft ihr gerne Second Hand? Verkauft ihr selbst gerne über Willhaben und wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Welche Vorteile seht ihr darin?


Eure Tina





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18 Januar 2019

Aus alt mach neu - Kaufmannsladen - Upcycling

DIY Anleitung Kaufmannsladen


Kaufmannsladen und Spielküche sind unangefochten die Alltime Favourites wenn es um beliebtes, regelmäßiges und meist bespieltes Spielzeug der Kinder geht. Und das seit vielen Jahren. Sie sind geschlechtsneutral und erfreuen sich seit den ersten Lebensjahren des Fräuleins überaus großer Beliebtheit. Auch ich selbst erinnere mich an meine eigenen Kindertage zurück, an denen ich -als Einzelkind aufgewachsen- Stunden damit verbrachte, mit dem Kaufmannsladen und den Lebensmitteln, die damals den Originalen aus der Erwachsenenwelt detailgetreu nachempfunden waren, meine Zeit zu vertreiben. Ein Spiel, das in verschiedensten Ausführungen immer zum Spielen einlädt, und auch gut "alleine" gespielt werden kann. Ein Kaufmannsladen regt die Phantasie an und lässt die Kinder in verschiedenste Rollen schlüpfen. Eine kreative Betätigung für Klein UND für Groß, denn anstatt Utensilien für den Kaufmannsladen zu kaufen, fertige ich diese in liebevoller Detailarbeit selber an. Am liebsten aus Materialien, die uns im Haushalt zur Verfügung stehen und die im Zuge des Upcyclings in neuer aufgewerteter Gestalt neu erstrahlen und bespielt werden können. Ja, so ein Kaufmannsladen ist eine wahre Inspirationsquelle für unterschiedliche Altersstufen, er ist zeitlos und ein ausschlaggebender Faktor: er ist aus natürlichen Materialien hergestellt, und kann je nach Lust und Laune immer wieder neu umgestaltet werden. I like!


Wiederbelebt


DIY Anleitung Kaufmannsladen





DIY Anleitung Kaufmannsladen


Da wir die Kinderzimmer neu gestalteten, wurde eines Tages der alte Kaufmannsladen des Fräuleins auf den Dachboden verfrachtet, da ich den Eindruck hatte, dass er kaum mehr bespielt wurde. Einige Jahre später, als der Goldjunge mit etwa 3 Jahren vermehrtes Interesse an seiner Spielküche zeigte, und ich eine Tendenz weg vom "ich schau mal was die Sachen so alles aushalten" hin zu "eigentlich kann man damit richtig gut Koch und Kellner spielen" beobachtete, und sich das Fräulein mit ihren 9 Jahren und der 3-jährige Goldjunge permanent in die Haare gerieten, war für mich ein Startsignal gesetzt und mir war klar: der gute alte Kaufmannsladen muss her!

Um die Gefahr für das Frühlingskind, das sich - knappe 10 Monate alt- routinemäßig zu den Kaufmannsladenspielern dazugesellte wie ein Großer, Einzelteile zu verschlucken, auszuschalten, musste dieser jedoch an einer Stelle platziert werden, die keine Gefahrenquelle barg: das Zimmer des Fräuleins. Die Vorfreude des Fräuleins war ungebrochen, und so mussten wir nur noch den alten Kaufmannsladen etwas pimpen, damit er sich auch gut in das Gesamtkonzepts des Zimmers einfügte. Im Großen und Ganzen sollte der Kaufmannsladen so neutral wie möglich umgestaltet werden, um das gewählte neue Farbkonzept zu berücksichtigen. Gesagt, getan. Höchst motiviert machten wir uns drauf und dran, das Rot gegen ein Weiß einzutauschen, was so gut wie hieß: die vielen Kästchen und roten Farbflächen mussten umlackiert werden.



Damit ihr euch einen Gesamteindruck in Punkto Arbeitsaufwand machen könnt, habe ich für euch jeden einzelnen Schritt aufgelistet.


Material

Umweltfreundlicher Lack in Wunschfarbe
Rest einer Tapete
Chalkboardlack
Eddingstift Chalkboard
Schraubenzieher
Farbwalze klein 
Schleifpapier mittel
Sprühkleber





So habe ich es gemacht

1. Kleine Kästchen herausnehmen, Knäufe abschrauben
2. Rückwand entfernen (abschrauben)
3. Farbflächen, die umgestrichen werden sollen, mit Schleifpapier anschleifen
4. Lackieren, am besten mehrere Schichten und dazwischen gut trocknen lassen, damit die Ursprungsfarbe nicht durchblitzt
5. Alle Knäufe wieder anschrauben und Teile anbringen.
6. Für das untere Board Apfelstoff entfernen (wurde von mir angeklebt) und mit Tapete und Sprühkleber überziehen, indem der Überstand einfach an den Kanten umgeklappt wird.





Upcycling


Aus alt mach neu ist nicht nur eine tolle nachhaltige Devise, um Accessoires für den Kaufmannsladen herzustellen. Upcycling ist vielseitig und so umfangreich, denn aus den verschiedensten Materialien können in einem kreativen Prozess neue aufgewertete und umgestaltete Gegenstände entstehen, entweder für Dekozwecke oder auch für den täglichen Gebrauch. Einen Überblick findet ihr bereits auf meinem Blog in der Kategorie Upcycling.

In den nächsten Monaten werden noch viele weitere Tutorials in Punkto Upcycling folgen, insbesondere für die Serie rund um den Kaufmannsladen. Speziell für die Spielküche und den Kaufmannsladen kann diverses Verpackungsmaterial, angefangen von Dosen, Gläsern und Karton) eingesetzt werden, was unsere Ressourcen auf der ganzen Linie schont. Eine Art von Recycling, welches sinnvoll ist, und zudem auch als Vorbild für unsere Kinder dient, denn wie wir alle wissen: wir sind die Vorbilder unserer Kinder, und was gibt es Kreativeres, als aus Altem mit tatkräftigem Einsatz Neues entstehen zu lassen, von dem wir alle profitieren?

Upcycling schon die Geldbörse, unsere zeitlichen Ressourcen und ist umweltschonend, und allen Beweggründen voran: es macht Riesenspass!

Aus diesem Grund habe ich gemeinsam mit Daniela von die kleine Botin eine #Upcycling2019 Challenge auf Instagram ins Leben gerufen. Jedes Monat ist ab Februar 2019 ein Material an der Reihe, welches wir und auch ihr umgestalten könnt. Zeigt uns einfach eure Projekte, und wir stellen die kreativsten und schönsten Projekte am Ende des Monats in den Stories vor!

Seid ihr dabei?









Welche Erfahrungen habt ihr mit einem Kaufmannsladen gemacht? Spielen eure Kinder gerne damit? Was kommt bei euren Kindern am besten an, und habt ihr schon mal selbst Utensilien für den Kaufmannsladen gebastelt?

Eure Tina















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11 Januar 2019

DIY Baby Pixie Häkelmütze - Anleitung



Häkeln gehört für mich zu der Winterzeit dazu wie eine Tasse Tee oder Kaffee vor dem Kachelofen. Häkeln ist Gemütlichkeit par Excellence und besitzt zweifelsohne einen meditativen Charakter. Dies gelingt genau dann am besten, wenn das Häkelmuster einfach gehalten ist und sich durch das gesamte Häkelprojekt zieht, ohne durch erforderliches Mitzählen allzu kopflastig zu sein.
Ich bin ein großer Fan von Häkelmützen, und insbesondere für die Kleinsten unter uns hält sich nicht nur der Wollverbrauch in Grenzen, sondern so eine Babymütze ist auch im Handumdrehen fertig gestellt.
Neben den Kindern ist es mir wichtig, meine Zeit, die mir zur Verfügung steht, nicht in aufwendige Projekte zu investieren sondern in einfache Handarbeitstätigkeiten, die keinen großen Aufwand und logistische Anstrengungen erfordern. So ein Häkelprojekt ist in absehbarer Zeit umzusetzen und kann sogar neben den Kindern -OK, zumindest etappenweise, und zugegeben, das Garn wirkt auf das Frühlingskind wie ein Magnet- bearbeitet werden.





Heute zeige ich euch in meiner Anleitung, wie ihr eine einfache Babymütze häkeln könnt, passend für ein Baby im Alter von etwa 7-14 Monaten, je nach Kopfumfang. Und da ich Bommeln so gerne mag, wurden die Bindebänder mit Bommeln versehen, und ich muss sagen, ich mag diesen niedlichen Look sehr! Die Pixie Bonnets versprühen immer einen Hauch Vintage. Die Mütze ist trotz reiner biologischer Merinowolle  von Van Beren * wunderbar flauschig, und dank der rund verlaufenden Bindebändchen, die aufgrund des hohen Tragekomforts mit der Strickliesl angefertigt wurden, einfach zu binden, ohne dass sie den Hals einschnüren.

Die Häkelmütze lässt sich individuell anpassen, und je nach Kopfumfang des Babys variieren, indem man einfach eine oder mehrere Reihen ergänzt oder einspart.

Die Haube für das Frühlingskind ist nach diesem Modell für den Goldjungen entstanden, jedoch habe ich das Muster dieses Mal ein wenig modifiziert, und, ein ausschlaggebender Punkt, der einen gewichtigen Impakt auf den Tragekomfort hat: es wurde reine Bio Merinowolle von Van Beren verwendet, die an Weichheit nicht zu übertreffen ist! Über die Eigenschaften von 100%-iger Merinowolle könnt ihr übrigens hier nachlesen.




Material:


Anleitung:

Cluster stitch: Yarn over, go into same stitch, YO, go into same stitch (5x), YO and pull through all loops together



Ch 58

Row 1: Sc in 2nd ch from hook and across, ch1, turn (57sc)
Row 2: skip 1st st, * 2hdc into next st, Clusters stitch, 2hdc* repeat from * across until you reach the end of the row, ending with a single hdc, 2ch, turn
Row 3-19: 2hdc in 1st 2 sts, *Cluster in between the cluster stitches from the previous row, 2hdc* repeat from * across until the end of the row. Repeat until the piece measures 18 cm x 43cm

Row 20: fold the piece in the middle (long side). Crochet the long sides together: sc across until you reach the end of the row (this is the future back of the bonnet) fasten off, weave in ends.

Tassels: install the pompoms at each end


Anleitung auf  Deutsch:

Bündelmasche*1 Umschlag, Faden durch die gleiche Masche holen und auf die Höhe der Luftmaschen ziehen* von * bis * insgesamt 4 mal wiederholen, Faden durch alle Schlaufen ziehen. *

58 Luftmaschen (LM) anschlagen

R1: feste Masche in die 2. LM der ersten Reihe, bis zur letzten LM der Reihe. 1 LM, wenden (57 feste Maschen)
R2: in die 2. Masche  von der Nadel ein  halbes Stäbchen, in die nächste ein halbes Stäbchen, *Bündelmasche, je 1 halbes Stäbchen in die 2 weiteren Maschen*
 von * bis * bis zum Ende der Reihe wiederholen. 1 LM, wenden.

R 3-19: 1 halbes Stäbchen in die 2. Masche von der Nadel. Der Puffstich wird in den folgenden Reihen immer versetzt gehäkelt, sprich, er wird immer in die 2 halben Stäbchen der Vorreihe zwischen den Bündelmaschen gehäkelt. *Bündelmasche, je 1 halbes Stäbchen in die 2 weiteren Maschen*
 von * bis * bis zum Ende der Reihe wiederholen. 1 LM, wenden.

R 20: Das gehäkelte Teil in der Mitte längs falten. Die langen nun aufeinanderliegenden Seiten mit festen Maschen zusammenhäkeln (der hintere Kopfteil der Mütze entsteht ), bis man das Ende der Reihe erreicht. Faden vernähen. Haube auf rechts wenden.

Das Bindeband habe ich mithilfe einer Strickliesel angefertigt, da das so entstandene Band rund ist und viel angenehmer zu tragen ist als ein Herkömmliches. Das Band in Wunschlänge anfertigen und etwa 1 cm von der Kante der Mütze (Nacken) durchfädeln, sodass man es zusammenziehen kann.


An den Enden Pompoms festnähen.



Einfache Version für HäkelanfängerInnen

Größe etwa 6 -12 MO

Für dieses Modell verwendet man einfach zu häkelnde feste Maschen. Hier seht ihr ein Video wie man feste Maschen häkelt. 

58 Luftmaschen (LM) anschlagen

Reihe 1: 1 feste Masche in die 2. LM der ersten Reihe, bis zur letzten LM der Reihe. 1 LM, wenden (57 feste Maschen)
Reihe 2-20: in die 2. Masche von der Nadel eine feste Masche, in jede weitere je 1 feste Masche bis zur letzten Masche der Reihe, 1 LM, wenden.

Messt nun nach, ob euer Teil 17cm breit ist. Je nach verwendetem Garn kann dies nämlich variieren.

R 21: Das gehäkelte Teil in der Mitte falten. Die langen Seiten, die nun aufeinanderliegen, mit festen Maschen zusammenhäkeln, man Häkelt quasi durch 2 aufeinanderliegenden Schichten. Der hintere Kopfteil der Mütze entsteht. Bis zum Ende der Reihe häkeln. Faden vernähen. Haube auf rechts wenden.


Das Bindeband habe ich mithilfe einer Strickliesel angefertigt, da das so entstandene Band rund ist und viel angenehmer zu tragen ist als ein Herkömmliches. Das Band in Wunschlänge anfertigen und etwa 1 cm von der Kante der Mütze (Nacken) durchfädeln, sodass man es zusammenziehen kann. Die Mütze sieht auch sehr süß mit einem Bommel als Zipfel aus!






Ich hoffe, ihr startet gut in die neue Woche!

Eure Tina


* Unbezahlte  WERBUNG lieben Dank an Van Beren, die mir die Wolle für dieses Projekt zur Verfügung gestellt haben! 
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05 Januar 2019

#fünffragenzumfünften - Jänner 2019



Wie schnell dieses Monat wieder vergangen ist! Ich habe das Gefühl, um Festlichkeiten und insbesondere um das Jahresende herum geht die Zeit besonders schnell vorüber. Die Zeit verfliegt mit Babys ja gefühlt doppelt so schnell, und so haben wir Advent und Weihnachten im "fast forward"-  Modus anstelle von #slowlife verbracht, auch wenn mir ein besinnlicher und ruhiger Adventzeit besonders am Herzen lag. 


Anfang des neuen Jahres werden unsere persönlichen Vorsätze und Vorhaben wieder in den Fokus gerückt. Neue (oder alte) Ziele werden gesteckt, das vergangene Jahr lassen wir Revue passieren, und der eine oder andere ist voller Erwartungen, was das neue Jahr an Veränderungen, Überraschungen, Momente des Staunens und des Glücks mit sich bringt. Auch für mich und meine Family wird vieles auf uns zukommen, das eine unerwartet, das andere wiederum sehnsüchtig erwartet, und wir sind schon gespannt, was das neue Jahr an Positivem, aber auch an Herausforderungen, die so manches an Mut, Kraft und Durchhaltevermögen erfordern,  mit sich bringt.
Meine Bloggerkollegin Nic alias Luzia Pimpinella hat auch für dieses Monat wieder 5 Fragen auf Lager, die ich mit frischem Elan und Tatendrang das erste Mal im Jahr 2019 beantworte. 



1. Was wünschst du dir für 2019?
Mein oberster Wunsch dreht sich um die Familie, unseren 3 Kindern und auch um uns Eltern. Ich wünsche mir Gesundheit für jeden einzelnen von uns. Das Jahr 2019 soll uns mit positiven Gedanken begleiten, mit einem Gefühl von Zufriedenheit, und mit der Kraft, gemeinsam Herausforderungen zu meistern und an ihnen zu wachsen. Ich wünsche mir, neue Orte und Plätze zu erforschen, und dass sich uns wieder viele Möglichkeiten geboten werden, die Schönheiten der Natur zu bewundern, abseits von Hektik und dem Gefühl, getrieben zu sein, dies und das erledigen zu müssen. Für den Blog sind einige bahnbrechende Veränderungen vorgesehen, die ich mit vollstem Tatendrang und mit ganzem Herzen an der Sache vorantreiben möchte, und ich wünsche mir, diese so verwirklichen zu können, wie ich sie mir vorstelle.

2. Möchtest du im kommenden Jahr etwas Neues lernen? Was ist es?
Ich möchte mich in diesem Jahr beruflich weiterentwickeln und mich wieder intensiver mit dem Thema Design, sprich Indesign, auseinandersetzen. Oft platzen ungeplante Anforderungen, die ein langes Schlepptau an neu zu erarbeitendem Wissen mit sich ziehen, sehr spontan und unvorhersehbar in unser Leben. Sie erfordern Geduld, Durchhaltevermögen und es wird vielleicht erforderlich, dass wir uns mit neuen uns bis dato unbekannten Themen auseinandersetzen müssen. Ich bin offen für all das, was in diesem Jahr auf mich zukommt, und versuche stets, diese Hürden mit positiven und realistischen Gedanken anzunehmen, das Beste daraus zu machen, und mit dem Herzen dabei zu sein.

3. Wie persönlich ist deine Einrichtung und was ist dein liebstes Möbelstück?
Ein Großteil unseres Mobiliars ist Second Hand und stammt aus zweiter Hand. Ich liebe geschichtsträchtige Möbelstücke, besonders der Mid Century Stil hat es mir angetan. Ich upcycle gerne Kommoden und Sessel, verpasse ihnen ein neues Aussehen, streiche sie in einer anderen Farbe oder gestalte sie auf eine andere Weise um. Vor einigen Jahren war es das 70ies Design, das mich  angesprochen hat ( ich habe auch einige besondere Stücke aus dieser Epoche gehortet), jedoch sind sie mir für meinen momentanen Geschmack, der auf helle Farben, Holz und Natürlichkeit setzt, in Summe eine Spur zu bunt und dominant. Mein liebstes Möbelstück ist ein Kasten aus Vollholz, den ich im Caritas Lager gefunden habe. Aktuell bin ich auf der Suche nach einer Fernsehkommode aus den 60ern und einer alten Schulbank, beides am liebsten im Originalzustand. Holz im Rohzustand ist mein allerliebstes Material.

4. Welche Blumen kaufst du am liebsten für dich selbst?
Ich kaufe Blumen grundsätzlich nur dann, wenn die Gartensaison eröffnet ist, und dabei handelt es sich nicht um Schnittblumen, die (für meine Begriffe) viel zu schnell in der Vase dahinwelken, sondern um  mehrjährige winterfeste Blütenstauden, die auch über die frostige Jahreszeit hinweg im Garten überwintern können. So kann ich mich über mehrere Saisonen hinweg an den Pflanzen erfreuen, die dann ja auch ihren Bestand vergrößern, indem sie sich selbst aussäen, wie die Ringelblume z.B. die eine oder andere Blume aus dem Garten (Glockenblume etc) landet dann je nach Saison hin und wieder als Blumenarrangement in der Vase, sehr gerne in Kombination mit Wildblumen und Gräsern oder Beeren vom Wegesrand. 

5. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Diese Sache mit den Sternzeichen. Ich musste tatsächlich dafür die Suchmaschine bedienen, da ich mich eigentlich nur an zwei aussagekräftige Charaktereigenschaft erinnern konnte, die zu 100 Prozent auf mich zutrifft: die Kreativität und der Freiheitssinn. Der Wassermann wird gerne als unabhängig beschrieben, als revolutionär und freiheitsliebend. Ich benötige genügend Freiraum, damit mir sprichwörtlich "die Decke nicht auf den Kopf fällt", ich benötige meine Auszeiten genauso wie meine Familie um mich. Ständig Ideen im Kopf, die auf ihre Umsetzung warten? Ja, das bin ich absolut! Jedoch scheue ich nicht vor der Umsetzung, da ich, was dies betrifft, strategisch und organisiert vorgehe. Ich mag es individuell und originell, ich mag die Vielfalt, sowohl was die Menschen betrifft, als auch das, was mich umgibt. Ich bin weltoffen, solidarisch, empfindsam gegenüber Mitmenschen, und wenn ich aus vollster Überzeugung für eine Herzenssache einstehe, dann kann es schon mal vorkommen, dass ich als "stur" und "spinnert" wie man in diesen Breiten so schön sagt, eingestuft werde. Alles in allem: Das Element der Luft ist meines, und ich setze immer wieder alles drauf und dran, den Fokus bewusst weg von der Kopfarbeit zu lenken. Und genau dafür sind sowohl das Kreativsein als auch die Natur wie geschaffen.
Mehr spannende Antworten zur Kolumne findet ihr wie immer bei Luzia Pimpinella!
Was sind denn eure Vorhaben und Wünsche für 2019? Habt ihr euch bestimmte Ziele gesetzt oder lasst ihr lieber alles auf euch zukommen? 
Eure Tina




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21 Dezember 2018

Weihnachten entschleunigen




"Mamaaaa, morgen das Christkind kommt!", sagt mir ein freudestrahlender Goldjunge mit einem breiten Grinser auf seinen Lippen, wohl wissend, dass er damit seine Vorfreude auf DAS große Fest des Jahres ausdrückt. Ein Satz, den ich schon seit November laufend vernehme, und es auch schon mal vorkommen kann, dass der Nikolaus mit dem Weihnachtsmann verwechselt wird, und ja eigentlich der Weihnachtsmann der Nikolaus ist, weil wir die Tradition des Christkindes fortsetzen.
Weihnachten wird von den Kindern schon lange herbeigesehnt, Weihnachtslieder werden gesungen, allen voran wird der unschlagbare Favorit "Oh Tannenbaum" angestimmt,  und manchmal ertappe ich auch den Goldjungen dabei, dass er über den Weihnachtsbaum philosophiert (welcher übrigens im Hause titantina still und heimlich erst am Heiligen Abend aufgeputzt wird). Während die Kinder sich in den letzten Tagen vor Weihnachten wünschen, diese würden so schnell wie möglich vergehen, ist mir vor allem eines wichtig: Weihnachten zu entschleunigen.






Review

Weihnachten ohne Kinder, wie war das noch mal? Wenn ich an Weihnachten vor etwa 10 Jahren zurückdenke, dann werden Erinnerungen an ein Fest wach, welches zwar auch ein sehr traditionell angehauchtes Highlight des Jahre war, weil es eine Zusammenkunft der Familie bedeutete, jedoch lag ihm ein bedeutend anderer Charme zugrunde. Traditionen wurden generationsübergreifend hochgelebt, man sang Weihnachtslieder vor dem von Kerzen beleuchteten Weihnachtsbaum (Natur wohlgemerkt und echte Kerzen) und es roch nach Orangen, Zimt und Weihnachtsbäckerei. Gefeiert wurde in einem hauptsächlich für das Weihnachtsfest arrangierten und extra dafür liebevoll dekorierten Haustrakt, um der Größe der Familie zu entsprechen.
 Wir waren uns nicht ganz einig: war die Bescherung an sich das Highlight der Feier, das festliche Essen im Anschluss oder gar das Beisammensein mit den Lieben? Ich würde sagen: die Kombination der Traditionen, das gemeinsame Feiern und der urtypische Charme, dem das Fest der Freude zugrundeliegt, machten das Weihnachten zu dem Weihnachten, wie ich es aus Kindheitsjahren in Erinnerung habe.

Heute präsentiert sich "unser" Weihnachten in einem etwas anderen Kontext, auch wenn es fragmentarisch an das Weihnachten "von früher" erinnert.
Denn die Traditionen, die uns während der Kinderjahre begleiteten, werden aufrechterhalten, denn sie sind Teil unserer eigenen Kindheit, auch wenn sie für "unser kleines Weihnachten" , wie ich es bezeichnen würde, im Kreise der Kinder, etwas abgewandelt wurden. Wir haben für uns die Entscheidung getroffen: Wir feiern seit Jahren den Heiligen Abend in kleinstem Kreise, sprich, gemeinsam mit den 3 Kindern bei uns zu Hause.



Slow Christmas

Es jährt sich dieses Mal zum 6.Mal, dass wir dem urbanen Flair den Rücken kehrten und unser ländlich geprägtes "Slow Life" genießen. Abseits des Rummels, des hektischen Treibens der Ballungszentren habe ich erfahren, dass es möglich ist, sich trotz der Geschäftigkeit und des Konsums, der in der Vorweihnachtszeit ganz groß geschrieben wird, zu besinnen und einen Gang zurückzuschalten. Als ich vergangenes Wochenende eines Termins wegen einen Fuß in ein Einkaufszentrum setze und somit in eine Welt, die mir inzwischen aufgrund des ruhigen naturverbundenen Landlebens schon zugegebenermaßen absonderlich anmutete, da es all meine Reize überanspruchte, wurde mir wieder ins Bewusstsein gerufen: das ist nicht meine Welt! Hätte ich die Möglichkeit gehabt, dann hätte ich kurzerhand wieder kehrt gemacht, zumal ich im Vorfeld bewusst Abstand von diesen stressigen Situationen nehmen wollte. die sich in einem Einkaufszentrum kurz vor Weihnachten zwangsweise ergeben.



Voller  Erwartungen

Bei Weihnachten ist es so wie mit allen anderen Festlichkeiten und Höhepunkten in unserem Leben, bei  denen sich im Vorfeld konkrete Wunschvorstellungen in unseren Köpfen festgesetzt haben. Wie oft eifern wir einem Ideal, welches den riskanten Beigeschmack der Perfektion besitzt, hinterher, und vergessen dabei auf diesen Funken Freiheit und Flexibilität, den unverhofften Moment, der eine entspannte Atmosphäre erst möglich macht. Mit diesen konkreten Vorstellungen darüber, wie unser Fest auszusehen hat, nageln wir uns allzu oft fest und werden uns vielleicht erst im Nachhinein bewusst, dass eine Idealvorstellung den Perfektionismus in uns entfacht hat, der so manches Opfer mit sich bringen kann. Ein liebevoll bis ins Detail weihnachtlich dekoriertes Haus, der letzte Schliff noch ehe die Kinder das Zimmer zur Bescherung füllen, all das verlangt uns jede Menge an Vorarbeit und organisatorisches Talent ab, uns das oft erst wenige Tage oder sogar Stunden vor dem eigentlichen Fest. Aber nicht nur das, was uns umgibt, kann uns ganz schön unter Druck setzen, sondern auch das, was in uns schlummert. Der Anspruch, es allen recht zu machen, um einen harmonischen Ablauf zu garantieren und Kinderaugen zum Leuchten zu bringen,  für ein friedvolles Beisammensein und der Zufriedenheit aller. Doch nicht selten endet so manch herbeigesehntes Fest in einem von Emotionen gebeutelten Desaster, konfliktbehafteten Momenten, und zwar genau dann, wenn wir es am wenigsten erwartet hätten. Weihnachtsfriede adé, deeskalierende Maßnahmen willkommen!



Mein individueller Mittelweg

Glanz, Glitter und Weihnachtskugeln. Lametta, Stumpenkerzen, weiße Häuschen aus Keramik, und Lichterketten. Ein Sammelsurium an bunten Dekoobjekten, die mir in allzu geballtem Auftreten in unserem ohnehin bunten Alltag schnell einmal zu viel werden. Ich mag es, das Haus weihnachtlich zu dekorieren, jedoch ist mein Dekoeifer dieses Jahr ein wenig auf der Strecke geblieben. Minimalismus hat sich im Hause titantina in Punkto Weihnachtsdekoration breit gemacht, und der Fokus liegt ganz klar auf einfachen, natürlichen Materialien. Fichtenzweige aus dem Garten, verschiedene Nüsse in der Weihnachtsschale, einige wenige Weihnachtskugeln, die von der Leuchte baumeln, nicht zu vergessen, der schlichte Birkenstamm in der Ecke, der auch ganz ohne Deko auskommt, und im Zentrum des Geschehens die vielen Basteleien der Kinder aus Schule und Kindergarten, die sogar dem selbstgebastelten Adventkranz die Show stehlen.
Der penible Weihnachtsputz wurde mangels zeitlicher Ressourcen auf nächstes Jahr verschoben, und eigentlich, ja eigentlich wäre noch jede Menge zu tun bis zum Endspurt. Nichtsdestotrotz habe ich für mich eine Entscheidung gefällt, der Hektik und dem Stress in der Vorweihnachtszeit den Rücken zu kehren, und mich stattdessen ganz bewusst für eine Reduktion all dessen, was Gefahr birgt, unnötigen Stress aufkommen zu lassen, entschieden. Und auch wenn das Fest in kleinstem Kreise weder stylisch noch pompös, noch durchgeplant sein wird, in den Augen der Kinder wird es ein unvergessliches Fest trotz seiner Einfachheit, unser Familienfest.



Ich wünsche Euch allen ein wundervolles Weihnachten fernab von Stress und Hektik, im Kreise eurer Lieben und ein neues Jahr mit vielen unvergesslichen schönen Momenten, Gesundheit und Zufriedenheit!
Schön, dass ihr mich dieses Jahr hier auf dem Blog begleitet habt, und ich hoffe, ihr seid auch im kommenden Jahr gerne hier.


Eure Tina




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