19 September 2014

Dekorieren mit Maroni, titantinas Gartenecke



Auf in die zweite Runde! Schneller als geplant melde ich mich zurück aus titantinas herbstlicher Gartenecke




Ein Maronibaum im Garten? Wir dürfen einen großen Maronibaum direkt in unserem Hanggarten, der wohl bereits vor Jahrzehnten vom damaligen Vorbesitzer, einem Rosengärtner geplanzt sein dürfte, unser eigen nenne. 




Ein gewaltiger Vorteil, zumal bei so einem Bäumchen Jaaahre vergehen, bis er so eine stattliche Grüße erreicht hat. So ein Maronibaum ist etwas ganz besonderes und hat auch ganz individuelle Reize zu jeder Jahreszeit. Im Frühling sticht er etwas verzögert nach der Blüte von Apfel und Co durch seine langen Sternspritzern ähnelnden weißen Blütendolden hervor. Während er sich im Sommer unauffällig verhält, kehrt er im Herbst mit seinem stacheligen Gehäuse, welches die wertvollen und heiß begehrten Früchte, die Maroni, beherbergt, zurück. 



Diese stacheligen grünen Igel sind Fruchtbecher, aus denen die darin verborgene braune Nuss durch einen kleinen Spalt hervorblitzt, sind ein Muss für unsere Herbstdeko. Kombiniert mit Miniweintrauben vom wilden Wein aus der hintersten Ecke unseres Gartens, der in Richtung Weinberg dahinwuchert und den Vögeln als Unterschlupf dient, machen sich die Maroni neben unserem Festnetztelefon (voll funktionstüchtig, auch wenn's manchmal rauscht) aus den 1940ern auf dem Sideboard zu Recht. Auch Miniäpfel vom alten Apfelbäumchen sind mit von der Partie und machen sich einen Ehrenplatz gemeinsam mit den runden Bällen,  eine Art Schmarotzer, die ich auf dem dornigen Geäst der Wildrose entdeckte, auf der schwarzen Schale streitig. 

Die Früchte der Edelkastanie oder auch Eßkastanie dienten bis Ende des 19.Jhts. der Bergbevölkerung in Südeuropa als Hauptnahrungsmittel, wo sie seit der Antike angebaut wurde. 

Nicht nur bei Eichhörnchen und Siebenschläfern beliebt sind die Maroni reich an Kohlehydraten und Stärke und sind daher Energielieferanten erster Klasse. Sie besitzen einen hohen Gehalt an Zucker und essentielle Aminosäuren, die das Immunsystem stärken. Aufgrund ihres geringen Fettanteils - im Vergleich zu Cashew Nüssen und Erdnüssen , die einen 70%-igen Fettgehalt aufweisen- genießen sie hierzulande vor allem in der Winterzeit einen hohen Beliebtheitsgrad. . Wissenschaftlich erwiesen ist, dass Maroni den Streßpegel  durch einen hohen Kalium-Gehalt, der wiederum blutdrucksenkend wirkt, minimieren. 
Am besten bleiben all die Inhaltsstoffe mit hohem Gesundheitswert durch Rösten und Braten erhalten, eine Zubereitungsform, die sich auch geschmacklich hervorragend für einen gesunden Snack oder als Beilage eignet.




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