05 Dezember 2014

Premiere: Lese.Zeichen/Geschenktipp:Kinderbuch


Die schönsten Abenteuer entstehen im Kopf. Nicht bloß ein Zitat sondern ein Spruch mit Wahrheitsgehalt. Als ich als Kind das erste Mal Michael Endes Klassiker "die unendliche Geschichte" verschlang, war ich von der Verfilmung, naja, sagen wir mal milde ausgedrückt, enttäuscht. Die Bilder, die vor unserem geistigen Auge entstehen, kann keine noch so aufwendige Filmproduktion wettmachen, findet ihr nicht auch?
Deswegen denke ich, dass ein gutes Kinderbuch wertvoller ist als jede noch so liebevoll gestaltete Kinderserie. Und da der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt, ist das Fräulein inzwischen mit ihren 5 Jahren zu einer richtige Leseratte mutiert. Nun gut, lesen kann sie zwar noch nicht, aber die Liebe zu Büchern zum Vorlesen, ist schon ziemlich ausgeprägt.
Unser aktuelles Lieblingsbuch, Eliot und Isabella möchte ich euch heute im Rahmen der neuen regelmäßig ein Mal im Monat erscheinenden Rubrik auf meinem Blog LESE.zeichen vorstellen!




Ein herzliches Dankeschön und *wink nach Vorarlberg* an die liebe Katharina von Buchkatalog, mit deren freundlicher Unterstützung die Rubrik ins Leben gerufen werden konnte! Da ich regionale Anbieter unterstürzen möchte, sei die gut sortierte Riesenauswahl an Literatur ans Herz gelegt!


Wer ist der kreative Kopf hinter Eliot und Isabella?

Wer kennt ihn nicht, den Drachen Kokosnuss! Der Autor, Ingo Siegner, hat mit dieser Bücherreihe einen weiteren Treffer nicht nur bei den Kleinsten unter uns gelandet. Auch die liebevollen Illustrationen stammen aus seiner eigenen Feder








Für welche Alterstufe eignet sich das Buch?

Schon seit geraumer Zeit war ich auf der Suche nach einem Buch, das aus mehreren Fortsetzungen besteht, wobei die einzelnen Kapitel nicht zu kurz sein sollten, da das Fräulein eine sehr motivierte und eifrige Zuhörerin ist. Zu lange Kapitel wiederum lassen die Konzentration sinken und das Fräulein wird hibbelig. Das Buch eignet sich für Kinder ab 5 Jahren und besteht aus insgesamt 12 Kapiteln, von denen wir täglich eines lesen.

Worüber handelt das Buch?

Regen und Schlechtwetter? Nicht für Eliot, dem liebenswerten unkonventionellen Protagonisten. Seines Zeichens Stadtratte, der eine ausgeprägte Liebe für Gedichte hegt, für sein Leben gerne reimt und Schlechtwetter liebt. Von der gemeinen Rattenbande als Nerd und Leseratte und Angsthase ratte verschrien, wird er wegen eines Unwetters auf einer Pralinenschachtel auf das Land gespült. Dort trifft er auf die aufgeweckte und ebenso mutige Landratte Isabella, die Eliot auf Anhieb ins Herz schließt und ihn vor missmutigen Waldbewohnern wie Wally die Wildsau und der gemeinen Rattenbande mit Anführer Bocky beschützt, indem sie einen schlauen Plan ausheckt. Auf seinen spannenden Abenteuer auf der Heimreise in die Stadt lernt Eliot in Begleitung seiner Freundin Isabella noch viele andere Charaktere kennen, und schafft es zuletzt, zu seiner Familie heimzukehren.


Was vermittelt das Buch?

Das Buch greift Stereotypen und Gegensätze wie z.B. Stadtmenschen-Landmenschen, Geschlechterrollen, die schüchterne Schlange etc. auf. Anfängliche Vorurteile über differenzierte Lebensweisen werden durch hautnahes Erleben abgebaut und beweisen sich bei näherer Betrachtung als unerwartet positiv.
Es geht nicht darum, den Gegenspielern Hass und Gewalt entgegenzusetzen, sondern ihnen mit Schläue, Witz und Verstand zu begegnen.
Die schwächsten Glieder der Gesellschaft zu berücksichtigen, ihnen helfend beiseite zu stehen, sind Stärken des Helden des Buches, der  in den unterschiedlichsten Situationen einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, Empathie und Menschlichkeit beweist und in prekären Momenten mit viel Witz und Humor punkten kann, indem er andere zum Lachen bringt.

Mit dem ersten Beitrag zu LESE.zeichen verabschiede mich ins 2.Adventwochenende und wünsche Euch ein schönes Wochenende!



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